
Manchmal macht nicht die Form den Unterschied, sondern das Material. Bei Keramikuhren merkt man das ziemlich schnell.
Keramik ist bei Uhren nicht nur eine technische Entscheidung, sondern auch eine ästhetische. Das Material nimmt einer Uhr etwas von der Schwere und gibt ihr dafür eine glatte, klare Oberfläche. Neben Stahl wirkt Keramik kühler, neben Gold weniger dekorativ. Dass das Material leicht, robust und weniger anfällig für Kratzer ist, hilft natürlich auch. Entscheidender ist aber, wie sehr es die Wirkung einer Uhr verändert: Keramikuhren sehen sofort moderner aus.
Royal Oak Ewiger Kalender Automatik von Audemars Piguet

Diese Royal Oak zeigt, was Keramik mit einem bekannten Design macht. Die Form bleibt sofort erkennbar, in „Bleu Nuit, Nuage 50“-Keramik wirkt sie aber deutlich sportlicher. Gehäuse und integriertes Armband sind ebenfalls aus Keramik gefertigt und das blaue „Grande Tapisserie“-Zifferblatt macht die Uhr fast monochrom. Dazu kommen Zeiger und Indizes aus Weißgold sowie der Ewige Kalender mit Kaliber 7138. Technisch sehr viel, optisch erstaunlich ruhig.
Big Bang Original Unico Black Magic 43 mm von Hublot

Mit schwarzer Keramik hat Hublot schon länger seine eigene Geschichte. Die erste Black Magic kam 2006, damals als komplett schwarze Big Bang und ziemlich klares Statement gegen die üblichen Codes klassischer Uhren. Bei der neuen Big Bang Original Unico Black Magic ist dieser Ansatz wieder da, nur mit aktuellem Unico-Werk und überarbeiteter Konstruktion. 43 Millimeter, schwarzes Keramikgehäuse, offenes Zifferblatt und 72 Stunden Gangreserve.
Pilot’s Watch Chronograph 41 TOP GUN Miramar von IWC Schaffhausen

Die TOP GUN Miramar zeigt, dass Farbe bei einer Tool Watch nicht automatisch nach Spielerei aussehen muss. Der hellblaue Ton wurde von IWC zusammen mit PANTONE® entwickelt und bestimmt hier fast alles: Keramikgehäuse, Zifferblatt, Kautschukarmband. Die Uhr bleibt funktional und klar lesbar, wirkt aber weniger streng als viele klassische Fliegeruhren. Innen arbeitet das Manufakturkaliber 69380 mit 46 Stunden Gangreserve.
Seamaster Diver 300M Milano Cortina 2026 von Omega

Die Milano Cortina 2026-Version der Seamaster Diver 300M setzt ziemlich konsequent auf Weiß. Das Gehäuse besteht aus weißer Keramik und Titan Grad 5, dazu kommen ein weißer Keramiklünettenring, ein weißes Kautschukarmband und ein laser-mattiertes Keramikzifferblatt. Die Struktur auf dem Zifferblatt nimmt die „26“ des Olympia-Emblems auf, bleibt aber subtil genug, damit die Uhr nicht nach Merchandise aussieht.
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