HAUTPFLEGE

Digital Pollution: Wie Smartphones die Haut altern lassen

Von Katja Dreissigacker 12/04/2020
Credit: Stocksy
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Gegen das Älterwerden an sich hat ja niemand was. Nur älter als wir tatsächlich sind, möchte niemand aussehen. Und genau daran können Smartphones, Computer und Tablets schuld sein. Alles, was man über Digital Pollution in Zeiten von Netflix und Co. wissen muss und wie man sich davor schützen kann.

Forscher haben herausgefunden, dass Computer, Fersehgeräte, Smartphones und Tablets – kurzgesagt alles, was einen Bildschirm hat – die Haut schneller altern lassen kann. Grund dafür ist das von den Geräten ausgehende Blue Light. Die Wissenschaftler sprechen im Zusammenhang mit dieser Entdeckung auch von Indoor Smog als Gegenpol zur Outdoor Pollution, die im Freien von Feinstaub und Ruß ausgelöst wird. Das blaue Licht wirkt oxidativ und dringt ähnlich wie UVA-Strahlung tief in die Haut ein.

Was genau ist Blue Light?

Blaues Licht ist ein Teil des Tageslichts und auch als HEV-Licht (Hight Energy Visible Light) bekannt. Durch seine Fähigkeit freie Radikale zu bilden, kann es in der Haut Bindegewebsfasern wie Kollagen und Elastin zerstören. Das sind wichtige Bausteine, die maßgeblich für eine pralle, straffe und elastische Haut verantwortlich sind. Nimmt der Gehalt in der Haut ab, wird die Barriereschicht brüchig und der Teint anfälliger für Irritationen. Verhindern können diesen Prozess körpereigene Opsine. Das sind Proteingruppen, die die Zellteilung ankurbeln können und so die natürliche Hautregeneration unterstützen. Doch ein hohes Maß an Blue Light sorgt dafür, dass der Körper weniger Opsine bildet und die Haut dadurch letztlich schneller altert. Egal ob jobbedingt oder weil uns eine neue Netflix-Serie in ihren Bann zieht.

Der Schutzwall gegen Digital Pollution

Natürlich würde es helfen, Smartphone und Tablet öfters zur Seite zu legen, doch in Realität und Beruf ist das nicht immer so einfach umzusetzen. Zum Glück gibt es aber auch Hilfe, die im Kosmetik-Regal zu finden ist. Pflege-Wirkstoffe, wie zum Beispiel die Blüten eines speziellen Schmetterlingsflieders oder auch die Sprossen von Sonnenblumen können die Haut vor Blue Light schützen. Außerdem können auch effektiv wirkende Antioxidantien helfen, die Bildung freier Radikale zu senken. Egal, ob wir sie als Wirkstoff in Cremes oder Seren auf die Haut geben oder sie mit der Nahrung zu uns nehmen. Neben Grünkohl und Avocados, haben Tomaten, Blaubeeren und Zitrusfrüchte hohe Wirkkraft. Und wer Tablets und Smartphones auch nach Feierabend noch intensiv nutzt, kann mit Anti-Blue-Light-Apps das blaue Licht zumindest etwas reduzieren.

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