
Unter dem Titel Rememory präsentiert die 25. Biennale Sydney ihre Werke vom 14. März bis 14. Juni 2026. séduction informiert über die Highlights.
Im Mittelpunkt der 25. Biennale Sydney stehen Fragen zu Erinnerung, Herkunft und Identität. Viele der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit kolonialer Geschichte, mit Migration oder mit den Erfahrungen von First Nations Gemeinschaften in Australien. Gezeigt wird an fünf großen Orten in Sydney, darunter unter anderem die White Bay Power Station und die Art Gallery of New South Wales.
Nikesha Breeze
Nikesha Breeze präsentiert mit Living Histories eine beeindruckende, begehbare Installation. Sie verknüpft Berichte versklavter Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner aus dem 19. Jahrhundert mit aktuellen Fragen zu Identität und Zugehörigkeit. Hoch aufgehängte Stoffbahnen, die an Baumkronen erinnern, gliedern den Raum. Besucherinnen und Besucher schlendern dazwischen hindurch und tauchen so direkt in eine lebendige Auseinandersetzung mit der Geschichte ein.
Nancy Yukuwal McDinny
Nancy Yukuwal McDinny, eine Künstlerin aus dem Norden Australiens, zeigt ihr bislang größtes Wandbild auf der 25. Biennale Sydney. Es greift die Geschichte ihrer First-Nations-Gemeinschaft am Golf von Carpentaria auf. Von der Ankunft der Briten bis zu aktuellen Landrechts- und Abbaukonflikten erzählt das Art Piece von Spannungen zwischen Ureinwohnern und Kolonialmächten. Es wirkt wie ein Denkmal, ist aber gleichzeitig eine sehr persönliche künstlerische Aussage.
Frank Young
Die APY Lands („Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara Lands“) im Norden von Süd-Australien sind ein abgelegenes, selbstverwaltetes Gebiet, in dem Anangu-Gemeinschaften ihr Land und ihre Traditionen pflegen. Das Kunstwerk Kulata Tjuta (Many Spears) stammt aus dieser Region und wird von Senior Anangu Künstler Frank Young geleitet. Die Installation besteht aus Hunderten handgeschnitzten Speeren, die zusammen eine große, raumgreifende Struktur bilden. Jeder Speer zeigt traditionelle Techniken und kulturelle Bedeutungen. Das Projekt begann vor 15 Jahren in der Gemeinde Amata. Für die aktuelle Ausgabe arbeiten drei Generationen von Speermachern zusammen, um das Wissen ihrer Gemeinschaft weiterzugeben und gleichzeitig in einem modernen Kunstraum sichtbar zu machen.
Behrouz Boochani, Hoda Afshar und Vernon Ah Kee
Behrouz Boochani, Hoda Afshar und Vernon Ah Kee zeigen im Campbelltown Arts Centre die Videoarbeit Code Black/Riot auf mehreren Bildschirmen. Das Videoprojekt widmet sich indigenen Jugendlichen im australischen Gefängnissystem und fragt nach ihrer Überrepräsentation sowie den historischen Ursachen. Persönliche Stimmen und politische Fragen verschmelzen hier zu einem der direktesten und eindringlichsten Beiträge der australischen Biennale.
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