Reise Tipps

Berge, Seen, Täler: Wanderrouten in Süddeutschland

Von Pia Scheiblhuber 22/08/2020
Credit: Unsplash
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Spätsommertage, an denen die Luft bereits etwas abkühlt, die Sonne einem aber immer noch ganz sanft das Gesicht streichelt, sind perfekt für eine Wanderung in den Bergregionen. Vor allem in Süddeutschland befinden sich schöne Landschaften, die den Wanderern beeindruckende Panoramen bieten.

séduction stellt drei Wanderparadiese vor: Für Gipfelstürmer und Naturliebhaber, die sich gerne durch Täler treiben lassen oder auf der Suche nach wassernahen Wanderpfaden sind.

Schwarzwald: „Schluchseer Jägersteig“

Dichte Wälder und pittoreske Dörfer – dafür ist der Schwarzwald bekannt. Doch auch die große Vielfalt an Wanderwegen macht ihn zu einem tollen Ausflugsziel. Die circa vierstündige, mittelschwere Wanderung über den „Schluchseer Jägersteig“ im Hochschwarzwald bietet beispielsweise ein besonderes Wandererlebnis. Die gut elf Kilometer lange Strecke, bei der 236 Höhenmeter bewältigt werden, startet am Wanderparkplatz „Im Wolfsgrund“ oder am Bahnhof Schluchsee-Aha. Man begibt sich auf den Jägerpfad, der durch den Bannwald bis zum Ahaberg führt. Danach geht es auf dem historischen Grenzweg bis zum Bildstein. Von dort hat man einen atemberaubenden Ausblick, bei klarer Sicht sogar bis zu den Schweizer Alpen. Anschließend geht es bergab bis zum Schluchseeufer, das zum entspannten Flanieren einlädt. Dabei wird den Wanderern der Kontrast deutlich, von dem die Route geprägt ist: Denn nach den ruhigen Wanderwegen und Waldpfaden umgibt die Wanderer auf dem vielfrequentierten Seeuferweg mehr Trubel.

Chiemgauer Alpen: Kampenwand

Der zackige Felsgipfel ist ihr markantes Charakteristikum, an dem man sie von Weitem erkennen kann: Die Kampenwand in 1664 Metern Höhe. Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade locken ebenso wie die Aussichts-Hotspots auf die unberührte Natur. Mit der Bergbahn kann man ganz gemütlich die Bergstation in 1467 Metern Höhe erreichen, von wo aus die Höhenwege erkundet werden können. Der Panoramaweg zur Steinlingalm ist sehr eben und für Ungeübte und Familien zu bewältigen. Von dort genießt man eine wundervolle Aussicht auf den Chiemsee. Das weitläufige und vielfältige Wanderwegenetz hält aber auch anspruchsvolle Routen bereit. Wer die Kampenwand von einem der Dörfer im Tal erklimmt, kann sich auf gut beschilderte und ausgebaute Wanderwege freuen, die mit tollen Panoramen und Waldwegen die Herzen höher schlagen lassen. Bis zum Gipfel müssen bis zu 900 Höhenmeter zurückgelegt werden, teils über steile Anstiege. Doch die Anstrengung wird mit einem unvergleichlichen Ausblick belohnt.

Garmisch-Partenkirchen: Partnachklamm

Rauschende Wasserfälle, die an hohen Felswänden hinunterstürzen: Die ganze Kraft des Wassers wird den Wanderern in der Partnachklamm beeindruckend vor Augen geführt. Die 1910 bis 1912 erschlossene, zum Naturdenkmal ernannte und 699 Meter lange Klamm in Garmisch-Partenkirchen lädt zu einer leichten und erlebnisreichen Wanderung ein. Die enge Schlucht ist ganzjährig geöffnet und verfügt über einen gut gesicherten Steig, der teils durch dunkle Tunnel führt. Das laute Getose des von den bis zu 80 Meter hohen Felswänden herabrauschenden Wassers begleitet einen beim Durchqueren der Klamm. Ausgangspunkt der Wanderung ist das Skistation. Von dort führt der Weg vorbei am Wildbach Partnach hin zum Eingang der Klamm. Im Sommer findet man dort Erfrischung, aber auch im Winter bietet die Klamm ein unvergessliches Erlebnis mit meterlangen Eiszapfen und glasklaren Eisschichten. Ein einzigartiges Winter-Wunderland mit dramatischem Charakter. Die gesamte Länge des Wanderwegs beträgt circa sechs Kilometer.

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