Rooney Mara über L’Interdit, Schönheit und die Kraft des eigenen Instinkts - séduction Magazin Germany
Parfum für Damen

Rooney Mara über L’Interdit, Schönheit und die Kraft des eigenen Instinkts

Von Redaktion 25/09/2026
Credit: Craig McDean for Givenchy Parfums
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Als zweifach Oscar-nominierte Schauspielerin hat sich Rooney Mara mit anspruchsvollen Rollen und einer bewusst zurückgenommenen Präsenz einen festen Platz in der internationalen Filmwelt geschaffen. Ihren Durchbruch feierte sie 2011 als Lisbeth Salander in David Finchers The Girl with the Dragon Tattoo, für den sie unter anderem für einen Oscar und Golden Globe nominiert wurde. Es folgten Filme wie Carol, Lion, A Ghost Story, Mary Magdalene und Women Talking. Zuletzt war sie in La Cocina zu sehen. 2026 steht mit Werner Herzogs Bucking Fastard, in dem sie gemeinsam mit ihrer Schwester Kate Mara spielt, bereits das nächste Projekt an.

Seit acht Jahren ist Mara außerdem das Gesicht von Givenchy Parfums und verkörpert die Kampagnen von L’Interdit. Im Gespräch spricht sie über die besondere Verbindung zur Maison, die neue L’Interdit Elixir-Kampagne, ihre persönliche Beziehung zu Düften und darüber, warum sie bei der Wahl ihrer Rollen vor allem auf ihren eigenen Instinkt vertraut.

Über ihre Verbindung zu Givenchy

Warum haben Sie sich vor acht Jahren dazu entschieden, das Gesicht von Givenchy Parfums zu werden?

Givenchy war schon immer meine Lieblingsmarke, und ich hatte immer das Gefühl, dass ich ganz ich selbst sein konnte, wenn ich ihre Kleidung trug. Ich habe sie viele, viele Jahre getragen. Deshalb hatte ich bereits eine Verbindung zu Givenchy. Dann wurde ich für L’Interdit angefragt. Es fühlte sich auch deshalb besonders an, weil ich Teil davon sein durfte, den ursprünglichen Duft, den Hubert de Givenchy geschaffen hatte, wieder zum Leben zu erwecken.

Wie würden Sie die Givenchy-Frau beschreiben?

Ich denke, die Givenchy-Frau ist jemand, der klassisch ist. Vielleicht auch ein wenig romantisch, aber gleichzeitig praktisch. Sie geht ihren eigenen Weg.

L’Interdit Elixir

Credit: Craig McDean for Givenchy Parfums

Wie war der Dreh für die neue L’Interdit Elixir-Kampagne? Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Es hat Spaß gemacht! Es war ganz anders als alle anderen Shootings, weil das Outfit so außergewöhnlich und kostbar war.

Wie spiegelt die Kampagne die Welt von L’Interdit und insbesondere von L’Interdit Elixir wider?

Die neue Kampagne fängt die Essenz von L’Interdit perfekt ein – diese Dualität zwischen Stärke und Sinnlichkeit, die so einzigartig ist. Das mit Schmuck besetzte Plastron wirkt wie eine Rüstung, ist aber gleichzeitig Schmuck. Für mich verkörpert es perfekt das Zusammenspiel von maskulinen und femininen Elementen – genau wie das Parfum selbst.

Die persönliche Kraft eines Duftes

Was bedeutet Parfum für Sie?

Ich glaube, Düfte können die unterschiedlichsten Erinnerungen und Gefühle hervorrufen. Sie sind ein unglaublich kraftvolles Mittel. Gerüche können dazu führen, dass man sich nach einem Menschen oder nach einer bestimmten Zeit oder einem Ort sehnt.

Was ist Ihre liebste persönliche Dufterinnerung?

Der Geruch aus The Girl with the Dragon Tattoo. Für das Screen-Test waren die Kostüme mit einem besonderen Duft versehen – die Frau, die sie angefertigt hatte, hatte ihnen diesen Geruch gegeben. Ich erinnere mich noch sehr genau daran. Und als wir den Film drehten, blieb dieser Duft erhalten. Ich habe den Geruch bis heute. Wann immer ich ihn wahrnehme, fühle ich mich in diese Zeit und zu dieser Figur zurückversetzt.

Wann tragen Sie normalerweise Parfum?

Ich trage Parfum hauptsächlich zu besonderen Anlässen. Oder wenn ich arbeite und möchte, dass die Figur, die ich spiele, einen bestimmten Geruch hat. Aber ich verbrenne eigentlich immer irgendetwas oder verwende ätherische Öle – Düfte spielen für mich eine wichtige Rolle.

Was verbinden Sie mit L’Interdit?

Ich denke, es erinnert mich an die Vergangenheit, weil der Duft tief in der Geschichte der Marke verwurzelt ist. Er fühlt sich solide und klassisch an. Für mich hat das Parfum etwas sehr Verwurzeltes, etwas mit Geschichte – einen alten Wunsch, mutig zu sein und voranzugehen. Gleichzeitig ist es sehr modern. Ich denke, das fasst auch die gesamte Marke Givenchy sehr gut zusammen.

Inwiefern spiegelt L’Interdit Ihre Persönlichkeit wider?

Ich glaube, der Duft hat eine Tiefe, die mich anspricht. Er ist eine Mischung aus Licht und Schatten.

Welche Variante von L’Interdit gefällt Ihnen am besten?

Neben dem neuen L’Interdit Elixir ist mein Lieblingsduft nach wie vor das klassische L’Interdit Eau de Parfum. Ich liebe die Orangenblüte und den Kontrast zu erdigeren Noten wie Patchouli, das schon immer zu meinen Favoriten gehört hat. Ich mag die verschiedenen Ebenen des Duftes.

Hat sich Ihr Blick auf Parfum verändert, seit Sie das Gesicht von L’Interdit sind?

Ich wusste vorher gar nicht, wie viel Kunst und Wissenschaft in der Entwicklung eines Duftes steckt. Es ist so komplex und präzise! Es gibt eine ganze eigene Sprache dafür, die ich immer noch nicht vollständig verstehe. Aber es ist faszinierend zu lernen, wie viel in die Entwicklung eines neuen Parfums einfließt.

Wie würden Sie L’Interdit Elixir beschreiben?

Credit: PR

Ich finde, der neue Duft wirkt intensiver und hält länger. Er enthält schwarze Kirsche und reinen Eichenholzextrakt, kombiniert mit floralen Noten.

Was bedeutet Schönheit?

Was gehört zu Ihrem täglichen Beauty-Ritual?

Ich habe mich in letzter Zeit viel mehr mit einem „Beauty-Ritual“ beschäftigt. Es fühlt sich gut an, auf diese Weise für mich selbst zu sorgen. Ich liebe mein Serum. Ich verwende gerne Tücher mit Kurkuma und Kojisäure für mein Gesicht und trage anschließend etwas Rizinusöl mit einem Rosenquarz-Roller auf, gefolgt von Serum. Wenn ich Zeit habe, benutze ich auch eine Rotlichtmaske und ein Gerät namens Chi Machine – es stimuliert die Beine durch Vibrationen und soll den Lymphfluss unterstützen. Aber dazu komme ich nicht so oft! Ich liege auch gerne auf etwas, das Biomat genannt wird. Das ist mein Favorit. Für meine tägliche Routine sind es aber eigentlich nur Serum und Gua Sha.

Was macht eine Frau schön?

Je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass eine Frau, die ganz bei sich ist, am schönsten ist. Eine Frau, die weiß, dass es sich lohnt, auf ihre Instinkte zu hören. Eine Frau, die keine Angst davor hat, sich zurückzulehnen, die richtigen Dinge auf sich zukommen zu lassen und die falschen an sich vorbeiziehen zu lassen. Leichter gesagt als getan.

Instinkt als Wegweiser

Wie wählen Sie Ihre Rollen aus? Könnten Sie jede Rolle spielen?

Ich kann nicht genau sagen, wie ich meine Rollen auswähle. Bei bestimmten Dingen habe ich einfach ein Gefühl oder einen Instinkt. Ich bin mir sicher, dass vieles davon unbewusst passiert – dass man sich für Dinge entscheidet, die man erforschen oder aus sich herausbekommen möchte. Nein, ich würde nicht sagen, dass ich jede Rolle spielen könnte. Zumindest nicht gut.

„Bucking Fastard“: Arbeiten mit der eigenen Schwester

Sie spielen in Werner Herzogs neuem Film Bucking Fastard. Was hat Sie an dem Projekt gereizt? Und gab es besondere Momente bei den gemeinsamen Szenen mit Ihrer Schwester?

Mit Werner zu arbeiten, war ein wahr gewordener Traum. Mit meiner Schwester zu arbeiten, war eine Heilung für mein inneres Kind, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie brauchte. Es war, als würde man nach vielen Jahren wieder mit seiner besten Spielgefährtin spielen. Wir hatten die beste Zeit unseres Lebens.

Engagement für andere

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Tierrechte. Alles, was mit Kindern zu tun hat. Besonders jetzt, da ich selbst Kinder habe.

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