Kaum sind die Locken mühsam gestylt, hängen sie nach kurzer Zeit schlaff herunter? Damit ist jetzt Schluss.
Viele kennen das nur zu gut: Stundenlang wird gelockt, gedreht und gesprüht, um traumhafte Wellen zu zaubern. Doch kaum ist das Styling fertig, hängen die Haare schlaff herunter, und vom gewünschten Schwung ist nichts mehr zu sehen. Dabei muss dieser Frust gar nicht sein. Mit der richtigen Vorbereitung, der passenden Technik und ein wenig Geduld lassen sich Locken stylen, die ihre Form auch über den Tag hinweg behalten, selbst bei feinerem Haar.
Vorbereitung ist alles
Der wichtigste Schritt für langanhaltende Locken beginnt schon vor dem eigentlichen Styling. Frisch gewaschenes Haar ist meist zu weich und glatt, um eine Form lange zu halten. Deshalb empfiehlt es sich, die Haare am Vortag zu waschen. Das verleiht ihnen eine natürlichere Griffigkeit und Struktur, an der sich die Locke besser festsetzen kann.
Vor dem Einsatz von Hitzetools sollte das Haar außerdem gut geschützt werden. Ein Hitzeschutzspray ist hier Pflicht, um Schäden zu vermeiden. In das handtuchtrockene Haar können Sie zusätzlich ein Volumenspray oder ein leichtes Styling-Mousse einarbeiten. Beides sorgt dafür, dass das Haar etwas Textur bekommt und die Locken später besser haften.
Der entscheidende Moment beim Styling: Abkühlen lassen
Viele konzentrieren sich beim Lockenstyling vor allem auf die Hitze, doch sie ist nur die halbe Miete. Der echte Geheimtipp für dauerhafte Locken liegt in der Abkühlungsphase. Wärme verändert die Haarstruktur, aber erst beim Abkühlen wird die neue Form wirklich fixiert.
Deshalb gilt: Lassen Sie die Locke nach dem Aufdrehen nicht einfach fallen. Fangen Sie die warme Strähne auf, rollen Sie sie vorsichtig zu einer kleinen Schnecke und stecken Sie sie direkt am Kopf mit einer Klammer fest. Erst wenn sie vollständig ausgekühlt ist, darf sie gelöst werden. Gerade dieser Schritt ist entscheidend, um den Schwung zu bewahren.
Ein weiterer häufiger Fehler: zu hohe Temperaturen. Eine zu starke Hitze kann das Haar zu weich machen, was wiederum dazu führt, dass die Locken schneller wieder aushängen. Besser ist es, mit moderater Hitze zu arbeiten und dafür etwas länger zu warten, bis jede Strähne geformt ist.
Das Finish: Halten, schützen und versiegeln
Sobald alle Locken ausgekühlt und die Klammern entfernt sind, kommt es auf das richtige Finish an. Sprühen Sie zunächst eine leichte Schicht Haarspray über die gesteckten Locken, bevor Sie sie lösen. Das hilft, die Form zu stabilisieren. Wenn die Locken anschließend mit den Fingern aufgelockert werden, wirkt der Look natürlicher und voller Bewegung. Eine Bürste oder ein Kamm sollte dabei tabu sein, da sie die Definition der Locken zerstören können. Zum Abschluss sorgt eine weitere feine Schicht Haarspray – aus etwa 20 bis 30 Zentimetern Abstand – für extra Halt, ohne dass die Haare verkleben.
Wer feines Haar hat, kann zusätzlich zu einem Textur- oder Salzwasserspray greifen. Diese Produkte geben dem Haar mehr Griff und Stand, wodurch die Wellen länger elastisch bleiben. Mit etwas Übung und Geduld entsteht so eine Frisur, die den ganzen Tag über schwungvoll, frisch und gepflegt aussieht.
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