
Ein weicher Griff allein garantiert noch lange keinen echten Luxus. So zeigt sich die wahre Cashmere-Qualität bei Faser, Verarbeitung sowie der richtigen Pflege.
Die Investition in hochwertigen Strick verlangt nach geschultem Kennerblick und dem Wissen um feine Unterschiede. Worauf es bei der Auswahl zeitloser Lieblingsstücke wirklich ankommt, verrät dieser Guide.
Der erste Griff
Cashmere fühlt sich keinesfalls automatisch luxuriös an, nur weil das Etikett ein solches Versprechen gibt. Zwei scheinbar identische Modelle können sich schließlich völlig unterschiedlich tragen. Sehr günstiger Strick fühlt sich zunächst oft außergewöhnlich glatt an, weil die Oberfläche chemisch behandelt wurde. Entscheidend ist jedoch, wie dicht das Material gestrickt ist. Auch das Gewicht gibt einen wichtigen Hinweis. Ein dichter Pullover bietet spürbare Substanz, während extrem dünne Modelle meist nur durch künstliche Weichheit überzeugen wollen.
Die Faser entscheidet
Erstklassige Cashmere-Qualität beginnt bei der feinen Unterwolle der Kaschmirziege. Hierbei spielen vor allem die Feinheit und die Länge der einzelnen Fasern die entscheidende Rolle. Kürzere Fasern neigen nämlich dazu, sich leicht aus dem Garn zu lösen. Sie bilden folglich an der Oberfläche die gefürchteten kleinen Knötchen. Leichtes Pilling ist jedoch nicht zwangsläufig ein Zeichen für mangelhaftes Material. Es entsteht auch bei hochwertigen Stücken durch Reibung. Entscheidend bleibt die Intensität.
Blick auf die Verarbeitung
Ein exzellenter Pullover zeigt seinen Standard nicht nur im Material. Nähte sollten absolut sauber gearbeitet sein, während die Bündchen dauerhaft ihre Form behalten müssen. Bei feinem Strick lohnt sich zudem der direkte Blick gegen das Licht. Je transparenter und lockerer das Gewebe wirkt, desto weniger Substanz steckt dahinter.
So bleibt Cashmere schön
Die richtige Pflege sichert die edle Optik über Jahre hinweg. Schonendes Waschen, ein flaches Trocknen sowie das gefaltete Aufbewahren verhindern ein Verziehen des Materials. Knötchen lassen sich mit einem speziellen Kamm vorsichtig entfernen. Zudem sollte das Kleidungsstück zwischen den Tragetagen immer etwas ruhen.
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