Ist Biotech Beauty die Zukunft? - séduction Magazin
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Ist Biotech Beauty die Zukunft?

Von Patrick Vogel 01/09/2021
Credit: Unsplash
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In der Beautywelt sind wir immer auf der Suche nach den neuesten und effektivsten Inhaltsstoffen für Produktformulierungen. Doch natürliche Ressourcen sind begrenzt. Biotech Beauty versucht dieses Problem zu lösen.

Dass Sustainability in der Beautywelt nicht oberste Priorität ist, ist vielen bewusst. Wir zerstören immer noch artenreiche Ökosysteme für Palmöl und verschmutzen das Meer mit Plastik wegen eines schönen Packagings. Glücklicherweise gab es in den letzten Jahren aber einen Paradigmenwechsel: viele Brands sind aufgewacht und versuchen umweltfreundlicher zu sein, sei es mit auffüllbaren Behältern oder recycelbaren Verpackungen. Viele Fehler der Vergangenheit lassen sich aber nicht mehr ausgleichen: unzählige Tier- und Pflanzenarten wurden ihres Ökosystems beraubt und das nur, um den Preis der Schönheit zu zahlen. Hier kommt Biotech Beauty ins Spiel.

Wo kommen die Inhaltsstoffe her?

Viele Inhaltsstoffe auf die wir in unseren Beauty-Routinen schwören konnten eine lange Zeit nicht nachhaltig gewonnen werden: beispielsweise wurde der feuchtigkeitsspendende Schönheitsbooster Squalan ursprünglich aus der Leber von Haifischen hergestellt, mittlerweile nutzen viele Brands stattdessen aber Oliven. Ein anderes Beispiel ist Ambra, eine olfaktorische Ingredienz, die Düften ein holziges Aroma verleiht. Die Substanz entsteht eigentlich im Verdauungstrakt von Pottwalen, heute wird sie vereinzelt schon mithilfe von Hefepilzen kreiert. Diese wissenschaftlichen Fortschritte haben wir Biotech Beauty zu verdanken.

Was ist Biotech Beauty?

Biotech Beauty ist ein eine Form des genetischen Engineerings. Hier versuchen Forschende im Labor mithilfe von Bakterien und Pilzen Inhaltsstoffe herzustellen, die die natürlichen Ingredienzen optimieren oder in vielen Fällen sogar ersetzen können. Das Beste: für die Herstellung der Alternativen reicht bereits eine kleinste Menge des Originalstoffs aus, damit ist der Prozess viel nachhaltiger als die herkömmlichen Methoden. Auch die Produktionskosten sind um ein Vielfaches niedriger.

Was sich für viele vielleicht noch futuristisch anhört, ist glücklicherweise auf dem besten Weg der neue Standard zu werden. Denn die nüchterne Realität ist, dass unser Planet sein Limit erreicht hat. Nun liegt es an uns!

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