Wohin im September? Drei europäische Inseln für eine Auszeit - séduction Magazin Germany
Europa

Wohin im September? Drei europäische Inseln für eine Auszeit

Von Online Redaktion 10/08/2026
Luftaufnahme eines Sandstrandes mit türkisfarbenem Meer, Kajak und wenigen Menschen am Wasser als Motiv für Inselreisen im September.
Credit: Magnific
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Im europäischen Reisekalender dreht sich eigentlich alles immer nur um dieselben wenigen Wochen im Hochsommer. Im Juli und August sind die bekannten Spots im Süden sowieso komplett überlaufen, und man tritt sich fast auf die Füße. Wenn Sie aber nicht starr an die Ferienzeiten gebunden sind, können Sie den Trip auch einfach auf den September oder in den frühen Oktober legen. Im Süden bleibt das Meer dann meistens noch super warm, während im Norden eben schon die ersten Herbsttage bevorstehen. Inseln wie Paros in Griechenland, das estnische Hiiumaa und die winzige Île de Bendor an der Côte d’Azur zeigen ziemlich gut, wie unterschiedlich eine Auszeit nach der Hauptsaison aussehen kann.

Paros und die Kykladen nach dem großen Ansturm

Die entspannte Nebensaison auf Paros startet im September und geht je nach Wetterglück eigentlich bis in den Oktober hinein. Vor allem der September ist perfekt, wenn man noch mal richtig baden will. Das Mittelmeerklima sorgt für milde Temperaturen und das Wasser hat nach dem Sommer noch genug Wärme gespeichert. im Oktober ist es nochmal ruhiger auf der Insel. Die Insel mitten in den Kykladen gehört mittlerweile zu den absoluten Klassikern. In Naoussa mischen sich dagegen alte Fischerhäfen mit Bars und Boutiquen, während Parikia als Hauptstadt gleichzeitig der Haupthafen ist. Aber mal ehrlich: Nach den anstrengenden Wochen im Hochsommer lohnt es sich total, den Radius einfach mal zu vergrößern und die Insel jenseits dieser beiden Hotspots zu entdecken.

Hafen von Naoussa auf Paros mit weißen Häusern, kleinen Booten und Restaurants am Wasser.
Blick auf den Hafen von Naoussa auf Paros mit weißen Kykladenhäusern, kleinen Booten und Restaurants direkt am Wasser. (Unsplash)

Die hellen Granitfelsen von Kolymbithres kennt man zwar von jedem Foto, aber direkt daneben liegt die Halbinsel Agios Ioannis Detis mit ruhigen Buchten und Küstenwegen, wo Spaziergänge bei nachlassender Mittagshitze wieder richtig Laune machen. Wer stattdessen genug von Strand hat, fährt am besten ins alte Bergdorf Lefkes im Inselinneren. Ein September-Tag lässt sich hier wunderbar mit einem entspannten Lunch und einer kleinen Tour durch die Dörfer verbinden. Auch die kleine Nachbarinsel Antiparos ist nur eine kurze Fährfahrt entfernt und perfekt für einen Ausflug.

Hiiumaa im frühen Herbst

Weißer Leuchtturm Tahkuna auf der estnischen Insel Hiiumaa vor blauem Himmel.
Der Leuchtturm Tahkuna zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Hiiumaa. (Unsplash)

Auf Hiiumaa beginnt die ruhigere Reisezeit im September und reicht bis in die ersten Oktoberwochen. Bei Temperaturen um 15 Grad lässt sich die zweitgrößte Insel Estlands besonders gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Mehr als 1.000 Quadratkilometer Fläche treffen hier auf weniger als 10.000 Einwohner, entsprechend weitläufig sind Wälder, Moore und Küstenabschnitte. Zu den bekanntesten Zielen gehören die Leuchttürme Kõpu, Tahkuna und Ristna sowie die schmale Landzunge Sääretirp im Südosten. Auch die Saunakultur gehört auf Hiiumaa fest zum Alltag und wird gerade in den kühleren Herbstmonaten zu einem wichtigen Teil des Aufenthalts. Viele Unterkünfte und Ferienhäuser verfügen über eigene Saunen, häufig in direkter Nähe zur Natur oder zum Wasser. Hiiumaa erreicht man mit der Fähre von Rohuküla oder per Flug von Tallinn nach Kärdla.

Île de Bendor und die Côte d’Azur im Spätsommer

Nur rund sieben Minuten mit dem Boot von Bandol entfernt liegt die Île de Bendor, eine gerade einmal sieben Hektar große und vollständig autofreie Insel. 1950 wurde sie von dem Unternehmer Paul Ricard erworben, der hier einen Treffpunkt für Kunst und mediterranes Leben schaffen wollte. Nach einer fünfjährigen Neugestaltung ist Bendor seit Mai 2026 wieder für Besucher geöffnet und in diesem Jahr noch bis zum 1. November per Schiff erreichbar. Heute wird ein großer Teil der Insel als exklusives Resort mit Unterkünften, Restaurants, Bars und Wellnessangeboten genutzt, interessant bleibt aber vor allem ihre Lage direkt vor Bandol, einer der bekanntesten Weinregionen der Provence. Besonders der September bietet sich für einen Aufenthalt an, denn dann beginnt rund um Bandol die Zeit der Weinlese. Da auf der Insel keine Autos fahren, lassen sich alle Wege bequem zu Fuß zurücklegen. Tagesgäste müssen 2026 allerdings beachten, dass für die Überfahrt eine feste Reservierung, etwa für ein Restaurant oder das Wellnessangebot, erforderlich ist. 

Das richtige Reiseziel zur richtigen Zeit

Paros, Hiiumaa und Bendor zeigen, wie unterschiedlich sich europäische Inseln außerhalb der klassischen Sommermonate erleben lassen. Wer also nicht zwingend im Hochsommer verreisen muss, braucht gar nicht erst nach dem nächsten vermeintlichen Geheimtipp zu suchen. Manchmal reicht es völlig aus, den Reisezeitpunkt einfach um ein paar Wochen zu verschieben.

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