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Hautpflege Männer

Glykation: Wie Zucker die Haut altern lässt

Von Patrick Vogel 02/10/2021
Credit: Pexels
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Das Geheimnis ewiger Jugend wird an mancher Stelle noch gesucht. Was wir aber jetzt schon wissen: Zucker beschleunigt den natürlichen Alterungsprozess der Haut.

Die Haut ab 30 wird immer anspruchsvoller. Grund dafür ist, dass die Kollagenproduktion sukzessive herunterfährt, dadurch die Spannkraft nachlässt und vermehrt Falten entstehen. Was diesen Prozess verlangsamen kann, ist eine darauf ausgerichtete Pflege und ein gesunder Lifestyle. Doch was bedeutet denn letzteres ganz genau? Dass UV-Strahlung der Haut ebenso schaden kann, wie Nikotin und Stress ist bekannt. Auch dass sich eine ungesunde Ernährungsweise negativ auswirkt. Doch dass ein hoher Zuckerkonsum zu den Hauptursachen der frühzeitiger Hautalterung zählt, ist noch eine relativ junge Erkenntnis der kosmetischen Wissenschaft. 

Versteckte Zucker

Das Tückische daran ist, dass uns oftmals gar nicht bewusst ist, wie viel Zucker wir täglich konsumieren, da inzwischen unzählige Lebensmittel und Drinks versteckte Süßmacher enthalten. Einfache- und Zweifache-Zuckermoleküle verbergen sich zum Beispiel hinter Bezeichnungen wie Lactose, Fructose, Dextrose oder Sirup, die man erst beim Lesen des Kleingedruckten auf der Verpackung identifizieren kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Maximaldosis von sechs Teelöffeln Zucker. Alles darüber hinaus könne gesundheitsschädigend sein. Und diese Grenze wird aus den eben genannten Gründen leider oft unbewusst überschritten. 

Ist das Limit erreicht, kommt auch unsere Haut ins Spiel. Dann entsteht eine biochemische Reaktion, die man in der Wissenschaft als Glykation bezeichnet. Kommt es zur Verzuckerung der Haut, beginnen die Gewebsfasern der Zellen zu verkleben. Und ist der Blutzuckerspiegel zu hoch, reagieren die aufgenommenen Zuckermoleküle mit Proteinen und Fetten im Körper, wodurch sogenannte Advanced Glycation Endproducts oder kurz AGEs entstehen. Unser Immunsystem bekämpft diese AGEs zwar wiederrum mit Antikörpern, was aber die Zellfunktionen zusätzlich hemmt. Für die Haut kann das sprichwörtlich unschöne Folgen haben: Sie produziert weniger Elastin, erschlafft und bildet schnell sichtbare Mimikfalten. Die Glykation treibt die Hautalterung schneller voran als biologisch vorgesehen. Doch mit den richtigen Verhaltensweisen und Pflegewirkstoffen kann man die Zuckerschäden minimieren. 

Diese Inhaltsstoffe helfen bei Glykation

Für Naschkatzen bedeutet das nicht den vollständigen Verzicht auf Zucker. Es genügt, die Menge zu reduzieren. Und auf eine Pflege zu setzen, die unsere Haut vor der Glykation schützt. In der J-Beauty werden dazu beispielsweise oft fermentierte Pflanzenextrakte verwendet, wie die der Rosskastanie. Ihre Enzyme enthalten Saponin und können den Zuckergehalt in der Haut reduzieren. Außerdem werden auch synthetische Inhaltsstoffkomplexe verwendet, welche die Hautglykation sogar rückgängig machen wollen. Collrepair DG gehört etwa zu den ersten dieser Art. Er besteht aus Rotwurzelsalbei, Vitamin B3 und Niacin. Das Prinzip dahinter ist einfach erklärt: Collrepair DG leitet eine Deglykation ein, indem verhindert wird, dass sich AGEs überhaupt erst bilden und bereits vorhandene aufgespalten werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Inhaltsstoff Ameliox von Mibelle Biochemistry. Der Kombinationswirkstoff setzt sich aus Silymarin, Tocopherol und Carnosin zusammen. Allesamt Antioxidantien, die vor freien Radikalen schützen, die Lebensdauer von Hautzellen verlängern und ihre Glykation somit hemmen. Mit einer gut aufgestellten Anti-Zucker-Pflege kann man etwas Schokolade auch hin und wieder ganz ohne schlechtes Gewissen genießen. 

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