
Warum sollte ein Diamant immer farblos sein und ein Ring auf den richtigen Anlass warten? Fine Jewellery muss heute nicht mehr klassischen Konventionen folgen. Entscheidend ist, dass der Schmuck zur Person passt, die ihn trägt. Gleichzeitig wächst der Wunsch, zu wissen, woher die Materialien stammen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden. mandana und Nevermined setzen diese Vorstellungen in ihren Schmuckstücken um.
„Diamonds are forever“, lautet eine der bekanntesten Aussagen über Schmuck. Doch was bedeutet „für immer“, wenn nur die Beständigkeit des Materials zählt? Christine Marhofer wollte den Gedanken weiter fassen. Nach einer langjährigen Karriere als Einkäuferin für internationale Fashion Brands entwickelte die gelernte Textilbetriebswirtin die Idee zu mandana.

Gründerin Christine Marhofer steht hinter dem Essener Diamantlabor Nevermined und der Fine-Jewellery-Marke mandana
Die Marke sollte Schmuck aus langlebigen Materialien schaffen, dessen Herkunft sich ebenso nachvollziehen lässt wie seine Verarbeitung. Minendiamanten schloss Marhofer aus, lab-grown Diamanten wurden deshalb zur Alternative. Da geeignete Produzenten aber hauptsächlich außerhalb Europas saßen, entschied sie sich gemeinsam mit ihrem Partner für eine eigene Herstellung in Deutschland. 2021 entstanden mandana und Nevermined. Im Essener Labor wachsen die Diamanten, die mandana anschließend für seine Kollektionen verwendet.
So entsteht ein Nevermined lab-grown Diamant
Ob ein Diamant aus der Mine oder aus dem Labor stammt, macht einen echten Unterschied. Ein Minendiamant muss mühsam aus der Erde geholt werden. Der Bergbau dafür bewegt riesige Mengen Gestein und kann Landschaften, Wasser und Lebensräume belasten. Im Labor passiert das alles nicht. Dort wächst der Diamant unter kontrollierten Bedingungen auf einem kleinen Diamantplättchen heran, dem sogenannten Seed. Automatisch nachhaltig ist die Herstellung im Labor trotzdem nicht, denn das Verfahren braucht viel Strom. Nevermined setzt deshalb im eigenen Labor in Essen auf 100 Prozent zertifizierten Ökostrom. Und weil der Standort in Deutschland liegt, ist klar nachvollziehbar, wo der lab-grown Diamant gewachsen ist und unter welchen Bedingungen er produziert wurde.
Wie dieser Wachstumsprozess abläuft, lässt sich vereinfacht so erklären: Beim sogenannten CVD-Verfahren erzeugen Mikrowellen aus Wasserstoff ein Plasma. Eine geringe Menge Methan liefert den Kohlenstoff, der sich Schicht für Schicht auf dem Seed absetzt. So wird aus dem dünnen Plättchen nach und nach ein Rohdiamant.

Der gesamte Prozess läuft innerhalb einer geschlossenen Vakuumkammer ab. Dort müssen Temperatur, Druck und Gaszusammensetzung möglichst konstant bleiben. Bereits kleine Schwankungen können beeinflussen, wie rein der Diamant wird und welche Farbe er später hat. Deshalb wird der Wachstumsprozess fortlaufend kontrolliert. Ist er abgeschlossen, wird der Rohdiamant geschliffen, poliert und nach den 4Cs bewertet: Carat, Colour, Clarity und Cut.

Ein Diamant muss bei Nevermined nicht zwangsläufig farblos sein. Neben den klassischen Varianten entstehen auch Fancy Colours in zahlreichen Nuancen, darunter Pink, Blau, Grün, Gelb, Braun, Schwarz, Grau und Orange. Solche Farben gibt es ebenfalls in der Natur, dort sind sie jedoch ausgesprochen selten. Nur etwa einer von 10.000 Minendiamanten besitzt überhaupt eine Fancy Colour, intensiv gefärbte Exemplare kommen noch seltener vor. Im Labor lassen sich die farbgebenden Prozesse gezielter beeinflussen. So werden diese besonderen Nuancen in einer größeren Auswahl verfügbar. Sie sind chemisch, physikalisch und optisch identisch mit Minendiamanten und unterscheiden sich allein in der Herkunft.
Bei mandana werden die Nevermined lab-grown Diamanten in recyceltes 18-karätiges Gold oder 950er Platin gefasst. In Handarbeit entstehen daraus Schmuckstücke, die einen fürs Leben begleiten.
Was Schmuck persönlich macht
Ist der passende Diamant gefunden, stellt sich die nächste Frage: Wie möchte man ihn tragen? Darauf gibt es heute keine feste Antwort mehr. Mehrere Ringe teilen sich beim Stacking einen Finger oder verteilen sich über die ganze Hand. Filigrane Modelle stehen neben größeren Diamanten, während Gelbgold mit Weißgold oder Platin kombiniert wird. Perfekte Abstimmung ist dabei nicht das Ziel. Aus früheren Fauxpas sind Trends geworden, die mehr Raum für den eigenen Stil lassen. Genau diese Freiheit bieten auch die unterschiedlichen Designs von mandana.

Wie selbstverständlich sich unterschiedliche Schmuckstücke miteinander tragen lassen, zeigt Romee Strijd in der aktuellen Kampagne von mandana. Das niederländische Topmodel kombiniert mehrere Ringe mit verschiedenen Fancy Colours, Schliffen und Größen. Bewusst entsteht kein perfektes Set, sondern ein persönlicher Stack. Romee Strijds Kombination zeigt einen fertigen Look. Im eigenen Leben entsteht eine solche Schmucksammlung dagegen meist Stück für Stück.
Für alle gedacht
mandana hat deshalb Kollektionen geschaffen, in denen jeder unabhängig von Geschlecht oder Alter das tragen kann, was sich richtig anfühlt. Dieser Gedanke steht auch hinter All Gens, der genderneutralen Kollektion, die 2026 mit dem German Design Award in Gold ausgezeichnet wurde. Auch die übrigen Linien folgen jeweils einer eigenen Gestaltungsidee. Reflect arbeitet mit einer achteckigen Zargenfassung, in der lab-grown Brillanten sitzen. Mini bringt bekannte mandana-Designs in ein filigraneres Format und kombiniert 18-karätiges Gold mit einem Nevermined lab-grown Diamanten von 0,15 Karat. Bei Solitaire Platin steht dagegen ein einzelner Nevermined lab-grown Diamant in recyceltem 950er Platin im Mittelpunkt. Colours & Cuts erweitert die Auswahl um Fancy Colours und besondere Schliffe, um nur einige Beispiele aus den Kollektionen von mandana zu nennen.
Letztlich ist es der Mensch, der einem Schmuckstück seine Bedeutung gibt. Sein persönlicher Wert entsteht mit der Zeit und mit allem, was man erlebt, während man es trägt. mandana schafft dafür Fine Jewellery mit Nevermined lab-grown Diamanten Made in Germany.
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