
Ein normaler Anzug ist bei hohen Temperaturen selten die angenehmste Wahl. Ein Leinenanzug macht den Look sommerlicher und passt trotzdem zu Anlässen mit Dresscode.
Leinen hat nicht nur eine sommerliche Optik, sondern auch Eigenschaften, die bei Wärme helfen. Die aus Flachs gewonnene Faser ist fest, glatt und wenig elastisch, wodurch der Stoff seine trockene, leicht griffige Oberfläche bekommt. Im Vergleich zu vielen klassischen Anzugstoffen lässt Leinen mehr Luft durch und kann Feuchtigkeit besser aufnehmen. Gerade bei einem Leinenanzug macht das einen Unterschied. In klassischen Anzugstoffen schwitzt man bei Hitze oft schneller, dann kleben Sakko und Hose auch eher an der Haut.
Leinenanzug stylen

Ein Leinenanzug muss nicht automatisch mit Hemd getragen werden, auch wenn das natürlich die klassischste Variante ist. Wer sich dafür entscheidet, sollte eher zu leichten Hemden aus Leinen, Baumwolle oder einem Baumwoll-Leinen-Mix greifen, weil sie besser zum sommerlichen Vibe des Anzugs passen. Weiß, Hellblau oder feine Streifen bieten sich dafür besonders an, am besten mit offenem Kragen. Je nach Anlass kann darunter aber genauso gut ein schlichtes T-Shirt oder sogar ein Tanktop getragen werden. Wie gut das aussehen kann, sieht man jedes Jahr auch in Cannes, wo männliche Celebrities immer wieder sommerliche Anzug-Sets tragen. In diesem Jahr zeigte sich Adam Driver beispielsweise in einem dunkelbraunen Leinenanzug von Zegna mit schwarzem Shirt darunter.
Leinenanzüge für den Sommer
séduction stellt Leinenanzüge für Männer vor, die bei warmen Temperaturen angenehmer sind als viele klassische Anzüge. Von hellen Sommermodellen bis zu dunkleren Varianten für den Abend zeigen diese Modelle, wie unterschiedlich Leinen wirken kann.

Brunello Cucinelli setzt bei diesem Leinenanzug auf Weiß und einen feinen Streifen-Print. Das wirkt sommerlich, aber nicht ganz so clean wie ein komplett einfarbiges Set. Sakko und Hose bleiben durch Revers, Pattentaschen und Bundfalte klassisch geschnitten.

Der Leinenanzug von Giorgio Armani wirkt formeller als das Modell von Brunello Cucinelli. Das liegt vor allem am komplett weißen Farbton und am zweireihigen Sakko. Durch den Regular Fit und die dekonstruierten Schultern sitzt der Anzug aber nicht eng oder steif.

Die Melo Jacke von Jacquemus ist streng genommen kein Anzug-Set, lässt sich aber mit der ebenfalls aus Leinen gefertigten Croisière Hose der Marke sehr gut in diese Richtung stylen. Die Jacke kommt in Dark Navy, ist aus meliertem Leinen-Twill gefertigt und hat einen geraden Schnitt mit strukturierten Schultern. Der sichtbare Ein-Knopf-Verschluss, die schmalen Jet-Taschen und das gestickte Calisson-Logo am Ärmel bringen die typische Jacquemus-DNA in den Look.
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