Was Fougère-Düfte einzigartig macht - séduction Magazin
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Parfum für Herren

Was Fougère-Düfte einzigartig macht

Von Pia Scheiblhuber 02/10/2020
Credit: Stocksy
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Würzig-erdige Nuancen von ausgeprägter Intensität gehen eine überraschende Symbiose mit der spritzigen Frische von Zitrusfrüchten und einem Hauch blumiger Eleganz der Geranie ein: So lässt sich das Grundgerüst des Fougère-Dufts beschreiben. Vor 138 Jahren wurde der Weg für die bahnbrechende Duftfamilie geebnet. Was Fougère-Düfte einzigartig macht.

Mit einem Farn hat der Fougère-Duft kaum etwas zu tun – auch wenn Fougère aus dem Französischen übersetzt Farn bedeutet. Die Namensgebung geht auf das Parfum zurück, das diese Duftfamilie begründete: „Fougère Royale“ von Houbigant. Parfumeur Paul Parquet hat es 1882 kreiert – und brillierte dabei mit einer bis dato noch nie verwendeten Komponente: Cumarin. Dieses zu extrahieren, zu isolieren und für die Parfumherstellung zu nutzen war ein bemerkenswerter Schritt in der Parfumerie. Und der Grundstein für eine neue Duftära.

Duft-Formel: Cumarin, Lavendel, Bergamotte und Geranie

Cumarin, ein sekundärer Pflanzenstoff, wird in der Regel aus der Tonkabohne gewonnen, kommt jedoch auch in anderen Pflanzen vor. Sein intensiver, frischer Duft erinnert an Heu oder frisch gemähtes Gras. Cumarin dominiert die Basisnote von Fougère-Düften, gemeinsam mit Eichenmoos-Noten und Holznuancen. Die Herznote ist von Geranium geprägt, während sich in der Kopfnote in der Regel Lavendel und Bergamotte vereinen. Diese Duft-Formel ist es, die Fougère-Düfte so einzigartig macht.

Kraftvoll, intensiv und frisch

Insgesamt überzeugen Fougère-Düfte mit einem kraftvollen, intensiven und frischen Charakter, der sie zu einer prädestinierten Herren-Parfum-Kategorie avancieren lässt. Nur wenige Damendüfte werden als Fougère komponiert. Doch viele der Fougère-Düfte sind als Unisex-Kreationen tragbar und widersetzen sich jeglicher Gender-Kategorisieung.

Moderne Interpretationen

Credit: PR

Vor allem all die Neuinterpretationen, die durch einen edlen Hauch von Amber sehr elegant wirken oder das Duft-Bouquet mit dezenten aber signifikanten ledrigen sowie holzigen Nuancen aufmischen, passen perfekt zum modernen Zeitgeist. Trotz seiner langen Tradition wird der Fougère-Duft stets neu interpretiert. Der Ordiginalduft von Houbigant wurde beispielsweise 2010 neu aufgelegt: Hier spielen nun neben den bereits erwähnten Duft-Protagonisten auch mediterrane Kräuter, warme Gewürznoten sowie Rosenessenzen und Absolues von Pfeffer, Zimt und Nelke eine entscheidende Rolle. Auch Salbei und Patschuli tragen zum Dufterlebnis bei. Und „Le Male“ von Jean Paul Gaultier ist besonders aromatisch aufgrund der warmen Vanille sowie des würzigen Kardamoms und gehört damit zur Unterkategorie „Fougère Orientalisch“.

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