Das Kleine Schwarze ist DER Modeklassiker - séduction Magazin
FASHION

Das Kleine Schwarze: Warum es DER Modeklassiker schlechthin ist

Von Nils Doose 19/01/2023
Credit: imaxtree
E

Es verbindet Eleganz und Einfachheit: Das Kleine Schwarze ist das modische Allroundtalent, das in die Garderobe einer jeden Frau gehört. Wie sich das Kleid zum wohl größten Modeklassiker überhaupt entwickelt hat und warum es bis heute nicht an Relevanz verloren hat, verraten wir hier.

WAS IST DAS KLEINE SCHWARZE?

Die ersten Entwürfe des schmal geschnittenen, schwarzen Etuikleids, das später als „Kleines Schwarzes“ bekannt werden sollte, stammen von Coco Chanel. Im Jahr 1926 wurde eines davon in der US-amerikanischen Vogue abgebildet. Das Magazin prognostizierte treffend: „Dieses schlichte Kleid wird eine Art von Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden“. Was heute ziemlich banal erscheinen mag, war damals ein Bruch mit geltenden Konventionen. Immerhin wurden schwarze Kleider bislang vor allem in Zeiten der Trauer getragen.

Je mehr Zeit verging, desto beliebter wurde das Kleine Schwarze. So kam es, dass das Kleid auch in zahlreichen Filmen zu sehen war. Zu seinen prominentesten Trägerinnen zählen unter anderem Marilyn Monore in „Blondinen bevorzugt“ (1953), Jeanne Moreau in „Die Liebenden“ (1958) sowie Billy Wilder in „Manche mögen’s heiß“ (1959). Sein größter Auftritt folgte jedoch noch …

AUDREY HEPBURN HAT DAS KLEID UNSTERBLICH GEMACHT

Mit Audrey Hepburn in ihrer Rolle als Holly Golightly im Film „Frühstück bei Tiffany“ (1961) ist das Kleine Schwarze unsterblich geworden. Ihr Kleid, ein Entwurf von Hubert de Givenchy, gilt bis heute als Sinnbild eines raffinierten Chics, der sich durch Eleganz und Simplizität auszeichnet. Welche geradezu magische Wirkung das Kleine Schwarze hat, wird in einer Szene des Films besonders deutlich: Die verschlafene Holly streift ihren Pyjama ab und schlüpft in das little black dress (LBD). Allein das Kleid verändert ihre komplette Erscheinung. (Auch interessant: On Screen – die schönsten Beauty-Looks aus Film und TV)

Aufgrund seiner enormen Wandlungsfähigkeit hat das Kleine Schwarze über all die Jahre nicht an Relevanz verloren. Im Gegenteil: Nach seinem großen Auftritt in „Frühstück bei Tiffany“ folgten noch viele weitere Meilensteine – allen voran das ikonische Cover der ersten DVD-Box von „Sex and the City“ und natürlich der Kurzfilm „The Little Black Dress“ aus dem Jahr 2005.

DAS KLEINE SCHWARZE: SO TRÄGT MAN ES 2023

Das Hauptaugenmerk liegt zunächst einmal auf dem Material des Kleinen Schwarzen. Während sich Stoffe wie Baumwolle oder Leinen vor allem für den Alltag eignen, sollten Sie für besondere Anlässe auf Seide setzen – aber auch Leder, Pailletten, Samt oder Satin sind möglich. Was die Länge betrifft, besteht 2023 etwas mehr Spielraum: Das Kleine Schwarze muss nicht zwingend oberhalb der Knie enden, sondern funktioniert auch in einer Mini- oder Midi-Version.

Nachdem Sie sich für ein Modell entschieden haben, bestimmen die Accessoires, in welche Richtung sich der Look entwickelt. Perlen und High-Heels à la Audrey Hepburn machen das Outfit noch eleganter. Wer eher einen lässigen Look anstrebt, kann dazu Boots, eine Lederjacke oder einen Oversized-Blazer kombinieren.

Bis heute gilt das Kleine Schwarze als Modeklassiker, der für viele Frauen zu einem verlässlichen Begleiter geworden ist. Völlig zurecht, da das Kleid bei fast jedem Anlass tragbar und eine hervorragende Grundlage für vielfältige Looks ist.

Werbung