Richtig Saunieren & Eisbaden: Wärme oder Kälte zum Start? - séduction Magazin Germany
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Richtig Saunieren & Eisbaden: Wärme oder Kälte zum Start?

Von Monroe Rei Vogel 06/12/2025
Credit: Unsplash
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Es ist eine der häufigsten Fragen unter Wellness-Fans: Wie kombiniert man Sauna und Eisbad am besten?

Ob zuerst in die Sauna oder direkt ins Kaltwasser – diese Frage stellt sich vielen. Die Kontrasttherapie, also der Wechsel von Wärme zu Kälte, unterstützt die Erholung und fördert die Belastbarkeit. Im Winter kommt es dabei besonders auf die Reihenfolge an.

Warum Wärme im Winter an erster Stelle steht

Im Ayurveda wird der Winter als Vata-Zeit beschrieben. Sie steht für Kälte, Trockenheit und Bewegung. In dieser Phase braucht der Körper vor allem Wärme und Stabilität. Ein plötzliches Eintauchen ins kalte Wasser kann jetzt zu viel Energie kosten. Besser ist es, mit einem wärmenden Moment wie der Sauna zu beginnen. Danach wirkt der Kältereiz erfrischend, ohne den Organismus zu überfordern.

Wärme öffnet, Kälte kräftigt

Wärme öffnet, Kälte kräftigt. Der Körper weiß, was ihm guttut, und möchte zuerst aufgewärmt werden. In Sauna oder Dampfbad steigen Durchblutung und Beweglichkeit, Muskeln und Faszien lassen nach. Gleichzeitig schaltet das Nervensystem in den Ruhemodus, die Atmung wird tiefer, der Geist klarer. Erst danach zeigt die Kälte ihre volle Wirkung. Das kalte Wasser erfrischt, regt an und füllt die Energiespeicher wieder auf – ein Impuls, der belebt, nicht stresst.

Achtsame Kontrasttherapie

Im Winter braucht der Körper mehr Wärme und Ruhe. Verlängern Sie die Aufwärmphase und verkürzen Sie die Abkühlung, um das Gleichgewicht zu halten. Eine zu lange Kältephase belastet das System eher, als dass sie stärkt. Beobachten Sie, wie der Körper reagiert: Schwindel oder Herzklopfen sind Zeichen, den Reiz zu beenden. Wenn sich über der Oberlippe ein feiner Schweißfilm bildet, ist laut Ayurveda die ideale Wärme erreicht.

Wann Vorsicht geboten ist

So wohltuend die Kontrasttherapie auch sein kann, sie passt nicht zu jeder Lebensphase oder Konstitution. Menschen, die leicht frieren, zu Ängstlichkeit neigen oder chronisch erschöpft sind, sollten Kälteanwendungen nur sehr behutsam einsetzen. In diesen Fällen steht Wärme als Quelle von Stabilität und Kraft im Vordergrund. Auch während einer Schwangerschaft, bei Herzproblemen oder in der Erholungsphase nach einer Krankheit ist auf starke Temperaturreize besser zu verzichten. Der Körper braucht jetzt Regeneration, nicht Reize. Während der Menstruation sollte ebenfalls auf Kontrastbäder verzichtet werden, da die Energie des Körpers in dieser Zeit nach innen und unten gerichtet ist und intensive Reize diesen natürlichen Fluss stören würden.

Wenn nur ein Element möglich ist

Manchmal bleibt im Alltag nur Zeit für einen Teil der Routine. In diesem Fall gilt: Wer friert, unruhig oder erschöpft ist, profitiert von der Sauna. Wärme nährt, entspannt und stärkt das Nervensystem. Wer sich überhitzt, gereizt oder innerlich angespannt fühlt, kann mit einer kurzen Kälteanwendung ausgleichen und den Kopf klären. Bei Schweregefühl oder Trägheit unterstützt die Kombination beider Methoden, da Wärme anregt und Kälte belebt.

Letztlich entscheidet das Körpergefühl. Hören Sie auf Ihr Nervensystem, es kennt die richtige Antwort.

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