Dadurch zeichnet sich Ayurveda-Kosmetik aus - séduction Magazin
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Gesichtspflege

Dadurch zeichnet sich Ayurveda-Kosmetik aus

Von Pia Scheiblhuber 29/07/2020
Credit: Stocksy
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Eine schonende, ganzheitliche Pflege, die die untrennbare Einheit von Körper und Geist zelebriert und die Natur mit dem Körper in Einklang bringt: Ayurvedische Kosmetik ist mehr als Naturkosmetik. Es steckt eine ganze Philosophie basierend auf speziellen traditionellen Herstellungsverfahren dahinter, in der die Einzigartigkeit der Ayurveda-Kosmetik begründet ist.

Im hohen Anteil an natürlichen Pflanzenauszügen steckt das Geheimnis der Wirkkraft der ayurvedischen Kosmetik. Durch die Verbindung mit Ölmolekülen sollen die Pflanzenwirkstoffe besonders schnell und effektiv in die Haut eindringen. Eine besondere Herstellungsprozedur macht dies möglich.

Besonderheiten der Herstellung von Ayurveda-Kosmetik

  • Ausgewählte Kräuter werden in Wasser gekocht – und zwar viele Stunden, sodass durch das sukzessive Verdampfen des Wassers ein konzentrierter Kräutersud entsteht.
  • Anschließend werden die Kräuterfasern abgeseiht.
  • Die konzentrierte Kräuter-Flüssigkeit wird mit einem Trägeröl vermischt (z.B. Sesam- oder Mandelöl). Dieses Trägeröl soll ermöglichen, dass die pflanzlichen Wirkstoffe besser in die Haut eindringen und dort gezielt wirken können.
  • Die Mischung wird so lange gekocht, bis das Wasser verdunstet ist und die pflegende Fettbasis der ayurvedischen Kosmetik übrig bleibt. Diesen Vorgang des „Hineinkochens“ eines Trägeröls in den konzentrierten Kräutersud wird „Medizinieren“ genannt.

Doshnas“ geben Aufschluss über den Hauttyp

Was die Ayurveda-Philosophie so besonders macht, ist ihr Prinzip der drei sogenannnten Doshnas: Jedes davon – man unterscheidet zwischen Pitta, Kapha und Vata – entspricht einem unterschiedlichen Funktionsprinzip, das die Natur beherrscht und sich auch in den verschiedenen Menschentypen widerspiegelt. Jeder Mensch ist einem dieser drei Doshnas (oder einer Mischform) zuzuordnen. Ziel ist es, die drei Prinzipien in ein Gleichgewicht zu bringen. Um dies zu erreichen, soll man u.a. die Hautpflege auf die persönlichen und vom jeweiligen Doshna beeinflussten Bedürfnisse ausrichten.

  • Pitta: Die leidenschaftlichen Pitta-Typen, die sehr ehrgeizig sind und sich gerne neuen Herausforderungen stellen, weisen eine empfindliche, leicht entzündliche Haut auf.
  • Kapha: Die laut ayurvedischer Lehre von Trägheit geprägten Kapha-Typen haben tendenziell eine fettige, zu Unreinheiten neigende Haut.
  • Vata: Der aktive, leichtgewichtige Vata-Typ hat einen ausgeprägten Bewegungsdrang und zeichnet sich durch trockene Haut aus.

Rein natürliches Pflegeritual

Das ayurvedische Gesichts-Pflegeritual wird traditionell mit einem Dampfbad eröffnet. Hier kommen vor allem ätherische Öle zum Einsatz, die sich positiv auf Körper und Geist gleichermaßen auswirken. Nach der Gesichtsreinigung und der Verwendung eines Gesichtswassers, wird die aus der Verbindung zwischen Kräutersud und Trägeröl resultierende und mit weiteren natürlichen Ingredienzen angereicherte Creme aufgetragen. Einmal pro Woche sollte auch ein rein natürliches Peeling durchgeführt und die Haut anschließend mit einer Maske verwöhnt werden. Um dem ganzheitlichen Ansatz des ayurvedischen Pflegerituals gerecht zu werden, sollte man aber unbedingt den gesamten Körper miteinbeziehen und Elemente der ayurvedischen Ernährung in den Alltag integrieren.

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