
Vom 5. bis 15. August 2026 verwandelt sich der Lago Maggiore wieder in einen Hotspot für Filmfans. Das traditionsreiche Locarno Film Festival feiert seit 1946 die Crème de la Crème des internationalen Autorenkinos, entdeckt frische Regietalente und feiert hochkarätige Premieren. Wir stellen vier Highlights aus dem diesjährigen Programm vor.
The Invite: Olivia Wilde lädt zum Dinner (2026)
Ein Abend, zwei Paare und eine Ehe, in der es gewaltig kriselt: Für The Invite beschränkt sich Regisseurin Olivia Wilde fast vollständig auf ein gemeinsames Dinner. Neben Seth Rogen steht sie selbst vor der Kamera, während Penélope Cruz und Edward Norton das Nachbarpaar spielen, dessen entspannter Umgang mit Beziehungen das Gefüge der anderen beiden ins Wanken bringt. Nach Booksmart und Don’t Worry Darling ist es Wildes dritte Regiearbeit, diesmal deutlich intimer angelegt. Das Remake des spanischen Films The People Upstairs lief bereits auf dem Sundance Film Festival und ist nun auch in Locarno zu sehen.
Paper Tiger: James Gray zurück im New York der 1980er (2026)
Bei James Gray entwickelt sich eine vielversprechende Geschäftsidee schnell zum Problem für eine ganze Familie. In Paper Tiger spielt Miles Teller den Ingenieur Irwin, der gemeinsam mit seinem Bruder Gary, einem ehemaligen Polizisten, in den Dunstkreis der russischen Mafia gerät. Adam Driver übernimmt die Rolle des Bruders, Scarlett Johansson ist als Irwins Ehefrau Hester zu sehen. Gray verbindet Kriminalfilm und Familiendrama vor dem Hintergrund des New York der 1980er-Jahre. Nach dem Wettbewerb in Cannes gehört der Film nun zu den prominent besetzten Titeln in Locarno. Gray selbst erhält beim Festival außerdem den Pardo alla Carriera.
Objet A: Kontrolle, Körper und Begehren (2026)
Vier Jahre nach Piaffe ist Ann Oren zurück im internationalen Wettbewerb von Locarno. In Objet A stehen Ingeborg und Adam im Mittelpunkt, zwei Handchirurgen, die nicht nur ihr Beruf, sondern auch ihr ausgeprägtes Bedürfnis nach Kontrolle verbindet. Ein Unfall zwingt Ingeborg dazu, ihren Alltag neu zu ordnen. Dabei begegnet sie Gaia, während sich gleichzeitig auch Adams eigene Fixierungen verändern. Aenne Schwarz und Louis Hofmann spielen das Paar. Der Film feiert in Locarno seine Weltpremiere.
Ni vue, ni connue: Warten auf die große Rolle (2026)
In Marc Fitoussis Komödie spielt Isabelle Huppert ausgerechnet eine Frau, die vom Starruhm noch weit entfernt ist. Corinne Maclou arbeitet als Statistin, zieht von Set zu Set und wartet weiterhin auf ihre erste größere Rolle. Als sie Sandrine Kiberlain kennenlernt, die im Film sich selbst spielt, scheint sich plötzlich eine neue Möglichkeit aufzutun. Ni vue, ni connue macht damit das Filmgeschäft selbst zum Schauplatz seiner Geschichte. Neben Huppert und Kiberlain gehören Emmanuelle Bercot, Ana Girardot und Diane Kruger zum Ensemble.
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