Reise Trends

Slow Travel – so reisen Sie bewusster

Von Kathrin Buschauer 25/11/2021
Credit: Pexels
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In unserem Alltag geht es oft hektisch zu. Wir hetzen von Termin zu Termin, von Meeting zu Meeting und haben kaum eine Minute Ruhe bevor schon wieder das Smartphone klingelt. Steht dann endlich der lang ersehnte Urlaub vor der Tür, fällt es uns oftmals auch hier schwer zu entschleunigen. Slow Travel ist eine neue Art des Reisens, die uns jenseits von Pauschalurlaub und Massentourismus den bewussten, langsamen Genuss von Erlebnissen lehrt.  

Endlich Urlaub. Das heißt Zeit für mich, dem Alltag entfliehen und einfach mal entspannen – oder? In Wahrheit sieht unsere Freizeitplanung leider oftmals ganz anders aus. Statt intensive Genussmomente zu erleben, verfallen wir in Stress und Hektik. Wir wollen so viel wie möglich sehen, so viel wie möglich erledigen, bevor der doch viel zu kurze Urlaub schon wieder vorbei ist. Dieser aufreibende „Freizeit-Stress“ führt dazu, dass wir auf unseren Reisen zwar viel erleben können, danach allerdings immer noch erschöpft und müde sind, statt zufrieden und erholt.  

Weniger ist mehr

Slow Travel, zu Deutsch „langsames Reisen“, soll uns dabei helfen, den Urlaub zu genießen und das Beste aus ihm herauszuholen – und zwar ganz ohne Stress und Hektik. Auf Sightseeing wird hier weniger Wert gelegt. Slow Travelling strebt nicht nach Action oder möglichst viel Input. Vielmehr kommt es darauf an Erlebnisse bewusst wahrzunehmen, tief durchzuatmen und einen Gang runterzuschalten. „Weniger ist mehr“ lautet das treffende Motto der entschleunigenden Reiseform. 

Slow Travel und sein Ursprung

Dabei ist das Slow Travel bei weitem keine Neuerfindung, sondern vielmehr ein moderndes Upgrade. Denn bereits in den 1980er-Jahren entstand in Italien die Slow-Movement-Bewegung, als in Rom eine Filiale der berühmten Fast-Food-Kette McDonalds eröffnet werden sollte. Aus Protest formte sich die Slow-Food-Initiative als Gegenbewegung zum ungesunden Junkfood-Trend. Hier stand im Gegensatz zum Schnellrestaurant regionale und traditionelle Küche im Vordergrund, die bewusst genossen werden sollte. Diese Philosophie greift das Slow Travelling auf und überträgt sie auf die schnelllebige Tourismus-Branche.  

So wird Ihr Slow Travel Erlebnis zum Erfolg

Beim Slow Travelling geht es darum abseits vom Freizeitkonsum innere Ruhe zu finden. Deshalb wird Privatsphäre bei dieser Reiseart auch großgeschrieben. Das bedeutet im Umkehrschluss auf den Aufenthalt im Hotel zu verzichten und stattdessen auf Selbstversorgung zu setzen. Mieten Sie ein kuscheliges Chalet, eine großzügiges Hideaway oder ein Haus direkt am Strand und genießen Sie die Instant Privacy Ihrer Unterkunft. Zusätzlich sollten Sie, wenn möglich, Ihre Reise während der Nebensaison planen. So vermeiden Sie den hektischen Trubel der Hauptsaison und können ganz entspannt Ihr Urlaubsland entdecken.