Am dritten Tag der Pariser Haute Couture Week präsentierte Robert Wun seine Kollektion „Becoming“ im Théâtre du Châtelet.
Der Auftakt war ein starker visueller Kontrast. Ein Model mit blutverschmiertem Mund trug ein voluminöses weißes Kleid, das an eine zusammengeknüllte Bettdecke erinnerte. Rote Pailletten-Handabdrücke auf dem Stoff wirkten wie Spuren einer durchwachten Nacht, ein eindrucksvolles „visual storytelling“.
Sculptural Statements & Surreale Details
Im weiteren Verlauf zeigte Wun skulpturale Silhouetten: Ein weißer Mantel mit Sequin-Splashes, Kleider mit gelösten Korsagen und ein violettes Abendkleid, bei dem künstliche Arme einen Schleier wie von Geisterhand hielten. Diese surrealen Elemente sind Teil eines konsequenten Konzepts.
Finale: Die Braut als Symbolträgerin
Das Finale bildete eine Braut in sandfarbenem Taffeta mit tailliertem Bustier und monumentaler Schleppe. Auf ihrem Kopf balancierte eine Miniaturfigur den Schleier, ein typisches Detail für Wuns erzählerischen Stil.
Die Show war nicht nur eine Modenschau, sondern eine theatralische Performance. Licht und Musik unterstützten die emotionale Erzählung, die den Zuschauer vom Erwachen an einem wichtigen Tag bis zu den verschwommenen Erinnerungen der Nacht davor führte. Die Models bewegten sich fast wie Schauspieler, wodurch die Kollektion lebendig wurde und eine dichte, fast filmische Atmosphäre entstand.
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