
New York steht aktuell ganz im Zeichen der Mode: Noch bis zum 16. September präsentieren Designer ihre Kreationen für Frühjahr/Sommer 2027 und geben damit erste Impulse für die kommende Saison. Zwischen amerikanischen Klassikern, neu interpretiertem Minimalismus und ausdrucksstarken Farben konnten bereits einige Kollektionen überzeugen.
Calvin Klein: Minimalismus mit 90s-Referenz


Bei Calvin Klein setzt Creative Director Veronica Leoni auf eine reduzierte Ästhetik, die die amerikanische DNA des Hauses neu interpretiert. Schmale Hosen, Pencil Skirts, Slip Dresses und präzise geschnittene Tailoring-Looks rücken die Silhouette in den Mittelpunkt. Auch die Ästhetik von Carolyn Bessette-Kennedy klingt dabei deutlich an. Ihre für die 90er charakteristische Kombination aus schlichten Hemden und reduzierten Kleidern erlebt durch die Serie „Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette“ ohnehin ein neues Revival – und passt damit perfekt zur aktuellen Calvin-Klein-Interpretation.

Transparente Layer und einzelne Farbakzente in Zitronengelb, Rot und schimmerndem Blau bringen außerdem Spannung in die sonst zurückhaltende Kollektion. Gezeigt wurde die Show in New Yorks Terminal Warehouse, wo die schlichten Looks auf die geometrischen Arbeiten des Künstlers Walter De Maria trafen.
Conner Ives: Farbe trifft New York
Für Conner Ives war die Show ein besonderer Moment: Der in New York geborene und mittlerweile in London ansässige Designer feierte sein Debüt bei der New York Fashion Week. Seine Frühjahrskollektion fällt deutlich expressiver aus. Mini- und Midikleider, leichte Roben in Pastelltönen treffen auf verkürzte, pelzbesetzte Outerwear. Zudem bekommt Denim eine kunstvolle Note – mit viktorianisch inspirierten Crochet-Details und Perlenverzierungen.


Vor allem der Abschluss war eindrucksvoll: Ein mintgrünes, federleicht wirkendes Kleid mit langer Schleppe erinnerte an historische Couture und erhielt den passenden Namen „Lady Liberty“. Ives verbindet damit seine Rückkehr nach New York mit einer ausgesprochen persönlichen und theatralischen Handschrift.

Tommy Hilfiger: Prep bekommt ein modernes Revival

Tommy Hilfiger kehrte mit seiner Kollektion an einen ikonischen Ort zurück: ins Plaza Hotel, in dem er einst selbst lebte. Für „Plaza Prep“ griff der Designer tief in seine Archive und übersetzte klassische American-Prep-Codes in eine zeitgemäße Silhouette. Rugby-Shirts, Oxford-Hemden, Polos, Blazer und Ivy-Jacken treffen auf Micro-Shorts, weit geschnittene Hosen und sportliche Elemente.

Farblich bleibt Hilfiger seiner Handschrift treu: Rot, Weiß und Navy werden durch kräftiges Gelb und Grün ergänzt. Dazu kommen Loafer, Bootsschuhe und 90s-inspirierte Sneaker.
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