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Côte Basque Calling: Was Biarritz so besonders macht

Von Monroe Rei Vogel 29/04/2026
Credit: unsplash
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Biarritz ist wie gemacht für kurze Auszeiten. Die Wege sind kurz, das Meer ständig präsent, der Rest ergibt sich von selbst. séduction stellt die wichtigsten Must-sees und Must-dos der Stadt vor.

Biarritz begann einst als beschauliches Fischerdorf, bevor es im 19. Jahrhundert unter Napoleon III. und Kaiserin Eugénie zur mondänen Sommerresidenz aufstieg. Aus dieser Zeit stammen die prächtigen Villen, eleganten Badehäuser und weitläufigen Promenaden, die das Stadtbild bis heute prägen. Ab den 1950er-Jahren hielt dann eine neue Bewegung Einzug: Das Surfen schwappte aus Kalifornien nach Europa und fand in Biarritz ideale Bedingungen. So treffen heute historische Thalassotherapie-Zentren und prachtvolle Bauten der Belle Époque auf eine lebendige Surfkultur, die das Gesicht der Stadt ebenso prägt wie ihr aristokratisches Erbe.

Rocher de la Vierge

Der Rocher de la Vierge ist ein bekanntes Wahrzeichen von Biarritz und liegt am nördlichen Stadtrand direkt über dem Atlantik. Gustave Eiffel baute 1884 die stabile Fußgängerbrücke, die sicher über die 30 Meter hohen Klippen zum Felsen führt. Von der Plattform blickt man auf die Brandung, die benachbarte Plage du Miramar und die Küstenlinie bis Bayonne. Morgens ist der Ort ideal für einen ersten Überblick über die Lage der Stadt zwischen Land und Meer. Danach erreicht man das Zentrum in 10-15 Minuten zu Fuß. Bei Flut oder Sturm schlagen Wellen hier bis zu 10 Meter hoch direkt unter dem Felsen.

Côte des Basques

Côte des Basques liegt westlich des Zentrums und misst rund 2 Kilometer. Es ist Biarritz längster und beliebtester Surfstrand mit feinem, hellen Sand. Die Wellen sind hier regelmäßig 1-3 Meter hoch. Anfänger surfen bei Ebbe in flachem Wasser, Fortgeschrittene warten auf Flut mit stärkerer Strömung und besseren Takes. Ein ausgebauter Küstenpfad mit Bänken lädt außerdem zum Spazierengehen oder Joggen ein und verbindet den Strand mit der Pointe Saint-Martin.

Pointe Saint-Martin

Am westlichen Ende der Côte des Basques ragen die Klippen zur Pointe Saint-Martin empor – ein Felsvorsprung, der wie geschaffen scheint, um den Ozean in Szene zu setzen. Dort thront der Phare de Biarritz, Biarritz’ charakteristischer weißer Leuchtturm, der seit 1834 mit seinem Fresnel-Licht Schiffe sicher durch die stürmische Biskaya führt. 47 Meter hoch über den Klippen öffnet sich von hier ein 360-Grad-Panorama.

Aquarium de Biarritz

Vom Aussichtspunkt Pointe Saint-Martin sind es rund 15 Minuten zu Fuß ins Zentrum bis zum Aquarium de Biarritz am Port-Vieux. Das 1933 eröffnete Haus geht auf die Forschungen des Marquis de Folin zurück, der bereits im 19. Jahrhundert die Tiefen des Golfs von Biskaya untersuchte, und zählt zu den ältesten Aquarien Frankreichs. Im Art-Déco-Gebäude mit über 50 Becken entfaltet sich die Meereswelt der Region in klaren Bildern. Sandtigerhaie ziehen durch einen acht Meter langen Glastunnel, Rochen gleiten im 360-Grad-Becken, während Robben und Pinguine in den Außenanlagen zu sehen sind. Die 2011 erweiterte Anlage umfasst ein 1,5-Millionen-Liter-Hauptbecken sowie kleinere Aquarien für weitere Arten. Interaktive Stationen vermitteln zudem Wissen zu Strömungen und Meeresschutz. Abgerundet wird der Besuch durch das Restaurant Olatua, dessen Rooftop-Terrasse einen weiten Blick auf den Atlantik eröffnet, besonders stimmungsvoll bei Sonnenuntergang.

Typisch Baskisch

Biarritz steht für eine baskische Küche, die stark vom Atlantik, den Bergen und regionalen Produkten geprägt ist. Die Monate von Mai bis September gelten nicht nur als kulinarisch besonders reizvoll, sondern auch als beste Reisezeit: Märkte bieten eine große Vielfalt an frischen Produkten, und fangfrischer Fisch prägt die Speisekarten der Region. Axoa, ein Kalbsragout mit Espelette-Pfeffer, Paprika und Bayonne-Schinken, gehört zu den Klassikern. Ebenso Marmitako, ein Thunfischeintopf mit Kartoffeln und Gemüse, oder mit Kabeljau gefüllte Piquillo-Paprika. Zum Abschluss folgt Gâteau Basque mit Schwarzkirschmarmelade. Im Zentrum steht jedoch die Pintxos-Kultur: kleine, baskische Tapas, die auf Brot serviert, mit einem Zahnstocher fixiert und direkt an der Theke gegessen werden. Dazu Wein, Cidre oder ein Zurito.

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