„The Shards“: Ist die neue Ryan-Murphy-Serie den Hype wert?

Geschrieben am 19. September 2026 von Online Redaktion
Credit: Disney+

Ryan Murphy ist zurück – und dieses Mal wird es retro. Mit „The Shards“ adaptiert der Serienmacher gemeinsam mit Autor Bret Easton Ellis dessen gleichnamigen Roman. Die Zutaten: Los Angeles in den frühen 80ern, eine Gruppe privilegierter Teenager, ein mysteriöser Serienkiller und jede Menge Glamour. Dazu kommen Kaia Gerber und Homer Gere im Cast. Doch ist „The Shards“ tatsächlich die neue Serie, über die gerade alle sprechen sollten?

Darum geht es in „The Shards“

Wir schreiben das Jahr 1981 in Los Angeles. Der junge Bret Easton Ellis gespielt von Igby Rigney, besucht die exklusive Buckley School und verbringt seine Tage zwischen Partys, Freundschaften und den typischen Dramen des Teenagerlebens. Doch als ein neuer Schüler namens Robert Mallory an die Schule kommt, verändert sich die Gruppendynamik. Gleichzeitig versetzt ein Serienkiller, der als „The Trawler“ bekannt ist, die Stadt in Angst und Schrecken. Bret beginnt zu vermuten, dass Mallory mehr mit den Morden zu tun haben könnte, als er vorgibt.

Was zunächst wie ein klassischer Thriller klingt, entwickelt sich schnell zu einem Mix aus Coming-of-Age und Mystery, aber gleichzeitig auch Erotik und Horror. Dabei spielt die Serie bewusst mit der Frage, was tatsächlich passiert und was vielleicht nur der Perspektive ihres Erzählers entspringt.

Kaia Gerber trifft Homer Gere

Einer der größten Gründe für die Aufmerksamkeit rund um „The Shards“ ist zweifelsohne der Cast. Kaia Gerber übernimmt die Rolle von Susan Reynolds, der charismatischen Präsidentin der Schülerschaft. An ihrer Seite spielt Homer Gere Robert Mallory. Damit treffen ausgerechnet die Kinder zweier ehemaliger Hollywood-Stars aufeinander: Gerber ist die Tochter von Cindy Crawford, Gere der Sohn von Richard Gere.

Damit sorgt der Cast schon vor der ersten Folge für Gesprächsstoff. Gleichzeitig funktioniert die Serie nicht ausschließlich über prominente Namen. Besonders Homer Gere fällt als mysteriöser Neuzugang auf, während Gerber ihrer Figur eine lässige, fast unnahbare Präsenz verleiht.

Ryan Murphy kann Horror

Wer Ryan Murphy kennt, weiß, dass eine scheinbar perfekte Welt bei ihm selten lange perfekt bleibt. Der Produzent und Drehbuchautor steckt hinter „American Horror Story“, „Glee“, „American Crime Story“ und „Feud“ und ist bekannt dafür, Glamour und Abgründe miteinander zu verbinden.

„The Shards“ passt deshalb erstaunlich gut in sein bisheriges Universum. Die luxuriöse Welt der 80er-Jahre trifft auf Gewalt, Obsession und Paranoia. Gleichzeitig stammt die Geschichte aus der Feder von Bret Easton Ellis, der mit Romanen wie „American Psycho“ und „Less Than Zero“ für seine schonungslose Darstellung von privilegierten Milieus und moralischen Abgründen bekannt wurde.

Lohnt sich die Serie?

Ganz so eindeutig ist die Antwort nicht. „The Shards“ sieht gut aus, hat einen interessanten Cast und verbindet 80s-Nostalgie mit einem düsteren Mystery-Plot. Gerade die Chemie zwischen Kaia Gerber und Homer Gere sorgt für Aufmerksamkeit, während die Frage nach der Identität des „Trawler“ die Handlung zusammenhält.

Allerdings gehen die Meinungen über die Umsetzung auseinander. Während die Atmosphäre, die Schauspieler und der 80er-Jahre-Stil gelobt werden, kritisieren einige Stimmen, dass die Serienadaption stärker auf Glamour und Drama setzt als auf die psychologische Tiefe von Ellis‘ Roman.

Wer also eine klassische Krimiserie erwartet, könnte sich an „The Shards“ stören. Wer dagegen Lust auf eine stilisierte, düstere Coming-of-Age-Geschichte mit viel 80s-Ästhetik hat, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Unser Fazit: Der Hype ist nicht ganz unbegründet. „The Shards“ ist vielleicht nicht die nächste „American Horror Story“, aber genau die Mischung aus Ryan Murphys Hang zum Exzess, Bret Easton Ellis‘ düsterer Welt und einem jungen Cast rund um Kaia Gerber und Homer Gere macht die Serie sehenswert. Wer wissen will, wie weit man einem Erzähler wirklich vertrauen kann, sollte sich die neun Folgen definitiv ansehen.

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