Jenseits des Hypes: Küstenziele mit Amalfi-Flair - séduction Magazin Germany
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Jenseits des Hypes: Küstenziele mit Amalfi-Flair

Von Monroe Rei Vogel 20/05/2026
Credit: Unsplash
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Die Amalfiküste ist nicht ohne Grund so gehyped. Steile Felsen, Orte in Hanglage, Zitronengärten, kleine Buchten und Restaurants mit Meerblick gehören zu ihrem Bild. Positano, Amalfi und Ravello sind in der Hochsaison allerdings oft entsprechend voll. Umso spannender sind Küstenziele, die weniger überlaufen sind und ein ähnliches Flair haben.

Cilento, Italien

Cilento ist wahrscheinlich die naheliegendste Antwort auf die Frage, wohin man fährt, wenn man Amalfi-Flair mit etwas mehr Ruhe sucht. Die Küste liegt südlich der bekannten Orte und wirkt an vielen Stellen entspannter und gelassener. Zu den Highlights gehören Palinuro mit seinen Grotten und Bootstouren, Marina di Camerota mit kleinen Buchten und Badeplätzen, Scario als guter Ausgangspunkt für abgelegenere Strände sowie Acciaroli, das mit Hafen, Restaurants und einem etwas ruhigeren Küstenleben punktet. Weil Teile der Region zum Nationalpark gehören, sind viele Abschnitte weniger dicht bebaut als an der Amalfiküste. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann hier gut zwischen Stränden, kleinen Orten und Aussichtspunkten wechseln.

Scilla, Italien

Scilla bringt schon über seinen Namen eine eigene Geschichte mit: Der Ort wird mit Skylla aus Homers „Odyssee“ verbunden, jenem Seeungeheuer, das der Legende nach in den Felsen an der Straße von Messina lebte. Heute ist Scilla vor allem ein kleiner Küstenort an der tyrrhenischen Seite Kalabriens, mit Strand, Felsen und dem Castello Ruffo, einer alten Festung, die oberhalb des Meeres auf einem Felssporn steht. Direkt darunter beginnt Chianalea, das alte Fischerviertel am Wasser. Dort reichen die Häuser bis an die Küste, kleine Boote liegen vor den Fassaden, und in den Restaurants steht Schwertfisch aus der Region auf der Karte.

Sperlonga, Italien

Sperlonga liegt zwischen Rom und Neapel an der Küste von Latium, dort, wo viele auf dem Weg Richtung Süden eher vorbeifahren würden. Dabei lohnt sich der Ort gerade, weil er auf kleinem Raum viel zusammenbringt: schmale Gassen, alte Wachtürme, die Grotta di Tiberio und ein archäologisches Museum direkt in Küstennähe. Der eigentliche Unterschied zur Amalfiküste zeigt sich aber unten am Wasser: Während es dort oft um Hanglage, Ausblicke und kleine Buchten geht, hat Sperlonga mit der Spiaggia di Levante und der Spiaggia di Ponente zwei lange Sandstrände. Wer nicht nur schauen, sondern wirklich ein paar Tage am Meer verbringen möchte, findet hier vielleicht sogar die attraktivere Adresse.

Bucht von Kotor, Montenegro

Auch außerhalb Italiens gibt es Küstenorte mit Amalfi-Flair, zum Beispiel Kotor in Montenegro. Die Stadt liegt in der Boka Kotorska, einer fjordartigen Bucht an der Adria, in der sich das Wasser tief zwischen die Berge schiebt. Statt Strand steht hier die Lage im Mittelpunkt: eine Altstadt aus Stein, Kirchen, Stadtmauern und darüber der Weg zur Festung San Giovanni oder zur Ladder of Kotor. Von oben sieht man die Dächer der Stadt, die Bucht und die Hänge, die den Ort fast einschließen. Als ruhigerer Gegenpol lohnt sich Perast, mit barocken Palästen, einer kleinen Promenade und Booten zur Insel Gospa od Škrpjela. 

Syros, Griechenland

Syros ist vor allem wegen Ermoupoli interessant. Die Hauptstadt der Insel hat eine Hafenpromenade, Marmorgassen, neoklassizistische Häuser und mit dem Apollon Theater ein ungewöhnlich großes Kulturhaus für eine Kykladeninsel. Oberhalb liegt Ano Syros, der ältere Stadtteil mit Treppen, Tavernen und Bars. Zum Baden fährt man nach Galissas, Kini oder an den Agathopes Beach; in Vaporia, dem alten Villenviertel von Ermoupoli direkt an der Felsküste, steigt man über Leitern ins Wasser. In Tavernen und Feinkostläden genießt man außerdem Spezialitäten wie San-Michalis-Käse, Louza und Loukoumia.

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