Haare färben – Ein Guide für Zuhause - séduction Magazin
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Haarpflege

Haare färben – Ein Guide für Zuhause

Von Patrick Vogel 02/07/2020
Credit: Gorunway
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Ein Wechsel der Haarfarbe ist eine große Veränderung. Spätestens seit Selbstisolation und COVID-19 ist Haare färben für viele aber nicht mehr Salonsache, sondern ein DIY-Vorhaben. séduction erklärt, was Sie dabei beachten müssen.

Egal ob impulsiv oder durchdacht – beim Haare färben kann einiges schiefgehen, letztlich arbeiten Sie mit Chemikalien. Mit ein bisschen Vorbereitung können Sie aber auch Zuhause ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Welcher Hauttyp bin ich?

Natürliche Farbe oder doch lieber eine auffällige Fashioncolor? Falls Sie eine Veränderung brauchen, aber nicht wissen welche Haarfarbe zu Ihnen passt, können Sie sich an Ihrem Hauttyp orientieren. Man unterscheidet zwischen kalten, warmen und neutralen Hauttönen. Um herauszufinden zu welchem Typ Sie gehören, sind Ihre Hautuntertöne entscheidend. Einen Anhaltspunkt dafür liefern die Farben Ihrer Venen: Wenn Sie ein kühler Hauttyp sind, sind diese blau oder lila. Bei einem warmen Typen sind die Venen grün bis oliv und bei einem neutralen Typen blau bis grün. Ein weiterer Trick, um seinen Hauttypen zu identifizieren ist Ihre Gesichtsfarbe. Sieht Ihr Gesicht vor einem weißen Hintergrund eher gelb aus, sind Sie ein warmer Hauttyp. Falls es eher pink aussieht, sind Sie wahrscheinlich ein kühler Typ und eine Kombination aus beidem spricht für einen neutralen Hautton.

Die Wahl der Haarfarbe

Passend zu Ihrem Hautton, können Sie dann eine schmeichelnde Haarfarbe wählen. Hier müssen Sie ebenfalls auf die Untertöne achten: Ein kühler Typ greift am besten zu einem aschigen Blond, einem kalten Braun oder einem satten Schwarz. Ein warmer Ton würde dagegen zu einem Honigblond oder Rotbraun greifen. Neutrale Hauttypen haben es ein bisschen einfacher, ihnen steht jede Haarfarbe.

Bleachen für Anfänger

Falls Sie von Natur aus blond sind, sind Sie in der perfekten Ausgangssituation – ein Hellblond kann leicht umgefärbt werden. Wenn Sie aber von einer dunklen Farbe auf eine helle switchen wollen, müssen Sie vorher blondieren. Die Haare selbst zu bleachen ist für viele beängstigend. Bei falscher Vorgehensweise kann es zu Haarausfall und Hautirritationen kommen, deswegen beim ersten Mal die Hilfe von Freunden anfordern. Folgende Dinge sollten Sie beachten:

  • Ihre Haare vor dem Bleachen mindestens zwei Tage nicht waschen, damit die Kopfhaut durch die natürlichen Öle geschützt ist
  • Ihre Haare sollten im besten Falle unbehandelt und stark genug sein eine Blondierung auszuhalten
  • Wahrscheinlich erreichen Sie nicht in einer Anwendung das Wunschergebnis und müssen mehrmals blondieren

Bitte immer Handschuhe tragen!

Bevor Sie mit Bleach oder anderen Haarfärbemitteln arbeiten, sollten Sie Ihre Hände schützen. Handschuhe verhindern Irritationen und Verfärbungen. Für ein optimales Ergebnis bei den Produkten nicht sparen. Eine Blondierung aus der Drogerie sollte niemals Ihre erste Wahl sein. Um eine gewisse Qualität sicherzustellen, sollten Sie deshalb die verschiedenen Komponenten lieber einzeln kaufen: Ein Blondierpulver wie das aus der Reihe BlondME von Schwarzkopf verhindert Haarbruch durch Bond Enforcing (100 g ca. 4 €). Das Pulver müssen Sie mit einem Oxidationsmittel anmischen, dem Entwickler. Hier können Sie zwischen 2%, 6%, 9% und 12% wählen. Dabei gilt je stärker der Entwickler, desto größer die Aufhellung. Vorbehandelte Haare aber am besten niemals mit einem Oxidant anrühren, das stärker als 6% ist.

Richtig auftragen

Für ein ebenmäßiges Blond die Haare mit Clips in gleichmäßige Sections unterteilen. Sie sollten am unteren Hinterkopf beginnen und sich nach oben arbeiten. Tragen Sie die Blondierung zuerst immer in der Mitte der jeweiligen Strähne auf und ziehen Sie diese in die Haarlängen. Den Ansatz bleichen Sie als letztes, weil die Bleach durch die körpereigene Wärme dort schneller wirkt. Sobald alle Haare mit ausreichend Blondierung bedeckt sind, können Sie diese mit einer Duschhaube abdecken. Die Haube vorher ein bisschen befeuchten, dann trocknet die Blondierung nicht aus und das Ergebnis wird gleichmäßiger.

„Pink for Brown Hair Daily Conditioner“ von Overtone, 237 ml ca. 17 €
Credit: PR

Zeit für Farbe

Nach der Blondierung müssen die Haare abgetönt werden. Viele Haartönungen werden ebenfalls mit einem Oxidant angerührt. Dafür reicht aber ein Produkt mit 2%, weil beispielsweise nur ein unerwünschter Gelbstich entfernt werden muss. Mittlerweile gibt es aber gerade für Fashion Colors, aber auch für natürliche Farben, auch pflegende Mittel oder Color-Conditioner, die die Haare nach der Blondierung wieder hydratisieren und sich schnell herauswaschen. Bekannte Marken sind Arctic Fox Hair Color oder Directions. Einem kleinen Sommerexperiment steht damit also nichts im Weg!

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