Yohji Yamamoto SS27: Eine neue Idee von Männlichkeit - séduction Magazin Germany
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Yohji Yamamoto SS27: Eine neue Idee von Männlichkeit

Von Online Redaktion 26/06/2026
Ein Look aus der Yohji Yamamoto Menswear Kollektion Spring/Summer 2027. Dabei trägt das Model einen schwarzen Mantel, ein rot-schwarzes Hemd und einen schwarzen Hut.
Credit: Spotlight Launchmetrics
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Während der Paris Fashion Week SS27 zeigte Yohji Yamamoto seine Spring/Summer 2027 Collection im eigenen Headquarter. Der bewusst verlangsamte Rhythmus auf dem Runway verlieh der Kollektion mehr Dramatik, auch wenn sie diese kaum gebraucht hätte. séduction informiert.

Breite Schultern gehören zu den vertrautesten Codes klassischer Menswear. Sie geben dem Körper Kontur, schaffen Haltung und prägen seit Jahrzehnten das Bild eines traditionell männlichen Anzugs. Bei Yohji Yamamoto SS27 wurde genau dieses Element zum Ausgangspunkt einer vielschichtigeren Auseinandersetzung mit Proportion. Manche Jacken bauten die Schultern fast skulptural auf, andere ließen sie bewusst weicher auslaufen. Mehrfach kreuzten schmale Bänder den Oberkörper oder hielten Jacken asymmetrisch zusammen. Die Outfits ließen manche Models fast wie Ritter für die Gegenwart aussehen. Verstärkt wurde dieser Eindruck durch metallische Choker, Ketten und Kreuze. Yamamoto kombinierte sie mit langen Mänteln, knielangen Hosen und locker fallenden Oberteilen, deren Volumen die strenge Schulterlinie wieder aufbrach. Die überwiegend schwarz-grauen, malerischen Prints wurden durch rote Farbakzente, Samt und helles Leinen ergänzt.

Yohji Yamamoto SS27: Der Runway als Charakterstudie

Auch beim Casting zeigte Yamamoto, dass es bei ihm nicht den einen Typ Mann gibt. Neben deutlich jüngeren und älteren Models unterschiedlicher Statur lief auch Schmuckdesignerin Rie Harui als einzige Frau über den Runway. Die Models bewegten sich konsequent langsam, hielten Pausen und nahmen den Runway ein, statt nur vorbeizuziehen. Die roten und blauen Flüssigkeitsbehälter im Raum wirkten wie eine abstraktere Fortsetzung der Boxsäcke aus der vergangenen Saison: reduziert, aber erneut als Bild für Spannung, Druck, Emotion und Kontrolle. Auch das Hair-Styling folgte dieser Idee von Ordnung und Unruhe. Die Haare fielen über Stirn und Augen, verdeckten Gesichter oder standen bewusst unkontrolliert ab. 

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