Die Zip-Necklace: Wie Van Cleef & Arpels den Reißverschluss veredelte - séduction Magazin Germany
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Die Zip-Necklace: Wie Van Cleef & Arpels den Reißverschluss veredelte

Von Redaktion 09/09/2025
Credit: PR
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Alltäglich und einzigartig zugleich verwandelten die Goldschmiede von Van Cleef & Arpels mit Akribie und in jahrzehntelanger Arbeit den Reißverschluss in ein legendäres Collier, das bis heute als Wunderwerk der Goldschmiedekunst gilt. 

Für die Mode bedeutete die Erfindung des Reißverschlusses eine ähnlich große Revolution wie die des Rads für die Mobilität. Mit einem Mal ließen sich schnell und einfach Öffnungen schließen, zwei Teile verbinden und wieder trennen – nach Jahrhunderten, in denen Knöpfe, Bänder, Haken, Ösen und Spangen diese Aufgabe übernommen hatten. Erfunden wurde der Reißverschluss Ende des 19. Jahrhunderts in Chicago, doch in der Alltagskleidung kam er erst in den 1920er Jahren langsam in die Produktion und veränderte die Mode für immer.

Vom Gebrauchsobjekt zum Haute-Couture-Detail

So überzeugend das simple wie geniale Prinzip auch war, optisch galt der Zipper lange Zeit als wenig ansprechend. Vor allem in der Haute Couture wurde er lediglich gut versteckt genutzt. Erst 1938 setzte ihn Elsa Schiaparelli als erste Modedesignerin dekorativ ein – exzentrisch und stark veredelt.

Wallis Simpson und Van Cleef & Arpels

Der Legende nach war es Wallis Simpson, Duchess of Windsor und eine treue Kundin Schiaparellis, die den Kontakt zum Juwelenhaus Van Cleef & Arpels herstellte. Sie zählte Renée Puissant, Tochter der Gründer Alfred Van Cleef und Estelle Arpels, zu ihren engen Freunden. Puissant, damals Kreativdirektorin des Hauses, ließ sich überzeugen, den Edel-Reißverschluss zu entwickeln. Noch im selben Jahr meldete Van Cleef & Arpels ein Patent für eine „fermeture rapide ornementée“ an und setzte ihn in einer Platinversion um: Die charakteristischen Zähne waren mit winzigen Baguette-Diamanten besetzt, der Schlitten mit einem opulenten Anhänger geschmückt.

Die Geburt der Zip-Necklace

Wie das industrielle Vorbild wurde auch dieses Miniatur-Wunderwerk der Goldschmiedekunst in eine Robe eingearbeitet. Die Idee, den Reißverschluss als eigenständiges Schmuckstück zu nutzen, lag nahe, doch die Umsetzung nahm mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch. 1951 meldete Van Cleef & Arpels schließlich das Patent für das heute als Zip-Necklace bekannte Collier an. Der Clou: Es kann offen um den Hals oder geschlossen als Armband getragen werden.

Varianten und Neuinterpretationen

Anders als der erste, von Schiaparelli inspirierte Edel-Reißverschluss wurde das Collier zunächst fast ausschließlich in Gelbgold gefertigt. Das weichere Material eignete sich besonders, um das stoffartige Drahtgeflecht der Kette und ihre dekorative Borte zu formen. Über zehn Jahre produzierte das Haus verschiedene Variationen der Zip-Necklace, bevor das ikonische Design in den 1990er Jahren neu aufgelegt wurde. 2005 kam mit der Version „CoutureTM“ eine modernisierte, schlankere Interpretation hinzu, die sogar „rückwärts“ über den Rücken getragen werden kann.

Zeitlose Ikone der Goldschmiedekunst

Mit etwas Glück lässt sich eine der neuen, spektakulären Varianten in einer der hauseigenen Boutiquen entdecken, etwa in Hamburg, wo Van Cleef & Arpels in diesem Sommer seine zweite deutsche Boutique eröffnet. Ob in Weißgold, Platin oder Gelbgold, besetzt mit Edelsteinen und Diamanten, als feine Spitze aus Metall gearbeitet oder mit dramatischen Anhängern am Schieber versehen – die Zip-Necklace bleibt auch 2025 ein Wunderwerk der Goldschmiedekunst.

Text: Friederike Weißbach

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