
Von theatralischen Peplums bis zu eleganten, klaren Layerings – die britische Modewoche zeigte, wie Gegensätze die kommende Wintersaison prägen. Das waren die Highlights der London Fashion Week.
Harris Reed FW26
Harris Reed schuf für die London Fashion Week FW26 eine Kollektion, die Mode in theatralische Dimensionen hebt. Der Maximalismus seiner Entwürfe bewegt sich bewusst an der Grenze zum Kostümdesign. Übertriebene Schultern und neu interpretierte Korsetts standen im Zentrum seiner Kollektion, die er bei der London Fashion Week präsentierte. Besonders auffällig war ein scharf geschnittenes Korsett-Jackett mit stark betontem Peplum an den Hüften, das am Rücken eng geschnürt war und so eine klar definierte Taille formte. Dazu kombinierte Reed einen kräftigen, magentafarbenen Minirock, der dem Ensemble Farbe und einen modernen Twist verlieh. Den Abschluss bildeten genderfluide Bridal-Looks: Figurbetonte Mermaid-Kleider aus Duchesse Satin, Spitzenoberteile zu flowy Hosen und farblich akzentuierte Schleier zeigen, wie Harris Reed klassische Hochzeitscodes aufgreift und in sein Universum integriert.
Temperley London FW26
Für FW26 zeigte Temperley London eine Kollektion, die klassischen Hollywood-Glamour aufgreift. Alice Temperley ließ sich von Ikonen wie Greta Garbo, Marlene Dietrich und Ginger Rogers inspirieren. Die Palette reicht von tiefen Saphir- und Pfauenblau-Tönen bis hin zu goldenen und platinfarbenen Akzenten. Besonders auffällig sind Statement-Outerwear wie ein maßgefertigter Kunstpelzmantel, ein Leopardenprint-Trenchcoat und bestickte Lederjacken, die an die Boho-Wurzeln der Marke erinnern.
Erdem FW26
Zum 20-jährigen Jubiläum seines Labels Erdem zeigte Erdem Moralioğlu auf der London Fashion Week für FW26 eine Kollektion, die Archivstoffe neu denkt. Er setzte auf Fabric-Patchworking, Tinsel-Fransen, Schulter-Schleifen und dichte Kristallverzierungen und dekonstruierte Materialien vergangener Saisons, um sie in frische Silhouetten zu überführen. Kurze Bra-Tops wurden mit Boyfriend Jeans gestylt, wodurch feminine Details in spannenden Kontrast zu lässigen Proportionen traten. Die Kollektion ist reich an Selbstreferenzen und versteht sich als Dekonstruktion und Rekonstruktion der eigenen Geschichte. Moralioğlu sprach von „imaginären Gesprächen“ zwischen seinen früheren Musen als Ausgangspunkt. Besonders eindrucksvoll ist, wie er mit Mustern und Texturen spielt! Nicht jeder Look sitzt perfekt, aber wenn es gelingt, sind die Ergebnisse unverwechselbar.
Richard Quinn FW26
Für FW26 setzte Richard Quinn auf die Renaissance der Hourglass-Body-Shape. Eng geschnittene Korsetts, peplumartige Hüftdetails und strukturierte Bodices formten die Silhouetten, während Kristall-Broschen an Hals, Hüfte und Schleifen wiederholt für Akzente sorgten. Federn tauchten an Ärmeln, Säumen und Manschetten auf und wurden so zu einem durchgängigen Trend der Kollektion. Ein Illusionskleid mit hohem Ausschnitt, bei dem Blattstickereien in federbesetzte Abschlüsse übergingen, zeigte, wie Quinn klassische Formen mit aktuellen Accessoires-Trends kombiniert.
Burberry FW26
Gestern Abend schloss Burberry die London Fashion Week FW26 mit einer Show, die Londons Winterleben bei Nacht aufgreift. Die Kollektion setzte Trenchcoats mit Rüschenkragen oder glitzernden Fransen in Szene und kombinierte sie mit Shearling Coats, Leder- und Nylon-Bombern sowie präzise geschnittenen Wollmänteln. Layering spielte eine zentrale Rolle: Satin-Midi-Kleider unter Trenchcoats, puffy Anoraks über Seidenhosen und Hoodies unter Anzügen werden die kommende Wintersaison bestimmen.
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