Dressed To Thrill - Trendsetter Thomas Shelby - séduction Magazin
Werbung
NEWS

Dressed To Thrill – Trendsetter Thomas Shelby

Von Online Redaktion 21/04/2022
Credit: PR
B

Bad Guys als modische TRENDSETTER? Warum nicht. Die Filmgeschichte ist voll von gut gekleideten GANGSTERN und DANDYS mit Abgründen. Mit der sechsten Staffel der Dramaserie „PEAKY BLINDERS“ kehrt der geläuterte Bandenboss Thomas Shelby zurück und mit ihm ein Stil, der keineswegs retro ist.

Hypnotisierende Jazz-Musik, Tanzpaläste mit illustrem Publikum, Exzesse und Grenzüberschreitungen aller Art: Die Zwanziger- und frühen Dreißigerjahre sind bis heute eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für Regisseure und Serienproduzenten. Was diese Epoche für die Branche so attraktiv macht, ist ihr ausgeprägtes Stilbewusstsein. Der Sinn für Eleganz, feine Stoffe, avantgardistischer Chic und die Codes der Verführung gehörten auch dort zum Standard, wo man sich sonst über alle Regeln hinwegsetzte: in der Unterwelt. Gangsterbosse mit besten Verbindungen zu Polizei und Justiz spielen in Serien wie „Babylon Berlin“ Schlüsselrollen oder stehen wie in der britischen Dramaserie „Peaky Blinders“ im Mittelpunkt. Wenn die sechste und letzte Staffel des Epos um eine Bande aus Birmingham demnächst auf Netflix läuft, sind sie wieder da: die Schiebermützen als Kontrast zum Anzug mit Weste, die Uhrketten und der French Crop, jener Haarschnitt, den Cillian Murphy in der Rolle des Gangchefs Thomas Shelby kultiviert. Ein Look, der Exzentrik und Verwegenheit ausstrahlt, zugleich aber auch distinguiert daherkommt. Die Doppeldeutigkeit der modischen Signale verweist auf die Charaktere: Scheinbar mühelos vagabundieren sie zwischen kriminellem Milieu und besseren Kreisen. Tadellos gekleidet bleiben sie Männer mit Vergangenheit. So wie Jay Gatsby, der Millionär aus F. Scott Fitzgeralds Roman „Der große Gatsby“, ein mysteriöser Held, von dem lange niemand weiß, wie er sein Geld gemacht hat. Fünfmal verfilmt wurde die Leinwand-Version von 1974 mit Robert Redford in der Titelrolle ikonisch. Und mit ihm ein Stil, der an die Tradition des englischen Dandytums anknüpft. Stets elegant im Anzug mit perfekt abgestimmten Accessoires: bei formlosen Anlässen mit Schiebermütze und lässiger Krawatte. Auf Partys mit Fliege und klassischem Seitenscheitel. Im Gewand einer unerfüllten Liebesgeschichte leuchtet der Klassiker auch die dunklen Facetten der Roaring Twenties aus. Die endlose Party mündete in eine Mischung aus Zynismus, Weltschmerz und Unglück.

„Peaky Blinders“ – das Wort spielt auf die Mützenform an – nimmt seinen Anfang in der Misere eines Arbeiterviertels des englischen Birmingham und begleitet den Aufstieg der Gangsterfamilie Shelby. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie mit illegalen Wetten auf Pferderennen. Angeführt wird die Gang vom zweitältesten Bruder Thomas Shelby (Cillian Murphy). Er will die übel beleumundete Familie zu angesehenen Mitgliedern der Gesellschaft machen, und zwar auf legalem Weg. Selbstverständlich präsentiert er sich in ausgesuchter Garderobe. Den Anzug trägt er als Dreiteiler mit Weste in gedeckten Farben wie Navy, darunter ein Hemd mit Clubkragen. Accessoires und Frisur aber liefern kleine Hinweise auf die andere Seite der anständigen Fassade. French-Crop-Haarschnitt, Schiebermütze und Taschenuhr. Unter den Tweed-Mützen sollen die historischen Vorbilder der „Peaky Blinders“ übrigens Rasierklingen getragen haben. Davon ist bei Neuinterpretationen dieses Stils eher abzuraten.

Mit kleinen Modifizierungen lässt sich dem Look von Gatsby, Shelby und Konsorten mühelos ein Update verpassen. Zu den ohnehin trendigen Anzügen aus Tweed oder Cord im Retrostyle trägt man Sneaker, einen Fedora- oder Panama-Hut und für besondere Anlässe natürlich eine Taschenuhr. Fehlt nur noch der passende Haarschnitt.

Für einen klassischen Seitenscheitel, wie ihn Robert Redford als Jay Gatsby trägt, sollte das Haar zuerst mit Pomade und einem hochwertigen Herrenkamm geplätet werden. Danach wird ein gerader Scheitel entlang der linken oder rechten Schläfe gezogen und das Deckhaar auf die jeweils andere Seite gelegt. Ein fixierendes Glanz-Gel gibt Halt.

Wer sich eher mit dem French Crop von Thomas Shelby identifizieren kann, sollte zunächst einem Barber einen Besuch abstatten. Der rasiert erst einmal Nacken und Seiten aus. Danach wird das längere Deckhaar mit Pony nach vorn gelegt. Pomade, Gel oder Wachs sorgen für die nötige Textur.

Über das Schicksal von Thomas Shelby in der finalen Staffel von „Peaky Blinders“ hält sich die Produktion verständlicherweise bedeckt. Nur eines verriet Cillian Murphy in einem Interview: „Es wird verdammt dunkel.“