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Parfum für Damen

Chypre: Die unendliche Vielfalt einer Duft-Familie

Von Pia Scheiblhuber 04/04/2020
Credit: Unsplash
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Zitrisch, blumig und mit holzigen Nuancen: Seit über 100 Jahren prägt die Duftfamilie Chypre die Parfum-Welt. Sie gilt seither als eine der klassischen Kategorisierungen von Duftkompositionen. Wodurch zeichnet sich ein Chypre-Duft eigentlich aus?

Sowohl unter den Herren- als auch den Damenparfums findet man unzählige Kreationen, die dieser Parfum-Klassifizierung zugeordnet werden können. Der Hauptcharakter des oft elegant-raffinierten Duftes kann aber klar definiert werden.

Das Grundkonstrukt eines Chypre-Duftes

Die Komplexität der Komposition beruht auf einer hesperidischen Kopfnote, die sich aus Zitrusölen wie Orange, Mandarine, Zitrone, Bergamotte oder Neroli zusammensetzt. Diese mündet in eine blumige Herznote, meist dominiert von Rosen- und Jasminöl. Durch Zimtöl, Benzoe oder auch Koriander werden diese blumigen Nuancen oft akzentuiert. Abschließend treten holzig-moosige Duftnoten hervor, die Wärme ausstrahlen. Prädestiniert dafür sind Eichenmoos und Moschus, die oft durch Nebennoten wie Patschuli, Sandelholz, Vetiver oder Labdanum nuanciert werden. Auch animalische Noten wie Zibet oder Ambra runden den Basisakkord ab. Der Gesamteindruck des Chypre-Duftes ist animiert vom Kontrast zwischen warmen, holzig-geerdeten Nuancen, erfrischend fruchtigen Noten und blumigen Akkorden. Daraus resultiert eine Kombination, die einen nicht zu lieblichen Duft hervorbringt und zugleich durch Charakterstärke und einen leicht herben, markanten Duft besticht.

Die Entstehung einer prägenden Duft-Familie

Der französischer Parfumeur François Coty kreierte 1917 den Duft „Chypre“, was aus dem Französischen übersetzt „Zypern“ bedeutet. Tatsächlich sind die Duftbausteine von der Mittelmeerinsel abgeleitet, wo die aromatischen Inhaltsstoffe des Parfums Teil der typischen Flora sind. Cotys Kreation avancierte dank seiner Beliebtheit schnell zum Prototypen einer neuen Duftfamilie, der viele Nachahmer fand. In der Parfumtradition gab es durchaus schon vorher Düfte, die sich aus einer ähnlichen Zusammensetzung entwickelten, doch war Cotys „Chypre“ der Durchbruch einer Duftrichtung, die nun endlich einen einheitlichen Namen bekam.

Neuinterpretationen des Duft-Klassikers

Frischer, leichter oder noch markanter: Bei der Wahl eines Chypre-Duftes findet man sich heutzutage vor einer riesigen Auswahl an Parfums wieder. Bei Herren-Chypres dominieren in der Regel die holzigen Nuancen, bei den Varianten für Damen eher der blumige oder aber auch der frische, hesperidische Duft. Hier eine kleine Auswahl:

Unisex-Duft, der mit einer erfrischenden Mischung u.a. aus Bergamotte, bulgarischer Rose, Safran und Eichenmoos besticht: „Chypre 21“ EdP von Heeley, 100 ml ca. 130 €

Unterstreicht die Persönlichkeit einer charakterstarken Frau mit einer orientalisch anmutenden Chypre-Komposition: „Coco Mademoiselle“ EdP von Chanel, 100 ml ca. 145 €
Ein Duft, der Männer wie Frauen u.a. mit kalabrischer Mandarine, Rosa Pfeffer, Pfingstrose, indischer Mimose und Virginia-Zedernholz gleichermaßen begeistern wird: „Floveris“ EdP von Ciro, 100 ml ca. 159 €

Lebendig, fruchtig, blumig und somit genau das Richtige für sinnliche Frauen: „An’na“ EdP von Annayake, 100 ml ca. 94 €

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