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Dick beschneite Tannen, glitzernde Schneemassen, die riesigen Sahnehäubchen gleichen – und dazwischen unzählige Pistenkilometer, die die Mittagssonne in ein klares Licht taucht. So sieht wohl für jeden Wintersportbegeisterten der perfekte Tag aus. Dabei unterschätzt man jedoch oft die Gefahren des Ski-Vergnügens für die Haut. Das Gesicht ist durch Kälte und Sonnenstrahlung einer Extremsituation ausgesetzt. Wie man sich dagegen am besten schützt, erklärt die Münchner Dermatologin Dr. Marion Moers-Carpi.

Der Skiurlaub steht bevor, jetzt noch schnell die Haut mit extra reichhaltigen Produkten verwöhnen. Kann man machen, ist aber nicht wirklich sinnvoll, meint die Hautexpertin: „Die Haut ist nur dann am besten gegen Kälte und Sonne gewappnet, wenn man das Gesicht jeden Tag konsequent mit den dem Hauttyp entsprechenden Produkten pflegt.“ Was wirklich zählt und wirkt, sei die alltägliche Pflege-Routine. „Man könnte die Haut aber von innen auf die bevorstehenden Wetterverhältnisse vorbereiten“, sagt die Dermatologin. Sie empfiehlt zum Beispiel die Sonnenschutzkapseln „Sun Isdin“, die den Schutz der durch die Sonne verursachten oxidativen Schäden fördert. Produkte, die Vitamin D, Carotinoide und Antioxidantien enthalten, seien perfekt, um die Haut auf die hohe UV-Strahlung in den Bergen vorzubereiten.

Sonnenschutzkapseln können die Haut von Innen aufs Skifahren vorbereiten

Der Sonnenschutz ist im Allgemeinen ein wichtiger Punkt bei der Ski-Pflege. Moers-Carpi rät: „Auf jeden Fall immer einen Lichtschutzfaktor von mindesten 50 wählen.“ Die Sonneneinstrahlung dürfe man keinesfalls unterschätzen: Ähnlich wie das Wasser reflektiert auch der Schnee die Sonnenstrahlen stark, wodurch letztere noch gefährlicher werden. Die Expertin empfiehlt, sich über den Tagesverlauf des UV-Index zu informieren. Nach diesem kann man seine Sonnenpflege richten, da er den erwarteten Spitzenwert der sonnenbrandwirksamen Strahlung anzeigt. Vor allem gegen Mittag und am frühen Nachmittag, wenn die Spitzenwerte erreicht werden, sollte unbedingt eine kleine Pause zum Nachcremen eingeplant werden.

Lipo-Gele schützen vor Kälte, Puderpigmente vor Sonneneinstrahlung

Doch nicht nur die Sonne setzt der Haut zu. Auch Kälte und Wind beherrschen das typische Ski-Wetter, wodurch die Haut strapaziert wird. „Wenn die Temperatur minus zehn Grad beträgt und Sie mit 20 km/h die Piste hinunterfahren, beträgt die Temperatur auf Ihrem Gesicht minus 21 Grad. Wenn man richtig Speed gibt, braucht man also unbedingt einen Kälteschutz“, warnt die Dermatologin. Hierfür seien besonders fettreiche Präparate wie Lipo-Gele das Richtige, da sie die Haut geschmeidig halten und vor Erfrierungen schützen. „Das Problem ist jedoch, dass man in der aufgeheizten Skihütte das Gesicht von der dicken Schutzschicht befreien müsste, da es sonst zu einem Wärmestau auf der Haut kommt, der zu Juckreiz führen kann“, sagt die Haut-Expertin. Wer nicht so schnell die Piste hinunterwedelt, kann tagsüber eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme auftragen. Und für all jene, die auf Make-up nicht verzichten möchten, hat Moers-Carpi eine gute Nachricht: „Wenn Sie über Pflegecreme und Make-up noch Puder auftragen, fügen Sie Ihrem Gesicht einen mineralischen Lichtschutz hinzu.“ Denn Puder verhindere dank seiner Pigmente, dass die volle Ladung Sonnenstrahlen auf die Haut trifft.

Im Ski-Urlaub am besten jeden Abend eine Maske oder Ampulle verwenden

Für die Après-Ski-Pflege am Abend gilt: Unbedingt die Haut mit Nährstoffen versorgen und auf reichhaltige, lipidreiche Cremes, zum Beispiel mit Jojoba-, Macadamia-Öl oder Urea, setzen – und sich gerne jeden Tag eine Ampulle oder eine Maske gönnen. „Im Alltag sollten Masken und Ampullen nur einmal die Woche verwendet werden, an Tagen, an denen man sich vermehrt extremen Wetterbedingungen aussetzt, können Sie gerne jeden Abend eines dieser Produkte verwenden“, meint Moers-Carpi. Über Nacht eingewirkt, ist die Haut bestens gewappnet für den Sport-Tag und sieht glänzend aus. Ob wir denn auch auf der Piste mit unserem Können glänzen, hängt allein von unserem Training ab. Eine Ampulle für beeindruckendes Pisten-Hinuntersausen gibt es ja noch nicht…

Credit: Txema Yeste

séduction Magazin