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Beauty-Zeitreise: Der Mann der 30er

Von Online Redaktion 24/06/2021
Credit: Pexels
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Die 30er-Jahre gelten als turbulentes Jahrzehnt. Nach den wilden Freuden der 20er bekam die Bevölkerung plötzlich die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu spüren. Armut, Arbeitslosigkeit und die politischen Umwälzungen trafen einen Großteil der Menschen unerwartet hart. Auf der anderen Seite dieser schwierigen Zeit stand das goldene Zeitalter Hollywoods, das glamouröse Roben und populäre Kinovorstellungen hervorbrachte. Coco Chanel, Greta Garbo und Marlene Dietrich gelten bis heute als wichtigste Stilikonen dieser Zeit. Wir werfen in unsere Beauty-Zeitreise einen Blick auf den Mann mit Stil der 30er-Jahre. 

Die 30er waren sportlicher

Modisch unterschied sich die Männerwelt der 30er-Jahre nur unwesentlich von jener der goldenen Zwanziger. Der Anzug blieb weiterhin die unangefochtene Alltagskleidung, allerdings wurden seine Schnitte insgesamt sportlicher und lässiger. Hosen waren plötzlich weit geschnitten, hatten ein Mittelfalte und einen Umschlag. Dadurch kamen die Herren der 30er-Jahre oftmals etwas schlaksig daher. Auf die zuvor typische Weste wurde ab sofort verzichtet. Stattdessen ergänzte man die weiten Hosen mit einem engen Jackett oder einer körperbetonten Jacke. Im Winter kombinierte die Herrenwelt gerne einen sogenannten Ulster, ein schwerer Mantel aus hochwertigem Tweed. Formelle Zylinder oder klassische Filzhüte rundeten das Outfit ab. Auch in der Freizeit bevorzugten die Männer der 1930er es eher sportlich. Halblange Knickerbockerhosen und geknöpfte Sportjacketts gewannen an Beliebtheit. 

Fassonschnitt und Pomade

Ähnlich wie auch in den 20er-Jahren, blieb das Haar der Männer kurz. Der sogenannte Fassonschnitt ist bis heute ein Klassiker und zählt zu den beliebtesten Männerfrisuren. Dafür wird das Haar im Nacken und an den Seiten kurz ausrasiert und zum Deckhaar hin kontinuierlich wieder länger. Unebenheiten werden geschickt ausgeglichen, um einen fließenden Übergang zu garantieren. Auch der strenge Scheitel blieb weiterhin Pflicht für den gepflegten Mann der 30er. Pomade kam regelmäßig zum Einsatz und durfte in keinem Necessaire fehlen.

Clark-Gable-Bart erobert das Ende der 30er

Der Vollbart war weiterhin nur Männern in religiösen Positionen und Ämtern sowie älteren Akademikern vorbehalten. Man bevorzugte das Gesicht glattrasiert oder trug vornehmlich einen Moustache. 1939 erlangte ein Schnurrbart sogar besondere Berühmtheit. Im Film „Vom Winde verweht“ verführte Film-Gentleman Clark Gable die schöne Scarlett O’Hara mit einem schmalen Moustache, der nur einen kleinen Abstand zur Oberlippe hatte. Zuschauer auf der ganzen Welt waren begeistert von dem eleganten Look und so kam es, dass der Clark-Gable-Bart im 21. Jahrhundert sein Comeback im Film „Inglourious Basterds“ feierte. Dort trug Brad Pitt selbstbewusst die schmale Haarspur und trennte sich auch nach Abschluss der Dreharbeiten nicht von dem klassischen Retro-Look. 

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