
Anfang September verwandelt sich Südkoreas Hauptstadt in das glanzvolle Epizentrum der weltweiten Kunstszene. Eine gelungene Kombination aus den Highlights der Frieze Seoul, exklusiver Kulinarik und kreativer Bar-Kultur machen selbst einen Kurztrip unvergesslich.
Vom 2. bis 5. September 2026 versammelt die Frieze Seoul im COEX mehr als 125 Galerien aus 30 Ländern. Doch die Art Week spielt sich längst nicht nur in den Messehallen ab: Galerien, Museen, Restaurants und Bars machen die Stadt selbst zum Schauplatz. Wer für 48 Stunden nach Seoul reist, sollte deshalb zwischen Kunst, Architektur und Kulinarik wechseln – und dabei gezielt auswählen.
Tag 1: Seoul Frieze und Fine Dining
Der erste Weg führt direkt ins COEX im Viertel Gangnam. Neben den vertretenen Galerien sind vor allem die kuratierten Sektionen Focus, Spotlight sowie Material Practice interessant. Sie setzen spannende Schwerpunkte und machen die Messe zu weit mehr als einer klassischen Galerieausstellung.
Nach der Kunst darf man den Nachmittag bewusst etwas ruhiger angehen. Ein Spaziergang durch Gangnam bietet Zeit für zeitgenössische Architektur und koreanische Design-Ästhetik.
Am Abend wird es kulinarisch exzellent. Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete La Yeon im The Shilla Seoul bietet traditionelle Spitzenküche. Eine moderne und zugleich vegane Alternative bietet das ALT.a. Es zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig koreanische Aromen ohne tierische Produkte schmecken.
Tag 2: Kunst jenseits der Messe
Am zweiten Tag geht es gezielt aus Gangnam hinaus. Das berühmte Leeum Museum of Art gehört zu den wichtigsten Stationen der diesjährigen Kunstwoche. Auch das MMCA Seoul zeigt im Rahmen der Frieze Week hochkarätige Ausstellungen. Gerade das Zusammenspiel aus internationalen Galerien und lokalen Institutionen fasziniert.
Anschließend lohnt sich ein Bummel durch das Trendviertel Hannam-dong. Hier präsentiert sich Seoul von seiner kreativen Seite zwischen Concept Stores und Galerien.
Für das Dinner bietet das mit einem Michelin-Stern prämierte Onjium zeitgenössische Traditionsküche. Wer es geselliger mag, wählt stattdessen authentisches Korean Barbecue im Sooksoodoga.
Der Abend gehört den Bars
Seouls Bar-Szene genießt mittlerweile weltweiten Ruf. Für meisterhafte Drinks geht es zuerst ins renommierte ZEST SEOUL im Viertel Dosan-dong.
Außergewöhnlich präsentiert sich die Bar Tea Scent, denn hier bildet feiner Tee die Basis aller Cocktails. Glamourös wird es hingegen im versteckten Charles H. im Four Seasons. Alternativ locken das Kiez Seoul in Cheongdam oder das BAR SOKO in Hannam-dong. Beide Adressen stehen für eine eigenständige, extrem kreative Cocktailkultur.
Seoul als Gesamterlebnis
Die Frieze Seoul ist somit weit mehr als eine reine Kunstmesse. Sie dient vielmehr als perfekter Startpunkt für unvergessliche 48 Stunden. Zwischen Galeriebesuchen, Fine Dining und späten Cocktails wird die gesamte Stadt während der Art Week zum eigentlichen Gesamtkunstwerk.
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