HAUTPFLEGE

Deshalb ist Sonnenschutz auch jetzt Pflicht

Von Kathrin Buschauer 17/10/2021
Credit:Unsplash
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Bye, bye Sommerzeit und hallo goldener Herbst! Während wir Bikini, Badelatschen und Co. gerade schweren Herzens durch cozy Sweater und coole Boots ersetzen, sollten wir uns von einem Summer Essential definitiv noch nicht verabschieden: einem zuverlässigen Sonnenschutz. Auch wenn uns die kalte Jahreszeit nur selten mit Sonnenschein und Wärme verwöhnt, zählt die Sonnencreme nichtsdestotrotz weiterhin zum Pflichtprogramm in der täglichen Beauty-Routine.  

Bis zu 90 Prozent stärkere UV-Strahlen

Minusgrade, Frost und Schnee statt Sommer, Sonne, Strand – wer denkt da schon noch an Sonnenschutz? Doch unabhängig von den Temperaturen stellen die starken UV-Strahlen der Sonne auch in den kalten Wintermonaten noch einen negativen Einfluss für unsere Haut dar. Zwar versteckt sich die Sonne gerne hinter einer dicken Wolkenwand und fällt saisonbedingt auch etwas schwächer aus, dennoch können Schnee und Eis ihre Strahlen um bis zu 90 Prozent verstärken. Hinzu kommt, dass extreme Kälte und trockene Heizungsluft unsere Haut zusätzlich schwächen. Das Risiko für einen Sonnenbrand ist bei fehlendem Sonnenschutz somit auch im Winter unerwartet hoch.  

Der richtige Sonnenschutz im Winter

Passen Sie Ihre Skincare Routine auf jeden Fall an die Jahreszeit an. Spezielle Sonnneschutzpräparate für den Winter unterstützen die Hautbarriere wirksam mit einer reichhaltigen Formulierung, die Feuchtigkeit verleiht und zusätzlich vor UV-Schäden schützt. Der Lichtschutzfaktor sollte dabei ähnlich hoch wie im Sommer ausfallen und mindestens bei 30 liegen. Damit die Lotionen einen wirksamen Schutz bieten enthalten sie sogenannte Filter, die Teile der UV-Strahlung abfangen. Dabei unterscheidet man zwischen Chemischen und Mineralischen: 

  • Chemische Filter: Sonnencremes mit chemischem Lichtschutzfaktor sind weit verbreitet. Sie enthalten verschiedene Wirkstoffe wie Avobenzone, Oxybenzone oder Octinoxate. Treffen Sonnenstrahlen auf unsere Haut, absorbiert der Filter die energiereichen UV-Strahlen und wandelt sie in Wärme um. Dieser wird wiederum über die Haut abgeleitet. Allerdings entfalten Lotionen mit chemischen Stoffen ihre Schutzfunktion erst nach etwa 20 bis 30 Minuten und sensible Haut reagiert unter Umständen allergisch auf den Sonnenschutz.  
     
  • Mineralische Filter: Mineralischer Sonnenschutz hingegen basiert auf mikroskopisch kleinen, natürlichen Partikeln, wie Zinkoxid oder Titandioxid. Diese Inhaltsstoffe bilden aktiv eine Art Mantel, der sich auf unsere Haut legt und die schädlichen UV-Strahlen reflektiert. Dadurch gewährleistet der Sunscreen unverzüglich nach dem Auftrag einen sofortigen Schutz. Der Nachteil: dieser Sonnenschutz ist bekannt dafür, dass er vor allem auf gebräunter, dunklerer Haut einen sichtbaren weißen Film hinterlässt.  

Wer im Winter gerne sportlichen Aktivitäten wie Skifahren oder Snowboarden nachgeht, sollte auf einen mineralischen Sonnenschutz zurückgreifen. Im Alltag ist eine chemische Lotion der perfekte Begleiter, der sich auch gut unter Make-up auftragen lässt.