Kunst-Highlights in Europa: Ausstellungen, die Sie bis Jahresende sehen sollten - séduction Magazin Germany
KULTUR

Kunst-Highlights in Europa: Ausstellungen, die Sie bis Jahresende sehen sollten

Von Online Redaktion 16/09/2026
Credit: Courtesy of Victoria and Albert Museum
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Der Herbst ist die perfekte Zeit für einen Kulturtrip: In Europas großen Kunstmetropolen warten derzeit Ausstellungen, die von jahrhundertealten Darstellungen der Maria Magdalena bis zu surrealistischer Haute Couture reichen. Vier Schauen in Frankfurt, Wien, London und Paris stechen dabei besonders hervor und machen Kunst zum idealen Anlass für einen Wochenendtrip.

Frankfurt: Maria Magdalena im Städel Museum

Ab dem 17. September 2026 widmet sich das Frankfurter Städel Museum einer der faszinierendsten Figuren der christlichen Kunstgeschichte: Maria Magdalena. Unter dem Titel „Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.“ verfolgt die Ausstellung ihre wechselnden Darstellungen über die Jahrhunderte. Von Apostelin und treuer Anhängerin Jesu über Sünderin und büßende Eremitin bis hin zur modernen, selbstbestimmten Frau. Werke von Künstlern wie Dürer, Beckmann und Lotte Laserstein zeigen dabei, wie unterschiedlich sich ihr Bild in der Kunstgeschichte verändert hat. Die Ausstellung läuft bis zum 17. Januar 2027 und eignet sich damit auch für einen späteren Herbst- oder Wintertrip nach Frankfurt.

Wien: Erna Rosenstein im Unteren Belvedere

Im Unteren Belvedere steht derzeit eine Künstlerin im Mittelpunkt, deren Werk eng mit den traumatischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts verbunden ist: Erna Rosenstein. „Jenseits der Stille“ präsentiert vom 3. Juli 2026 bis 10. Januar 2027 ihre Arbeiten und erzählt zugleich von ihrem persönlichen Schicksal, das eng mit der Geschichte Polens verbunden ist. Rosensteins Kunst bewegt sich zwischen Surrealismus, Erinnerung und inneren Bildern. Gerade diese Verbindung aus persönlicher Geschichte und einer eigenwilligen, teils surrealen Bildsprache macht die Ausstellung zu einem spannenden Gegenpol zu den großen Namen der klassischen Moderne.

London: Schiaparelli im V&A

Wer Kunst und Mode miteinander verbinden möchte, sollte einen Besuch im Victoria and Albert Museum einplanen. Noch bis zum 15. November 2026 zeigt „Schiaparelli: Fashion Becomes Art“ die erste britische Ausstellung, die sich umfassend dem legendären Modehaus widmet. Im Mittelpunkt steht Elsa Schiaparelli, die bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren die Grenzen zwischen Mode und Kunst auflöste. Ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie Salvador Dalí und Jean Cocteau brachte einige der ikonischsten Entwürfe der Modegeschichte hervor. Gleichzeitig spannt die Ausstellung den Bogen bis in die Gegenwart und zeigt, wie Creative Director Daniel Roseberry Schiaparellis surrealistisches Erbe heute weiterführt. Für Fashion-Fans ist die Ausstellung damit weit mehr als eine klassische Retrospektive: Sie zeigt, wie Haute Couture selbst zum Kunstwerk werden kann.

Paris: Bartholdi im Musée d’Orsay

In Paris geht es schließlich um eines der berühmtesten Monumente der Welt: die Freiheitsstatue. Das Musée d’Orsay widmet dem Bildhauer Auguste Bartholdi ab dem 15. September 2026 eine Ausstellung, die bis zum 31. Januar 2027 zu sehen ist. „Auguste Bartholdi. La Liberté éclairant le monde“ beleuchtet die Entstehung und Geschichte der monumentalen Skulptur und verbindet die Ausstellung mit einer immersiven Virtual-Reality-Erfahrung. Dabei geht es nicht nur um die Statue selbst, sondern auch um Bartholdis künstlerischen Prozess und die außergewöhnliche Geschichte hinter ihrem Entwurf. Wer Paris in diesem Herbst besucht, bekommt damit einen neuen Blick auf ein Wahrzeichen, das sonst vor allem als Fotomotiv bekannt ist.

Vier Städte, vier Perspektiven

Ob religiöse Schlüsselfigur in Frankfurt, surrealistische Avantgarde in Wien, Haute Couture in London oder monumentale Bildhauerkunst in Paris: Die aktuellen Ausstellungen zeigen, wie unterschiedlich Kunst erzählt werden kann. Und sie liefern gleichzeitig einen guten Grund, den nächsten City-Trip nicht nur nach Restaurants und Hotels, sondern auch nach dem kulturellen Kalender zu planen.

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