
Von AMIRIs lässiger Opulenz und Rick Owens’ dunklem Materialmix über Jonathan Andersons Debüt bei Dior bis hin zu Jacquemus’ klarer Linienführung und Hermès’ urbaner Sommerleichtigkeit – das waren die Highlights der Paris Fashion Week SS26.
Die Paris Fashion Week SS26 bot eine Vielzahl klarer Trends und neuer Impulse für die kommende Saison. Auffällig war der Fokus auf Materialinnovationen, markante Silhouetten und die bewusste Verbindung von Funktion und Ästhetik. Viele Designer setzten auf Kollektionen, die sowohl Alltagstauglichkeit als auch individuelle Statements ermöglichen – ob durch entspannte Loungewear, präzise Schneiderkunst oder politische Subtexte.
AMIRI SS26: Lässige Opulenz


AMIRIs Frühjahr/Sommer 2026 Kollektion entführt uns ins fiktive „Chateau AMIRI“, einen Ort, der das entspannte Gefühl eines Morgens nach einer besonderen Nacht einfängt. Hier trifft lässige Loungewear wie monogrammierte Bademäntel und Pantoffeln auf elegante Maßschneiderei in sanften Pastellfarben, inspiriert vom warmen Licht eines L.A.-Morgens. Künstlerisch geprägt wird die Kollektion durch Wes Langs Vogelmotive, die als Stickereien und Jacquard-Muster zwischen botanischen Designs und urbanem Flair spielen. Die Damenlinie zeigt fließende Silhouetten und luxuriöse Accessoires wie die neue „Honey“-Tasche – ein echtes Statement für zeitlose Eleganz. AMIRI macht mit dieser Kollektion klar: Mode kann easy und glamourös zugleich sein und lädt dazu ein, sich selbst auszudrücken und verschiedene Styles harmonisch zu mixen.
Rick Owens SS26: Dark Vibes


Rick Owens bringt mit seiner SS26-Kollektion eine starke, eigenständige Vision auf den Laufsteg: Die Looks sind dark, edgy und trotzdem super tragbar. Typisch Owens sind die auffälligen Harness-Träger, weite Hosen und Jacken mit langen Fransen – alles kombiniert mit den legendären „Kiss“-Stiefeln, die sofort ins Auge fallen. Besonders spannend ist der Mix aus roughen Denim- und Lederteilen und neu interpretierten Strickdesigns, die zeigen, wie kreativ Owens mit Materialien umgeht. Zwei besondere Collabs prägen die Linie: Die Hommage an die Punkband Suicide bringt extra Attitude in die Outfits, während die Zusammenarbeit mit Terry-Ann Fricken für einzigartige Strickstücke sorgt. Das Setting der Show war ein echtes Highlight: Die Models liefen durch Wasserbecken, was den apokalyptischen Vibe der Kollektion noch verstärkte und die Outfits in Szene setzte.
Dior SS26: Andersons Debüt
Jonathan Anderson feiert mit seinem Debüt bei Dior SS26 einen echten Neustart für die Marke. Im Mittelpunkt stehen klassische Frack- und Reitjacken, die er ganz neu interpretiert und mit entspannten Strickpullovern und coolen Jeans kombiniert,ein spannender Mix aus Tradition und modernem Vibe. Besonders auffällig: die extraweiten Cargo-Shorts mit Pannier-Volumen, die an Couture erinnern und jedem Look einen besonderen Twist geben. Die Bar-Jackets aus schimmerndem Tweed bringen einen Hauch Luxus, während Accessoires wie Sonnenblumen-Anhänger und Marienkäfer-Ringe für spielerische Details sorgen. Krawatten werden locker oder sogar rückwärts getragen, dazu gibt’s sportliche High-Top-Sneaker – ein echtes Style-Update. Anderson zeigt mit seinem Debüt, wie man klassische Herrenmode mit einem freshen, easy Spirit neu denken kann. Definitely Dior, aber mit einer ganz eigenen Handschrift.
AMI Paris SS26: Moderner City-Style


AMI Paris zeigt mit der Herrenkollektion SS26, wie moderner Stil in der Stadt aussehen kann. Statt auffälliger Effekte setzt die Marke auf klare Schnitte, hochwertige Stoffe und eine Mischung aus lässiger Streetwear und klassischer Pariser Schneiderkunst. Die Kleidung ist bequem und gleichzeitig elegant, von entspannten Overshirts bis zu gut geschnittenen Hosen. AMI bleibt seiner Idee treu, Mode für alle zugänglich zu machen, ohne dabei auf Qualität oder Design zu verzichten.
Saint Laurent SS26: Bright Colors, Bold Moves


Anthony Vaccarello bringt mit Saint Laurent SS26 richtig Summer-Vibes auf den Laufsteg. Statt dunkler Looks gibt’s dieses Mal frische Farben wie Ocker, Mint, Blau und Bordeaux – das macht sofort Lust auf Sonne und Leichtigkeit. Die Hemden sind echte Eyecatcher: Mit extra langen Schultern und aus fließenden Stoffen wie Seide oder technischem Nylon wirken sie super modern und easy. Dazu kommen schmale Hosen und kurze Shorts, die einen sportlichen Touch reinbringen, aber trotzdem classy bleiben. Accessoires wie oversized Sonnenbrillen und locker gesteckte Krawatten geben dem Ganzen einen coolen, entspannten Twist. Das Setting in der Bourse de Commerce mit moderner Soundinstallation passt perfekt zum neuen, offenen Spirit der Kollektion.
Louis Vuitton SS26: Pharrells Global Game


Pharrell Williams verwandelte die Präsentation der Louis Vuitton SS26 Menswear-Kollektion hinter dem Centre Pompidou in ein echtes Style-Abenteuer. Statt klassischer Laufsteg-Inszenierung gab es ein farbenfrohes Spielfeld als Bühne, das perfekt zu den lebendigen Looks passte: Luftige Anzüge in Gewürztönen wie Kurkuma und Terrakotta, bestickte Baumwolle, metallisch schimmernde Hosen und Outdoor-Elemente wie Hiking Boots und Parkas mit Juwelen-Details. Besonders auffällig waren die neuen Versionen der legendären Darjeeling-Koffer – mal als Mini-Bags, mal mit wilden Tierprints, die ein Augenzwinkern an Film und Popkultur senden. Die Show wurde begleitet von einem energiegeladenen Mix aus Gospel, Trap und indischen Sounds, was Pharrells Vision von Mode als globalem, kreativen Spiel unterstrich.
Dries Van Noten SS26: Klassisch trifft Casual


Julian Klausners erste Kollektion für Dries Van Noten bringt frischen Wind in die Herrenmode. Er kombiniert klassische, schicke Teile wie Smokings und elegante Mäntel mit sportlichen Elementen, zum Beispiel Biker-Shorts oder lockeren Thermo-Oberteilen. Viele Looks wirken, als kämen sie direkt aus einer langen, aufregenden Nacht: Krawatten sind locker gebunden, Ärmel hochgekrempelt und alles sieht relaxed und trotzdem stylish aus. Besonders spannend sind die Materialien und Muster. Weicher Samt trifft auf modernen Tech-Jersey, dazu kommen bunte, psychedelische Blumenprints, die sofort ins Auge springen. Kleine Details machen die Kollektion noch interessanter: Manche Jacken haben verdeckte Knöpfe, andere zeigen trompe-l’œil-Westen, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Klausner spielt gekonnt mit Gegensätzen und zeigt, wie klassische Mode und fresh ideas perfekt zusammenpassen.
Chavarria SS26 verbindet Protest und Pastell


Willy Chavarria setzte bei seiner SS26-Show in Paris nach einem eindrucksvollen, politischen Opening den Fokus schnell auf die Fashion selbst: Die Kollektion überzeugte mit großzügigen, fast skulpturalen Silhouetten – von oversized Hemden und weiten Hosen bis zu fließenden Mänteln in soften Pastellfarben wie Mint, Flieder und Lemon. Besonders auffällig: Die neuen Womenswear-Looks, die erstmals in Paris gezeigt wurden, spiegelten Chavarrias Mix aus urbaner Coolness und softer Eleganz wider. Die Schnitte spielten mit Proportionen, etwa durch breite Schultern und schmale Taillen, während das Layering und Details wie plakative Prints oder dezente Stickereien für individuelle Statements sorgten. Die Materialien reichten von softer Baumwolle bis zu tech Fabrics, die Komfort und Style verbinden. Im Hintergrund blieb das Thema ICE-Razzien präsent, das Chavarria als Reality-Check in die Show einfließen ließ.
Jacquemus SS26 feiert Rural Roots & Modern Couture
Mit „Le Paysan“ präsentiert Simon Porte Jacquemus eine Kollektion, die auf klare Linien und reduzierte Formen setzt und damit bewusst auf überladene Nostalgie verzichtet. Bäuerliche Funktionalität verschmilzt hier mit subtiler Eleganz: Voluminöse Jupons und nach außen gewendete Tüll-Schürzen wirken wie moderne Arbeitskleidung, während minimalistische Leinen-Looks in Bonbonfarben und feine Lederdetails für eine frische Leichtigkeit sorgen. Accessoires wie die Lauch-Bag oder Knoblauchketten sind originelle Statements für Individualität, die spielerisch Tradition und Zeitgeist verbinden. Handwerkliche Highlights wie die Tüllrobe aus 700 Metern Kordel unterstreichen die Authentizität der Kollektion. So feiert Jacquemus mit „Le Paysan“ die Schönheit des Einfachen und setzt ein klares Zeichen für selbstbewusste Mode mit Haltung.
Hermès SS26: Urbaner Sommer


Hermès überrascht zur SS26 mit einer Kollektion, die urbane Sommerleichtigkeit ganz neu denkt: Statt lauter Trends setzt Véronique Nichanian auf subtile Innovation und ein Spiel mit Texturen, das Understatement und Komfort vereint. Im Mittelpunkt steht die Idee, klassische Materialien wie Leder für heiße Tage neu zu interpretieren – etwa mit einem elfenbeinfarbenen Hemd, das durch Lochstich-Details angenehm luftig bleibt und trotzdem die typische Hermès-Eleganz ausstrahlt. Die Farbpalette bleibt bewusst erdig und monochrom, Braun- und Grüntöne spiegeln das Stadtleben zwischen Natur und Architektur. Die Schnitte wechseln zwischen klarer, fast architektonischer Präzision und entspannter Weite, was jedem Look eine moderne, selbstverständliche Lässigkeit verleiht. Fransen-Schals und feine Details setzen dezente Akzente, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
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