
Wer schon einmal in einem Private Island Resort war, weiß: Die Anreise ist meist ein eigenes kleines Abenteuer. Nach der Landung steigt man nicht einfach ins Auto, sondern in ein Boot oder ein kleineres Flugzeug, um die letzten Kilometer zurückzulegen. Das dauert vielleicht etwas länger, bringt einen aber sofort weg vom typischen Touri-Trubel. Am Ende landet man an einem Fleckchen Erde, das nur für wenige Gäste zugänglich ist.
Waldorf Astoria Seychelles Platte Island: Luxusresort auf den Seychellen
Die Seychellen von ihrer abgeschiedensten Seite: Ein 20-minütiger Flug von Mahé reicht, um auf einem Korallenatoll anzukommen, das vollständig von einem Resort eingenommen wird. Das Waldorf Astoria Seychelles Platte Island teilt seine 3,5 Kilometer lange Küste mit niemandem außer den Gästen der 50 Pool-Villen und der lokalen Flora und Fauna. Alle Villen verfügen über einen privaten Pool, große Terrassen, Außenduschen, separate Wohnbereiche, Zugang zum Strandbereich und einen persönlichen Concierge. Das Resort setzt auf ein Verständnis von Luxus, das sich behutsam in das bestehende Ökosystem integriert. Die Villen wurden deshalb auch bewusst etwas zurückversetzt in die Vegetation gebaut, damit die nistenden Meeresschildkröten am Strand Raum behalten; eine Solaranlage deckt außerdem bis zu 95 Prozent des Energiebedarfs. Sustainability gehört hier also fest zum Konzept. Diese ganzheitliche Philosophie setzt sich auch im Spa des Resorts fort. Passend zum nachhaltigen Ansatz verzichtet das Haus auf Prunk. In den sechs ruhigen Behandlungssuiten reicht das Portfolio vom traditionellen Hammam-Ritual bis zu Körperbehandlungen mit den wissenschaftlich fundierten Produkten von 111SKIN und dem mehrstufigen „Purify“-Programm, das Ayurveda mit moderner Wellness verbindet. Was den Aufenthalt hier von anderen Adressen auf den Seychellen unterscheidet, ist vor allem die Natur rund um das Atoll. Die flache, türkisfarbene Lagune umschließt das Atoll wie ein natürlicher Schutzraum. Sie dient nicht nur den nistenden Meeresschildkröten als wichtiger Lebensraum, sondern auch jungen Riffhaien und Rochen, die Gäste beim Schnorcheln, bei einem Spaziergang im seichten Wasser oder vom Paddleboard aus beobachten können. Wer mehr über die Tierwelt erfahren möchte, begleitet Meeresbiologen bei einem Wildlife Walk am Morgen. Auch abseits der Naturerlebnisse bleibt der Aufenthalt stark personalisiert: Der Concierge arrangiert für Sie private Experiences, vom schwebenden Frühstück im eigenen Pool bis zur Pop-up-Bar am Beach. In diesem Resort wird Ihnen jeder Wunsch von den Augen abgelesen.
The Brando: Eine Privatinsel mit Geschichte
Wer eine Privatinsel sucht, auf der nicht nur das Resort, sondern auch die Geschichte des Ortes den Aufenthalt bestimmt, findet sie auf Tetiaroa in Französisch-Polynesien. Das Atoll diente einst dem tahitianischen Königshaus als Rückzugsort, bevor Marlon Brando es in den 1960er-Jahren während der Dreharbeiten zu „Meuterei auf der Bounty“ entdeckte und später mit dem Anspruch erwarb, den Ort zu bewahren. Tetiaroa besteht aus zwölf kleinen Koralleninseln, den sogenannten Motus. The Brando belegt exklusiv das Motu Onetahi, während die übrigen elf Inseln unberührt bleiben und der Natur sowie der Forschung vorbehalten sind. Das Resort umfasst lediglich 35 Villen. Diese überzeugen vor allem durch ihre offene Architektur: Breite Glasfronten lassen sich vollständig zur Seite schieben, sodass Wohnbereich, separater Medienraum und Außendeck ineinander übergehen. Von dort führt ein eigener Pfad direkt an den Strand. Jede Villa verfügt zudem über einen Infinity-Plunge-Pool und ein Bad mit Doppelwaschbecken, Dusche und blickgeschützter Badewanne unter freiem Himmel. Wer mehr Platz und noch mehr Privatsphäre sucht, bucht die rund 279 Quadratmeter große Teremoana Residence mit Außenküche und privatem Butler-Service. Hier ist man genau richtig, wenn man Abstand vom Rest der Welt sucht.
Shebara: Design-Resort am Roten Meer
Welcome to the future: Shebara unterscheidet sich deutlich von dem, was man sonst mit Private Island Resorts verbindet. Das Resort liegt auf der gleichnamigen Sheybarah Island in der Al-Wajh-Lagune am Roten Meer und setzt statt Holz, Reet und klassischer Beach-Optik auf spiegelnde Baukörper aus Edelstahl. Entworfen wurden die Overwater-Villen von Killa Design, dem Büro hinter dem Museum of the Future in Dubai. Ihre runden Formen liegen über dem Wasser und reflektieren Himmel, Meer und Licht. Das Ergebnis ist so eindrucksvoll, dass man sich fast wie in einem Sci-Fi-Film fühlt.
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