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Gesichtspflege

Große Poren: Wie sie entstehen und welche Pflege hilft

Von Pia Scheiblhuber 03/06/2020
Credit: Stocksy
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Ein genauer Blick in den Spiegel genügt und schon fallen uns die kleinen Hautöffnungen auf: Poren sind ein wichtiges Merkmal unserer Haut, werden aber oft als sehr störend wahrgenommen, vor allem, wenn sie vergrößert und verstopft sind.

Doch wie genau entstehen vergrößerte Poren und was kann man dagegen tun. Antworten auf diese Fragen hat Dr. Klaus Hoffmann, Dermatologe aus Bochum.

Welche Funktion haben Poren genau?

Poren sind die Ausführungsgänge eines Follikelapparates. Der Follikelapparat selbst besteht aus dem Haarfollikel und der angehängten Talgdrüse. Über die Poren „drainieren“ wir den Talg also nach außen.

Wie entstehen vergrößerte Poren?

Größere Poren entstehen durch eine Verstopfung des Follikelapparates, man spricht dann von einem Komedo. Wenn dies mit einer Verhornungsstörung einher geht, können die Poren auch durch schwarze Pünktchen sichtbar werden. Letztlich ist der Stau des Talgs im Ausführungsgang dafür verantwortlich, dass die Poren sich weiten.

Können große Poren mit der richtigen Pflege wieder kleiner werden? 

Ja, zum Beispiel durch das Drainieren, also Abtransportieren, des Fettes nach außen. Dies erreicht man durch die Aufweichung des Talgs, klassisch ist aber auch die Ausreinigung durch die Kosmetikerin möglich.

Welche Pflege ist angemessen, um große Poren zu bekämpfen bzw. die Entstehung erweiterter Poren zu verhindern?

Bei Pflegemaßnahmen ist es besonders wichtig, dass die Poren nicht noch weiter verstopft werden. Unvorteilhaft sind diesbezüglich dekorative Kosmetik oder aber auch wachsartige Pflegesubstanzen, die die Poren blockieren. Was die Pflege anbelangt, sollte man sich zunächst klarmachen, wofür der Talg notwendig ist. Der Talg ist ja letztlich die „Kitsubstanz“, die in der Hornschicht dafür sorgt, dass die Hornschicht äußere Einflüsse abwehren kann. Sie macht Haare als auch die Hornschicht geschmeidiger. Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Porengröße ist zum Teil auch genetisch veranlagt ist. Die Anzahl und die Größe der Poren variiert von Mensch zu Mensch und ist insbesondere abhängig von den Körperregionen. Wir finden mehr Poren z.B. im Gesicht und im vorderen Dekolleté. Es ist außerdem so, dass der Talgfluss durch Stress, Verstopfung, Lebensstil etc. verändert wird. Bis zu einem gewissen Grund ist auch die Talgproduktion hormonabhängig. Auch ein gesunder Lebensstil spielt eine Rolle. Wichtig bei der Pflege, um vergrößerte Poren nicht zu begünstigen: zu häufiges Waschen des Gesichtes vermeiden. Hier würde man den Talgfluss möglicherweise zusätzlich anregen. Das morgendliche und abendliche Reinigen des Gesichtes mit Wasser sollte ausreichend sein. Da große Poren vor allem aufgrund von Talgstau entstehen, sollte man auf pH neutrale Reinigungsgels und -cremes zurückgreifen. Stark fettende Produkte sollten vermieden werden.

Welche Produktarten sind empfehlenswert und auf welche Inhaltsstoffe sollte man bei den Produkten achten?

Es gibt verschiedene Präparate, die von Heilerde bis zu milden Salicyl- oder Fruchtsäurepeelings reichen. Es gibt auch Präparate mit Vitamin A (Retinol). Teebaumöl empfehlen wir nicht so sehr, da es sich hierbei auch um einen allergenisierenden Stoff handelt. Im Grunde sind alle Produktarten, die entzündungshemmend auf die Haut wirken, sinnvoll. Es ist daher z.B. empfehlenswert, regelmäßigen Sonnenschutz aufzutragen. Hingegen kann Wärme, wie z.B. bei Saunabesuchen, zu einer besseren Verteilung des Talgs beitragen.

Mit welchen professionellen Behandlungsmethoden können große Poren behandelt werden? 

Wir empfehlen zur Behandlung von grobporiger Haut das sogenannte Hydrafacial-System.

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