Ein gelungenes Make-up entsteht durch die richtige Reihenfolge der Produkte.
Jedes Produkt erfüllt seine Aufgabe in einem bestimmten Schritt, und wer die Reihenfolge kennt, sorgt dafür, dass alle Texturen optimal zusammenarbeiten. So wirkt das Ergebnis gleichmäßig, natürlich und hält den ganzen Tag.
Die Basis: Hautpflege als Vorbereitung
Am Anfang steht die Hautpflege. Sie ist die Grundlage für alles Weitere. Zuerst wird das Gesicht gereinigt, um Talg und Rückstände zu entfernen. Anschließend folgt ein Serum, das Feuchtigkeit spendet, und eine Tagescreme, die die Haut glättet und pflegt. Je nach Hauttyp kann sie leicht oder reichhaltiger sein. Wenn kein Lichtschutzfaktor enthalten ist, sollte Sonnenschutz als letzter Pflegeschritt folgen. Danach ist es wichtig, der Haut einige Minuten Zeit zu geben, damit die Pflege gut einziehen kann. Auf diese Weise lässt sie sich besser mit dem Make-up verbinden.
Der Primer: Vorbereitung für den Teint
Der nächste Schritt ist der Primer. Er wird nach der Pflege, aber vor der Foundation aufgetragen. Seine Aufgabe ist es, die Hautoberfläche zu glätten, Poren zu verfeinern und ein gleichmäßiges Fundament für die Grundierung zu schaffen. Je nach Hauttyp gibt es Varianten, die mattieren, Feuchtigkeit spenden oder den Teint zusätzlich zum Strahlen bringen. Nur eine dünne Schicht ist nötig, damit die nachfolgenden Produkte gut haften.
Foundation und Concealer: Der Ausgleich des Teints
Danach folgt die Foundation. Sie sorgt für einen gleichmäßigen Hautton und wird am besten von der Gesichtsmitte nach außen hin aufgetragen. Dabei sollte man lieber dünne Schichten verwenden und bei Bedarf aufbauen, statt zu viel Produkt auf einmal zu nehmen. Flüssige Foundations eignen sich gut für normale bis trockene Haut, während pudrige oder mousseartige Varianten bei leicht fettiger Haut für ein mattes Ergebnis sorgen. Wenn die Foundation gleichmäßig verteilt ist, kann gezielt Concealer eingesetzt werden. Er kommt auf die Bereiche, die mehr Abdeckung brauchen – etwa unter den Augen oder auf Rötungen. Wichtig ist, den Concealer nur sanft einzuklopfen und ihn mit der Foundation zu verblenden, damit keine Übergänge sichtbar bleiben. Farblich angepasste Varianten können dunkle Ringe oder Unebenheiten zusätzlich neutralisieren.
Kontur, Farbe und Licht
Ist die Grundierung abgeschlossen, geht es an die Definition des Gesichts. Contouring-Produkte modellieren die Gesichtszüge, leicht aschige Töne betonen Wangenknochen und Schläfen, während Bronzer einen Hauch Wärme verleiht. Rouge sorgt für Frische auf den Wangen und verbindet Kontur und Teint harmonisch miteinander. Auch hier gilt: Werden cremige Texturen verwendet, gehören sie vor das Abpudern, während pudrige Nuancen auf das bereits fixierte Make-up folgen. Ein sparsamer Highlighter auf Nasenrücken, Wangenknochen oder unter den Brauen setzt abschließend feine Akzente.
Fixieren für mehr Haltbarkeit
Nun wird die Basis fixiert. Ein transparenter Puder hilft, Glanz zu reduzieren und cremige Texturen zu stabilisieren. Besonders in der T-Zone, also auf Stirn, Nase und Kinn, trägt man ihn in leichten Bewegungen auf. Wer ein frisches, eher natürliches Finish bevorzugt, kann alternativ nur einzelne Partien abpudern oder ein Fixierspray verwenden. Letzteres verbindet alle Schichten zu einem einheitlichen, hautähnlichen Ergebnis.
Augen und Brauen: Den Blick betonen
Im Anschluss widmet man sich den Augen. Ein Lidschatten-Primer bereitet das Lid vor und verhindert, dass Farbe in die Lidfalte rutscht. Danach werden Lidschatten, Eyeliner und Mascara aufgetragen – in dieser Reihenfolge lassen sich die Übergänge am besten kontrollieren. Die Augenbrauen rahmen den Blick ein und werden entweder vor oder nach dem Augen-Make-up betont, je nachdem, was einem leichter fällt. Ein sorgfältig aufgebürstetes, leicht betontes Ergebnis sieht meist natürlicher aus als eine stark definierte Form.
Lippen: Pflege und Definition
Zum Schluss sind die Lippen an der Reihe. Bevor Farbe aufgetragen wird, lohnt sich eine kurze Pflege, damit die Oberfläche glatt ist. Ein Lipliner kann die Kontur präzisieren und verhindert, dass Lippenstift ausläuft. Danach folgt die Farbe, je nach gewünschtem Effekt als cremiger Lippenstift oder als glänzender Gloss.
Das Finish: Alles in Balance
Der finale Schritt ist das Fixieren. Ein Fixierspray legt sich wie ein feiner Nebel über das gesamte Make-up, nimmt überschüssiges Puder und verlängert die Haltbarkeit. So entsteht ein gleichmäßiges Ergebnis, das den ganzen Tag hält und dabei natürlich wirkt.
Die richtige Reihenfolge und ein wenig Geduld sorgen dafür, dass das Make-up nicht nur gut aussieht, sondern sich angenehm trägt.
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