„Berghain“: Rosalías neue Single – auf Deutsch, mit Björk und Yves Tumor

Mit ihrer neuen Single „Berghain“ schlägt Rosalía ein völlig neues Kapitel auf. Die Single kündigt ihr kommendes Album „LUX“ (VÖ: 7. November 2025) an und zeigt eine Künstlerin, die sich mutig von ihrem bekannten Sound löst.
Wer nach dem spielerischen Mix aus Trap und Reggaeton aus „Motomami“ wieder einen ähnlichen Sound erwartet, trifft auf etwas ganz anderes. Der Vibe scheint ernster, tiefer und deutlich dunkler zu sein – so lässt es jedenfalls die erste Single des neuen Albums erwarten.
Die musikalische Wende
„Berghain“ ist kein normaler Popsong. Die Musik ist dunkel, mit Chören, Orchester und viel Dramatik, das klingt mehr nach moderner Oper als nach Pop. Rosalía singt zum ersten Mal auf Deutsch. Für diesen radikalen Song arbeitet sie mit zwei Künstlern zusammen, die selbst für besondere Sounds stehen: Björk bringt ihre eigenen, mystischen Klangwelten ein, Yves Tumor seine experimentelle Energie. Das Ergebnis ist mutig, anders und voller Überraschungen – Pop bleibt bei Rosalía nie stehen.
Ein visuelles Manifest
Auch das Musikvideo zu „Berghain“ markiert eine radikale Neuausrichtung. Es wirkt weniger wie ein gewöhnlicher Clip, sondern vielmehr wie ein Kunstfilm, der Themen wie Schuld, Reinheit und Erlösung behandelt. Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die mit Schuldgefühlen kämpft. Bei Tagesanbruch kehrt sie in ein makellos weißes Haus zurück. Die Szenerie – Waschen von Kleidung, Ordnen des Bettes – strahlt Reinheit und Stille aus, wirkt aber zugleich beklemmend, fast wie eine göttliche Überwachung. Im Haus finden sich starke religiöse Symbole: Der „Christus Pantokrator“ und Da Vincis „Dame mit dem Hermelin“. Die Protagonistin versucht, ihrer Schuld zu entkommen, indem sie in kindliche Fantasien flieht, sich etwa als Schneewittchen imaginiert. Die märchenhafte Illusion wird jedoch durch einen Hirsch mit schwarzen Tränen gebrochen, der die Rückkehr der Dunkelheit ankündigt.
Keine Wohlfühlzone
Mit „Berghain“ verlässt Rosalía ihre Komfortzone und lässt bekannte Muster hinter sich. Sie legt Schutzschichten ab und zeigt neue Facetten – kompromisslos, unangepasst, immer spannend.
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