Iris van Herpen Haute Couture Herbst/Winter 2026: The Future of Fashion - séduction Magazin Germany
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Iris van Herpen Haute Couture Herbst/Winter 2026: The Future of Fashion

Von Online Redaktion 07/07/2026
Look aus der Iris Van Herpen Haute Couture Kollektion Fall/Winter 2026 in Paris.
Credit: Spotlight Launchmetrics
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Im Rahmen der Paris Haute Couture Week Herbst/Winter 2026 präsentierte Iris van Herpen ihre neue Kollektion „Sonic Starquakes“. Fast direkt nach der Show gingen die Key-Looks auf Social Media viral, weil die niederländische Designerin etwas tat, das bisher kaum ein anderes Couture-Haus gewagt hat: Sie machte Plasma, elektrische Entladung und Astrophysik zum Ausgangspunkt ihrer Mode.

Gezeigt wurde die Iris van Herpen Haute Couture Herbst/Winter 2026 im Élysée Montmartre in Paris. Trockeneis legte sich wie ein dichter Teppich über den Catwalk, während kühles Licht den Saal in eine fast futuristische Stimmung versetzte. Ein Setting, das perfekt zur Message der Show passte: echte Naturphänomene und wissenschaftliche Abläufe direkt in tragbare Mode zu verwandeln.

Iris van Herpens Couture steht unter Strom

Für die Kollektion entwickelte Van Herpen die bekannten Codes ihres Labels weiter. Dazu gehörten neue Varianten ihrer Bubble Dresses, die an jenes Design erinnerten, das Eileen Gu kürzlich auf der Met Gala trug. Auch plissierte, fast schwebende Strukturen und geschwungene Formen, die an Korallen oder Wellen erinnerten, kehrten wieder. Wichtig waren außerdem verzweigte Linien, wie man sie auch in Blitzen, Wurzelsystemen, Flussdeltas, Adern und neuronalen Netzwerken beobachten kann. In der Physik werden solche durch elektrische Entladung entstandenen Muster Lichtenberg-Figuren genannt. Van Herpen setzte diese Strukturen nicht nur als Motiv ein, sondern ließ sie teilweise direkt im Material entstehen. Ein Beispiel dafür war eines der Bubble Dresses: In gebogene Glasröhren integrierte sie Plasma, das auf das elektromagnetische Feld des Körpers reagierte. Rund 30.000 handgeblasene Glaskugeln wurden in diesen Entwürfen verarbeitet.

Model trägt ein transparentes Bubble Dress aus Tausenden handgeblasenen Glaskugeln mit geschwungenen Glasröhren und leuchtendem Plasma aus der Iris van Herpen Haute Couture Herbst/Winter 2026 Kollektion bei der Paris Haute Couture Week.
Credit: Spotlight Launchmetrics

Kleid aus dem Teilchenbeschleuniger

Bei einem transparenten Minikleid aus Acrylkunststoff (PMMA) ging Van Herpen in ihrem Ansatz, Wissenschaft und Mode miteinander zu verbinden, noch einen Schritt weiter. Dafür wurde das Kleid in einem Teilchenbeschleuniger elektrisch geladen und bei minus 100 Grad Celsius transportiert. Eigentlich sollte sich die gespeicherte Energie erst während der Präsentation entladen. Stattdessen bildeten sich die Lichtenberg-Figuren bereits Tage vor der Show im Material. Durch das transparente PMMA und die feinen Verästelungen, die das Bühnenlicht einfingen, schien das Kleid auf dem Laufsteg von innen zu leuchten.

Model trägt ein transparentes Minikleid aus Acrylkunststoff (PMMA) mit leuchtenden Lichtenberg-Figuren und schwarzem Schleier aus der Iris van Herpen Haute Couture Herbst/Winter 2026 Kollektion bei der Paris Haute Couture Week.
Credit: Spotlight Launchmetrics

Iris van Herpen mit dieser Haute Couture Kollektion nicht nur, wie weit sich Mode technisch denken lässt. Sie zeigte auch, dass Zukunft nicht kalt, steril oder dystopisch aussehen muss. Wenn das die Future of Fashion ist, dann ist es eine Zukunft, in der wir gerne leben würden.

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