Gesichtspflege

LED-Lichttherapie: So wirkt sie auf die Haut

Von Pia Scheiblhuber 24/06/2020
Credit: Stocksy
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Bunt, leuchtend, vielversprechend: LED-Facials nutzen die Wellenlänge roten, blauen und grünen Lichts, um Hautprobleme zu bekämpfen. Viele Kosmetikinstitute sind mittlerweile mit futuristisch anmutenden High-Tech-Geräten ausgestattet. Doch auch für Zuhause gibt es Lichttherapie-Tools wie LED-Masken, die das Hautbild verbessern können.

Eine sanfte Therapiemaßnahme, ganz ohne Chemie – dadurch zeichnen sich LED-Facials aus. Erfahren Sie, was man sich davon erhoffen und welche Lichtfarbe welchen Effekt erzielen kann.

Wellenfrequenzen dringen unterschiedlich tief in die Haut ein

UV-Licht wird schon seit den 90er-Jahren zur Behandlung von Neurodermitis, Ekzemen, Schuppenflechte und Sonnenallergie eingesetzt. Trotz der Wirkung hatte diese Therapie aber einen Haken: Die UV-Strahlen waren zu hoch dosiert, wodurch sie die Hautzellen angriffen. Die Folge: irreparable Hautschäden. Die neuen LED-Technologien sind hingegen unbedenklich und zeichnen sich durch ein intelligentes Lichttherapie-Konzept aus, das aus der richtigen Dosierung der Strahlung resultiert: Die Light Emitting Diodes (kurz LED) verfügen je nach Lichtfarbe über eine unterschiedliche Wellenfrequenz und dringen dadurch auch unterschiedlich tief in die Hautschichten ein, wo sie ihre Wirkung entfalten.

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Rotes LED-Licht stimuliert die Kollagenproduktion

Rotes LED-Licht hat eine Wellenlänge von 580 bis 660 Nanometern (bei Werten darüber spricht man von Infrarotlicht) und dringen am tiefsten in die Hautschichten ein. Dort regen sie die hauteigene Kollagenproduktion an, was die Haut auf natürliche Weise praller aussehen lassen kann. Als Anti-Aging-Behandlung bietet sich rotes Licht besonders gut an, da es Reparaturmechanismen ankurbelt und die Durchblutung stimuliert. Tipp: Tragen Sie zuvor ein Serum oder eine Maske auf, so können die Wirkstoffe besser verarbeitet werden. Außerdem dient rotes LED-Licht als Mittel gegen Hautunreinheiten, insbesondere in Kombination mit blauem LED-Licht.

Blaues Licht bekämpft Hautunreinheiten

Zu blauem Licht fällt einem doch gleich ein in letzter Zeit kontrovers diskutiertes Smartphone-Problem ein: durch Blue Light verursachtes Digital Aging. Beim blauen Licht, das bei der LED-Therapie wohl dosiert zum Einsatz kommt, braucht man sich aber keine Sorgen zu machen. Ganz im Gegenteil, das Licht mit einer Wellenlänge zwischen 420 und 470 Nanometern eliminiert Bakterien und verringert dadurch das Entzündungsrisiko. Blaues Licht eignet sich gut zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Akne. Das Licht reagiert nämlich auf bestimmte Moleküle, die in akneverursachenden Bakterienstämmen stecken, und bekämpft diese. Weitere Vorteile: Die Produktion neuer Hautzellen wird beschleunigt und die Sauerstoffbildung angeregt.

Grünes LED-Licht wirkt beruhigend

Hautberuhigend, heilend und migränelindernd – dadurch zeichnet sich das grüne LED-Licht aus, das eine Wellenlänge von durchschnittlich 525 Nanometern hat. Im Gegensatz zum blauen und roten Licht ist diese Variante weniger erforscht. Dennoch wird von durchwegs positiven Ergebnissen berichtet. Es soll bei sonnenbedingten Hautveränderungen wie Hyperpigmentierung, Pigmentflecken oder aber auch Altersflecken helfen. Es wirkt nämlich auf die Melanozyten, die Pigmentzellen der obersten Hautschicht, und hemmt dadurch die Melaninproduktion.

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Für jeden Hauttyp

Das Beste an der Lichttherapie: Sie ist für jeden Hauttyp geeignet. Wenn man Medikamente einnimmt, die die Haut lichtempfindlicher machen, oder sich in einer Schwangerschaft befindet, sollte man aber vorsichtiger sein. Besonders praktisch sind LED-Masken, es gibt aber auch LED-Handgeräte mit denen man das Gesicht bearbeitet. Die Geräte sind meist mit einer Schaltuhr ausgestattet, um die empfohlene Anwendungsdauer genau einhalten zu können. Je nach Bedarf, jedoch keinesfalls täglich, können die Geräte angewandt werden. Am besten gönnt man sich eine Lichttherapie nach einer gründlichen Gesichtsreinigung.

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