Kaum ein Make-up-Look verkörpert so viel Selbstbewusstsein wie das Cat Eye.
Das Cat Eye ist der Inbegriff moderner Weiblichkeit. Gerade rund um die Feiertage und zum Jahreswechsel, wenn wir uns nach einem Hauch Glamour sehnen, ist dieser Klassiker wieder allgegenwärtig. Doch während er auf den roten Teppichen scheinbar mühelos gelingt, wird er zu Hause schnell zur Herausforderung. Dabei ist der perfekte Lidstrich weniger ein Zufallsprodukt als das Ergebnis bewusster Anpassung an die eigene Augenform.
Die Basis: Vorbereitung ist Präzision
Für ein makelloses Ergebnis zählt die richtige Grundlage. Der Eyeliner sollte sanft über das Lid gleiten, ohne zu stocken oder die Haut zu ziehen. Eine geschmeidige Textur wie Gel, cremiger Stift oder flüssiger Liner, sorgt für gleichmäßige Farbintensität. Wer noch unsicher ist, kann den Schwung zunächst mit angefeuchtetem dunklen Lidschatten vorskizzieren. So lässt sich der Verlauf leichter anpassen und nach Wunsch korrigieren, bevor der Look fixiert wird.
Runde Augen: Strecken und definieren
Runde Augen strahlen oft Offenheit und Verspieltheit aus. Um ihnen mehr Länge und Raffinesse zu verleihen, hilft es, den Lidstrich erst ab der Mitte des Auges zu beginnen und nach außen hin breiter werden zu lassen. Der Flügel darf deutlich nach außen gezogen werden, um das Auge optisch zu verlängern. Ein zarter, leicht ansteigender Winkel öffnet den Blick und verleiht ihm Filmstar-Flair. Perfekt für den großen Auftritt.
Monolider: Feine Linien mit Tiefe
Bei Monolidern, die keine sichtbare Lidfalte haben, ist Präzision das Zauberwort. Ein ultrafeiner Strich, ganz dicht entlang des Wimpernkranzes gesetzt, schenkt Definition, ohne die natürliche Form zu überladen. Wer mehr Intensität wünscht, kann den äußeren Bereich leicht verdicken und mit einem dezenten Wing betonen. Besonders harmonisch wirkt es, wenn der Übergang weich verblendet wird. So entsteht ein fließendes, elegantes Ergebnis, das Tiefe zaubert, ohne hart zu wirken.
Mandelförmige Augen: Der ideale Schwung
Mandelförmige Augen gelten als „perfekt“ für den Cat Eye-Look, da ihre Proportionen den klassischen Lidstrich nahezu natürlich aufnehmen. Hier darf der Schwung selbstbewusst betont werden: Die Linie startet fein im inneren Augenwinkel, folgt der Wimpernlinie und endet kurz hinter der Lidfalte mit einem sanften, nach oben zeigenden Flick. Eine Variante im Stil der 1960er-Jahre mit etwas stärkerem Wing kann den Glamourfaktor zusätzlich erhöhen.
Schlupflider: Sichtbarer Flügel trotz Falte
Wer Schlupflider hat, kennt das Dilemma: Viele kunstvoll gezogene Wings verschwinden beim Öffnen des Auges in der Lidfalte. Der Trick besteht darin, den Strich bei geöffnetem Auge zu zeichnen. So bleibt er an der richtigen Position sichtbar. Der Flügel sollte dort ansetzen, wo die bewegliche Lidpartie in die obere Lidfalte übergeht. Anstelle einer durchgehenden Linie kann es helfen, zunächst kleine Punkte oder kurze Striche zu setzen und diese dann sanft zu verbinden. So bleibt der Lidstrich elegant, ohne das Auge optisch zu beschweren.
Das Geheimnis der Perfektion: Entspannt bleiben
Viele Fehler entstehen, weil das Lid beim Auftragen straff gezogen wird. Sobald man loslässt, verzieht sich die Linie. Profis empfehlen, den Kopf leicht zurückzulehnen und nach unten in einen Handspiegel zu schauen. So glättet sich das Lid natürlich. Kleine Unregelmäßigkeiten lassen sich mit einem in Mizellenwasser getränkten Wattestäbchen oder etwas Concealer präzise ausgleichen.
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