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Welcome Back

Das letzte Album von The Strokes „The New Abnormal“ liegt sechs Jahre zurück. Jetzt meldet sich die Lieblings-Rockband der 2000er mit neuer Musik zurück. „Reality Awaits“ ist für Ende Juni avisiert und erste Vorboten lassen vermuten, dass die New Yorker ihrem nostalgischen Mix aus Garage-Sound, New Wave und einem Hauch Velvet Underground treu bleiben. Für den 15. Oktober ist auch ein Konzert in Berlin angekündigt.
»Reality Awaits« erscheint am 26. Juni bei Rca/Sony
Nicht Ich

Wer ist der Mann hinter der sardischen Stiermaske? Man weiß kaum etwas über den Pianisten Lambert. Vermutlich lebt er in Berlin. Und verlässlich beglückt er seine Anhänger von Zeit zu Zeit mit wundersam schönen Klavierklängen. Doch auf seinem neuen Album „I Am Not Lambert“ ist einiges anders. Denn hier gibt es auch Stücke mit Gesangsparts. Und für die hat er Künstler wie Goodwin, Dekker und Kat Frankie gewinnen können.
»I Am Not Lambert« ist bei Clouds Hill/Broken Silence erschienen
Im Ungewissen

Geboren im Sudan, lebt Dua Saleh heute in den USA. Wie die Figur Cal Bowman, die Saleh in der Erfolgsserie „Sex Education“ spielte, identifiziert auch Dua selbst sich als non-binär. Im Mittelpunkt steht bei Saleh aber nicht Schauspielerei, sondern die Musik. Gerade kam das zweite Album „Of Earth & Wires“ heraus. Gefühlvoller, schwebender Gesang und sanfte Rhythmen treffen darauf auf ein Gefühl zwischen unendlicher Freiheit und großer Ungewissheit.
»Of Earth & Wires« ist bei Ghostly international/Secretly Distribution erschienen.
Luftskulptur

Der argentinische Künstler Tomas Saraceno verbindet Kunst mit wissenschaftlichem Anspruch mühelos mit unmittelbarem Staunen und Begeisterung. Seine Netz- und Kunststoffblasen-Installation „In Orbit“ verleitete das begeisterte Publikum in den Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen von 2013 an zehn Jahre lang zu Exkursionen in luftiger Höhe. Im Haus der Kunst in München wird es in Saracenos Ausstellung „Verwobene Welten“ wohl weniger sportlich zugehen, aber nicht minder aufregend. Er präsentiert seine zentralen Forschungsprojekte, das auf Ökologie und Atmosphäre konzentrierten „Aerocene“ (links) und die das Wirken der Spinnen feiernde Arbeit „Arachnophilia“ sowie eine neue, gemeinsam mit indigenen Gemeinschaften aus dem Norden Argentiniens produzierte Auftragsarbeit. (Vom 17. Juli bis 7. Februar 2027)
Umkehrung

Collage, Video, Performance… das Werk des Berliner Künstlers Marc Brandenburg ist weit gespannt. Im Zentrum aber steht die Zeichnung. Nach Fotos, die er bei Streifzügen durch die Stadt aufnimmt oder in Zeitschriften, Büchern, Filmen findet, entwickelt er in einem Prozess, der oft die Umkehrung der Helligkeitswerte der Vorlagen umfasst mit dem Bleistift eine präzise Negativversion der Welt (Arbeit von 2006). Zu sehen in seiner Schau „20th Century Debris“. (Berlinische Galerie, bis zum 14. September)
Pop & Art – KAWS auf der Grenze zwischen Kunst und Comic

Ähnlich wie Banksy und andere Graffiti- oder Urban-Art-Künstler wandelt auch der amerikanische Character-Creator und Bildhauer KAWS zwischen dem traditionellen Kunstbetrieb und einer eigenen Szene mit eigenen Käufern, Geldströmen und Sammelleidenschaften. Wie weit diese Sphären sich inzwischen angenähert haben und beeinflussen zeigt jetzt die Ausstellung „Kaws Art & Comics“ in der Albertina Modern. Sie untersucht die Wechselwirkung von Comics, Cartoons und Kunst. KAWS rückt in einen Dialog mit ausgewählten Positionen der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit, darunter Jean-Michel Basquiat und Keith Haring, Cosima von Bonin, Brigitte Kowanz oder Gottfried Helnwein und A. R. Penck. (Bis 27. September in der Albertina Modern)
Die Futuristin
Für ihre Ausstellung „Testimonies to the Near Future“ verwandelt die chinesische Künstlerin Cao Fei das Kunstmuseum Basel in ein immersives Gesamtkunstwerk in Gestalt einer labyrinthischen Stadt. In ihr verschmelzen eindrucksvolle Installationen und Cao Feis Videowelten zu einem hellsichtigen und futuristischen Strom der Bilder (links: „Hip Hop: Shanghai“ von 2025). Cao Fei gilt als Pionierin der Erschaffung digitaler Welten. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sie sich in ihren Arbeiten – von Videoinstallationen über digitale Simulationen bis hin zu Virtual-Reality-Settings – mit den Auswirkungen gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche auf das menschliche Leben. Die Ergebnisse sind beeindruckend und verstörend. Cao Fei ist eine beunruhigende Botschafterin aus der Zukunft. Die Ausstellung läuft vom 30. Mai bis zum 11. Oktober.
Text von: Bernd Skupin
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