Schiaparelli Haute Couture Herbst/Winter 2026/27: Couture vom Meeresgrund - séduction Magazin Germany
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Schiaparelli Haute Couture Herbst/Winter 2026/27: Couture vom Meeresgrund

Von Monroe Rei Vogel 07/07/2026
Look aus der Schiaparelli Haute Couture Kollektion Fall/Winter 2026 in Paris.
Credit: Alle Bilder von Spotlight Launchmetrics
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Mit einem starken Auftakt läutete Schiaparelli die Haute Couture Week Herbst/Winter 2026/27 in Paris ein. Im Petit Palais ließ Daniel Roseberry die surrealistische DNA des Hauses neu aufleben. Eine Hommage an Elsa Schiaparellis visionäres Erbe.

Der tiefste Punkt der Erde liegt nicht im All, sondern in den Ozeanen. Und doch zählt das Meer bis heute zu den am wenigsten erforschten Räumen unseres Planeten: Laut der US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration waren im April 2026 erst 28,7 Prozent des Meeresbodens mithilfe moderner, hochauflösender Technologien kartiert. Diese kaum erschlossenen Tiefen, ihre fremdartigen Formen und die Vorstellung eines dunklen Abgrunds inspirierten Daniel Roseberry zu seiner Haute-Couture-Kollektion Herbst/Winter 2026/27 für Schiaparelli.

Schiaparelli Haute Couture Herbst/Winter 2026/27: Eine neue Form von Körperlichkeit

Auf dem Laufsteg nahm diese Inspiration schließlich eine ganz eigenwillige Bildsprache an. Roseberry griff dafür auf Materialien zurück, die man eher aus Filmproduktionen und Special Effects kennt als aus der klassischen Haute Couture: Silikon, Latex und zu Bahnen gebackene Farbe behandelte er wie Stoffe, modellierte sie und formte daraus skulpturale, teils sehr körpernahe Silhouetten. Mit den bekannten Codes des Hauses ging Roseberry bewusst lockerer um. Die ikonische Schiaparelli-Jacke stand nicht mehr im Fokus, sondern wirkte beinahe wie ein Accessoire – kunstvoll bestickt, reich verziert und in ein größeres Ganzes eingebettet.

Amelia Gray präsentiert einen Look aus der Schiaparelli Haute Couture Herbst/Winter 2026/27: rosafarbenes Silikon-Bustier mit muschelförmigen Reliefs, transparenter Rock mit Perlenstickereien und silberne High Heels mit stacheligen Details.
Karlie Kloss trägt einen Look aus der Schiaparelli Haute Couture Herbst/Winter 2026/27 mit skulpturalem, milchblauem Silikon-Bustier und transparentem Rock mit floralen Applikationen im Ombré-Verlauf von Blau zu Karamell.

In einzelnen Looks wurde die thematische Idee der Kollektion noch greifbarer und zeigte sich im handwerklichen Detail. Mehrere Entwürfe arbeiteten mit Bustiers, die wie anatomisch geformte Platten den Oberkörper umschlossen. Um diese strenge Form aufzubrechen, kombinierte Roseberry sie mit bodenlangen, transparenten Röcken und weicher gearbeiteten Oberflächen. Die Inspiration aus der Unterwasserwelt zeigte sich außerdem in organischen Strukturen, perlmuttartigen Akzenten, Muschelreliefs und tentakelartigen Elementen. Besonders schön ließ sich diese Ästhetik bei Amelia Gray erkennen: Ihr zartrosafarbenes Bustierkleid war mit aufwendigen, muschelförmigen Reliefs versehen. Ein weiteres Highlight setzte Karlie Kloss in einem milchblauen Silikon-Bustier und einem transparenten Rock, dessen florale Muster in einem weichen Ombré-Effekt von kühlen Blautönen in warmes Karamell übergingen.

Das Petit Palais war bis auf den letzten Platz gefüllt, doch alle Augen richteten sich nicht nur auf den Laufsteg, sondern auch auf die Celebrities in der Front Row. Auch dort wurde Schiaparelli zelebriert: Emma Corrin trug eine Federjacke aus der Spring 2026 Haute Couture, die an der Vorderseite wie zwei stilisierte Vögel gearbeitet war. Neben Corrin saßen unter anderem Michelle Yeoh, Lee Pace und Bad Bunny.

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