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Kein Held mehr – »The Death of Robin Hood« erzählt eine alte Geschichte schockierend neu
Robin Hood (Hugh Jackman) liegt am Boden, gealtert, schuldbeladen und nach einem letzten Kampf schwer verwundet. Dem Tode nah, nimmt sich eine geheimnisvolle Frau seiner an. Schwester Brigit (Jodie Cromer) ist Priorin eines Klosters, in dem er Aufnahme findet und gepflegt wird. „Wir haben dieses gewisse Bild von Robin Hood im Kopf, wie er mit seinen Gefährten ausgelassen durch die Wälder tanzt“, sagt, der Regisseur von „The Death of Robin Hood“ Michael Sarnoski: „Doch die damalige Wirklichkeit war eine andere: Bauern erschlugen einander mit Schaufeln.“ Entsprechend ist Robin Hood bei ihm auch kein Held in grünen Strumpfhosen mehr, der den Reichen nimmt und den Armen gibt. Hugh Jackman spielt ihn als ein müde gewordenes, plünderndes, mordendes Monster, das in einer Welt voll Gewalt nur durch Brutalität überleben kann. Erst im Kontakt mit der Priorin erkennt er, was er anderen und sich angetan hat und dass vielleicht ein anderes Leben möglich wäre. Michael Sarnoski ging für seinen Film zu den ältesten Überlieferungen über die mythische Figur Robin Hood zurück. Darin gibt es eine Ballade über sein Ende. In der ist die Priorin eine böse, verräterische Frau, Sarnoski sieht sie als lichtere Gestalt der Hoffnung. Sein Film ist weniger Historiendrama als eine bildstarke Meditation über Gewalt und ihre Überwindung. (»The Death of Robin Hood«, ab 18. Juni im Kino)
Sie sind da

Am »Disclosure Day«, gestehen die Regierungen die Existenz von UFOs ein. Welche Auswirkungen das hat, schildert Steven Spielbergs Thriller mit Emily Blunt und Josh O’Connor. (»Disclosure Day« ab 10. Juni im Kino)
Familienchaos

Anne (Sophie Marceau) ist 55, die Kinder sind aus dem Haus und sie endlich frei. Denkt sie. Doch dann kommt in der charmanten Komödie „LOL 2.0“ doch alles ganz anders als erwartet. (»LOL 2.0«, läuft ab 18. Juni im Kino)
Wie es wird

Als die achtjährige Dalia aus dem Krankenhaus entlassen wird, sind ihre Eltern fort, das Dorf verwüstet. Ginevra Lamberti erzählt in „Das Wasser wiegt schwerer als die Zeit“ aus Sicht des Mädchens von einer Welt, der das Wasser ausgeht. Doch es gibt noch andere, noch dunklere Rätsel und Gefahren, die auf Dalia lauern.
Piper, 304 Seiten, 24 Euro.
Wie es war

In ihrem Roman „Vatertage“ widmet sich die Schauspielerin, Regisseurin und Co-Autorin des Bestsellers „How to be a Parisian…“ Anne Berest der väterlichen, bretonischen Linie ihrer Herkunft und erzählt, wie sich die private Familiengeschichte und die Historie des Landes und der Welt überschneiden.
Berlin Verlag, 448 Seiten, 25 Euro, (ab 29. 5.).
Wie es ist

Judith reist mit ihrem Mann, den Töchtern und der Mutter in das Sommerhaus, in dem sie schon als Kind ihre Ferien verbrachte. Als Natascha, die Freundin aus Jugendtagen im Nachbarhaus auftaucht muss sich Judith in Christine Adlungs „Sommerrauschen“ einer verdrängten Vergangenheit und ihrer Gegenwart stellen.
Dumont, 272 Seiten, 24 Euro (ab 16. 6.).
Text von: Bernd Skupin
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