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Körperpflege

Benzophenone: Schädlich oder nicht?

Von Patrick Vogel 21/01/2021
Credit: Stocksy
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In Sonnencremes und anderen Pflegeprodukten werden Benzophenone als chemische UV-Filter eingesetzt. In INCI findet man besonders häufig auch Derivate des Stoffs, beispielsweise Oxy- und Dioxybenzon (deklariert als Benzophenon-3 bzw. -8). séduction erklärt, wie Benzophenone auf den menschlichen Körper wirken. 

Einen Sonnenschutz sollte man täglich, das gesamte Jahr, tragen. Auf diese Weise können wir effektiv dazu beitragen die Hautalterung zu verlangsamen und unser Hautkrebsrisiko reduzieren. Dabei haben wir immer die Wahl zwischen chemischen und mineralischen Filtern. Doch chemische Filter, so auch Benzophenone, sind nicht ganz ungefährlich. 

Was ist das Problem? 

Einige dieser Filter lösen Allergien aus oder können sogar in die Blutbahn gelangen und Stoffwechselprozesse stören. Diesen Verdacht hat man auch gegenüber Benzophenon. Allerdings basiert diese Annahme hauptsächlich auf Studien mit Zellkulturen oder Tieren. Studien am Menschen wurden dazu kaum durchgeführt. Doch wie sagt man so schön: „Unwissenheit schützt nicht!“ – tatsächlich konnte nachgewiesen werden, dass der Stoff bei Tieren krebserregend wirkt und den Hormonhaushalt durcheinanderbringt.

Menschlich nachgewiesen ist aber das Allergiepotential von Benzophenon und seinen Derivaten; Benzophenon-3 und -4 können beispielsweise eine Photoallergie auslösen, die oft als Sonnenallergie missinterpretiert wird. Gerade deswegen wird die enthaltene Dosis solcher Filter scharf überprüft. Durch selbstorganisierte Studien müssen Konzerne nachweisen, dass ihr Produkt mit Benzophenon als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden kann. Die Verwendung von Benzophenon an sich bleibt aber erlaubt, weil es bisher keine deutlichen Ergebnisse gibt, die ein Verbot rechtfertigen würden. 

Chemische UV-Filter schaden der Natur 

Andere Länder, andere Sitten. Im US-Bundesstaat Hawaii wurden einige Benzophenonderivate bereits verboten. Grund ist der toxikologische Effekt den chemische UV-Filter auf unsere Umwelt haben. Wir verschmutzen das Meer nämlich nicht nur durch Plastik und Müll. Die UV-Filter werden vom Meerwasser von unserer Haut abgespült. Benzophenone sind biologisch nicht abbaubar. Sie vergiften das Wasser und tragen deshalb beispielsweise einen erheblichen Teil zum Korallensterben bei. Eigentlich Grund genug auf mineralische Filter umzusteigen, oder etwa nicht? 

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