Met Gala 2026: Die beeindruckendsten Looks des Abends - séduction Magazin Germany
FASHION

Met Gala 2026: Die beeindruckendsten Looks des Abends

Von Online Redaktion 05/05/2026
Credit: John Shearer/WireImage
J

Jedes Jahr verwandelt die Met Gala die Stufen des Metropolitan Museum of Art in New York in eine Bühne von Mode. Dabei hätte das diesjährige Thema kaum treffender sein können: „Fashion is Art“. Eine Einladung, Mode nicht nur zu tragen, sondern als Ausdruck, als Konzept und als visuelles Statement zu inszenieren.

Sabrina Carpenter in Dior

Credit: Mike Coppola/Getty Images

Sängerin Sabrina Carpenter übersetzte Kino direkt in Couture – in einem maßgeschneiderten Look von Dior und funkelndem Diamantschmuck von Cartier. Ihr Kleid integrierte echte Filmstreifen mit Szenen aus dem Film Sabrina, die als transparente Elemente in die Konstruktion eingearbeitet wurden. Die schmale, hochgeschlossene Silhouette mit hohem Beinschlitz und fließender Tüllschleppe verband klassische Eleganz mit einem konzeptuellen Ansatz.

Hunter Schafer in Prada

Schauspielerin Hunter Schafer griff in einem Look von Prada direkt auf Kunstgeschichte zurück. Inspiriert vom Werk Mäda Primavesi des Künstlers Gustav Klimt, übersetzte ihr Outfit die visuelle Sprache der Malerei in Textil. Leichte, transparente Stoffe wurden mit floralen Applikationen, ornamentalen Strukturen und bewusst gesetzten Cut-outs kombiniert, die wie aufgebrochene Farbflächen wirkten. Die zarte, ätherische Farbwelt – dominiert von weichen Blautönen – zog sich bis ins Beauty-Styling und ließ Körper und Kleid miteinander verschmelzen.

Hudson Williams in Balenciaga

Credit: Mike Coppola/Getty Images

Heated Rivalry-Star Hudson Williams zeigte, wie sich klassische Schneiderkunst in einen zeitgenössischen Kontext übersetzen lässt. In einem hellblauen Look mit schwarzen Akzenten von Balenciaga und edlem Schmuck von Bvlgari traf präzises Tailoring auf eine bewusst fragile, fast schwebende Wirkung. Der Anzug wirkte klar konstruiert, wurde jedoch durch ein expressives Make-Up gebrochen, das sich am Motiv des Black Swan orientierte.

Emma Chamberlain in Mugler

Emma Chamberlain verwandelte sich in Mugler wortwörtlich in eine Leinwand: Ihr Kleid wurde von der Künstlerin Anna Deller-Yee über rund 40 Stunden hinweg von Hand bemalt. Die Basis bildete eine Nude-Illusion, die den Körper wie eine zweite Haut umschloss. Darüber legten sich expressive Pinselstriche in Gelb, Blau, Grün und tiefen, erdigen Tönen. Inspiriert von Künstlern wie Vincent van Gogh und Edvard Munch sowie von der künstlerischen Arbeit ihres Vaters, wurde das Kleid zu einer persönlichen Arbeit über Erinnerung und Herkunft. Verlängerte, zerfließende Ärmel und eine dramatische Schleppe verstärkten den Eindruck eines sich ständig verändernden Bildes.

Madonna in Yves Saint Laurent

Credit: Mike Coppola/Getty Images

Ikone Madonna überzeugte in einem Look von Yves Saint Laurent und erschien in einer dunklen, fließenden Robe mit schweren Drapierungen, die an religiöse Ikonografie und an das Kunstwerk der surrealistischen Künstlerin Leonora Carrington erinnerten. Bereits die Vorbereitung, bei der sieben Helferinnen beteiligt waren, unterstrich den Charakter ihres Auftritts. Die Silhouette wirkte streng, fast architektonisch, während Schmuckelemente von Codognato die sakrale Wirkung verstärkten.

SZA in Emily Bode

Sängerin SZA erschien in einem maßgefertigten Look von Emily Bode, der Mode als lebendiges Archiv verstand. Ihr Kleid bestand aus Vintage-Textilien, sourced aus Secondhand-Archiven – ein bewusster Umgang mit bereits existierenden Materialien. Die korsettierte Silhouette traf auf einen gestuften, reich bestickten Rock, in dem sich Edwardianische Perlenblumen, Cowrie-Muscheln und Fragmente globaler Stofftraditionen vereinten. Ergänzt wurde der Look durch ein transparentes, fast flügelartiges Cape sowie einen opulenten floralen Kopfschmuck, der eine Verbindung zu Natur, Mythologie und einer Idee von „divine femininity“ herstellte.

Anok Yai in Balenciaga

Credit: John Shearer/WireImage

Model Anok Yai nutzte einen Look, inspiriert von der Figur der Black Madonna von Balenciaga als Bühne für ein starkes emotionales Narrativ. Das schwarze, körpernahe Kleid blieb bewusst zurückhaltend und fungierte als visuelle Grundlage für das zentrale Element: das Make-Up. Präzise platzierte, künstliche goldene Tränen verwandelten ihr Gesicht in ein performatives Bild zwischen Schmerz, Stärke und Würde.

Auch interessant: