Haarpflege

Haarbürsten: Profi-Tipps rund um das Beauty-Alltagstool

Von Pia Scheiblhuber 17/01/2020
Credit: iStock
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Sie ist das wohl am weitesten verbreitete und meist genutzte Haartool überhaupt: Die Haarbürste ist aus keinem Badezimmer und kaum einer Handtasche wegzudenken. Sie ist so selbstverständlich in den Alltag und die Beauty-Routine integriert, dass man sich nur selten Gedanken um sie macht. Dabei gibt es aber viel bei der Wahl der richtigen Bürste zu beachten. Was genau erklärt Star-Hairstylist Dennis Creuzberg.

Beim Bürsten-Kauf ist die Verarbeitung ein wichtiger Qualitäts-Indikator: Wenn sich Borsten leicht herauslösen lassen oder die Einzelteile der Bürste schlecht zusammengesetzt sind, sodass Spalten entstehen, an denen die Haare leicht hängen bleiben können, sollte man die Finger davon lassen. Doch vor allem die verwendeten Materialien sind ein entscheidender Faktor. „Als natürliches, schonendes Material ist Holz sehr empfehlenswert. Metall ist sinnvoll, wenn es mit Keramik beschichtet und somit hitzeabweisend ist.  Von Plastik halte ich nichts, denn es kann sich durch Hitze leicht verbiegen und reißt viele Haare aus“, rät Dennis Creuzberg. Es gebe aber auch neue, hochwertige Kunststoffe, die weicher und somit geeigneter sind für Haarbürsten. Schonende Borsten bestehen aus Echthaar, das eine besonders pflegende Haarentwirrung garantiert. Auch beschichtete Metallborsten sind empfehlenswert.

Welche Bürste ist für welche Bedürfnisse geeignet?

Zwei Bürsten-Arten stellen die Grundausstattung, meint der Hairstylist: „Mit einer Kämm- und einer Föhnbürste ist man gut bedient. Je nach Vorlieben eignet sich zum Föhnen eine Rundbürste, die für Volumen sorgt, oder eine Paddelbrush, die das Haar glättet.“ Um individuelle Bedürfnisse zu befriedigen, ist wieder das Bürstenmaterial ausschlaggebend. Wer mit einer kräftigen Haarpracht gesegnet ist, sollte eine mit Keramik beschichtete Bürste verwenden. Diese lädt sich beim Föhnen mit etwas Wärme auf und sorgt damit für glattere Haare und eine ruhigere Föhnwelle. „Wer feines Haar hat, das leicht zusammenfällt, sollte zu einer Naaturhaarbürste greifen, die bringt mehr Schwung. Wenn man Haarsträhnen während des Föhnens mit einer Naturhaar-Rundbürste aufwickelt und die Bürste kurz im Haar stecken lässt, erzielt man eine intensivere Föhnwelle und dadurch mehr Volumen“, erklärt Dennis Creuzberg. Für all jene, die beim Bürsten nicht auf das Extra an Pflege verzichten wollen, eignen sich mit Keratin angereicherte Metallborsten, die die Haare geschmeidig machen. Allergiker verwenden am besten Naturhaar-Bürsten mit Aktivkohle, da diese Schmutz aufnimmt und somit das Haar leicht reinigt.

Die regelmäßige Reinigung ist ein absolutes Muss

Der Berliner Hairstylist rät, Bürsten mit Naturhaarborsten nach jedem dritten Gebrauch mit warmem Wasser von Schmutz zu befreien. „Wenn man die Bürsten nur ab und zu reinigt, sollte man sie in einer Seifenlauge reinigen und anschließend trocken föhnen, da die Borsten sonst unangenehm riechen.“ Bei einer Metall- oder Kunststoffbürste reicht es, wenn man sie ein Mal pro Monat sauber macht. Hierfür sollte man mit einem Kamm über die Borsten gleiten, damit sich verworrene Haare lösen. „Anschließend tränken Sie einen Färbe- oder Backpinsel mit einer Shampoo-Wasser-Mischung und reiben die Bürste damit ab“, lautet der Experten-Tipp. Bei starker Verschmutzung kann Spülmittel hilfreich sein. Für die Lebensdauer der Bürste ist eine gründliche Reinigung wichtig. Länger als drei Jahre sollte man aber dennoch nicht ein und dieselbe Bürste verwenden, sagt Dennis Creuzberg: „Wenn die Bürste ihren Dienst getan hat, sollte sie unbedingt ausgetauscht werden, auch wenn sie sehr hochwertig ist. Ansonsten schädigen die abgenutzten Stellen der Bürste das Haar und entziehen ihm Keratin“. Also lieber ab ins Fachgeschäft und eine neue, schonende Bürste kaufen – jetzt wissen wir ja genau, worauf wir beim Bürstenkauf achten müssen.

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