„The Beauty“ auf Disney+: Lohnt sich die neue Ryan-Murphy-Serie?
Wir haben die ersten drei Folgen von The Beauty auf Disney+ gesehen. Das ist unser Urteil über die neue Ryan‑Murphy‑Serie.
Body Horror ist wieder im Trend. Der Kinohit The Substance hat es vorgemacht, jetzt zieht Ryan Murphy mit The Beauty nach. Gemeinsam mit Matthew Hodgson hat Murphy die gleichnamige Comicreihe von Jeremy Haun und Jason A. Hurley adaptiert. In der Vorlage breitet sich eine sexuell übertragbare Krankheit aus, die Menschen schöner macht bis sie sie tötet.
Preis der Perfektion
In The Beauty wird die glitzernde Welt der High Fashion plötzlich zum Tatort. Menschen aus den exklusiven Kreisen der Modewelt sterben unter rätselhaften Umständen: Models, Journalistinnen, Influencer. Die Spur führt durch die bekannten Hotspots: Paris, Venedig, Rom, New York. Die FBI‑Agenten Cooper Madsen (Evan Peters) und Jordan Bennett (Rebecca Hall) reisen quer über den Globus, um der Ursache auf den Grund zu gehen.
Bella Hadid im Ausnahmezustand
Die Serie eröffnet mit einer spektakulären Szene in Paris, in der Bella Hadid ein Model spielt, das während einer Modenschau die Kontrolle über ihren Körper verliert. Sie ist eine der Ersten, bei denen sich die Auswirkungen der mysteriösen Infektion zeigen. Was Cooper und Bennett schließlich entdecken, ist ein Virus, das Schönheit ansteckend macht. Eine rätselhafte Infektion, die Menschen in ihre vermeintlich perfekte Version verwandelt, allerdings nur für begrenzte Zeit.
Je tiefer die Ermittler in die funkelnde Welt von Glitz und Glamour eintauchen, desto klarer zeigt sich, dass hinter der perfekten Fassade Abgründe lauern. Bald wird deutlich, dass der Ausbruch weit über die Modewelt hinausreicht. Die Infektion breitet sich rasant aus und erreicht Menschen fernab des Laufstegs. Doch hinter der Epidemie verbirgt sich mehr als nur ein medizinisches Rätsel: Ein Unbekannter scheint gezielt nach Infizierten zu suchen und sie zu töten.
Ryan Murphy bleibt sich treu
Kritiker finden The Beauty überladen und unlogisch, doch Ryan‑Murphy‑Fans fühlen sich sofort zuhause. Nach AHS: Delicate und All’s Fair schlägt Murphy wieder denselben Ton an: visuell stark, erzählerisch schwach, aber mit unverkennbarem Camp. Die Serie schwankt zwischen Satire und Glamour, zwischen Guilty Pleasure und Hate Watch – und genau das macht sie so unterhaltsam.
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