Longines und der Reitsport: 150 Jahre gemeinsame Geschichte - séduction Magazin Germany
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Longines und der Reitsport: Eine Verbindung mit fast 150 Jahren Geschichte

Von Friederike Weißbach 26/07/2026
Longines Master Collection „Year of the Horse Edition“ mit rotem Zifferblatt und Mondphasenanzeige vor einer traditionellen Tuschezeichnung eines galoppierenden Pferdes.
Alle Bilder von Longines (PR)
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Das Jahr des Pferdes inspiriert LONGINES ganz besonders. Denn kein anderes Haus zelebriert Reitsport und Uhrmacherei so disziplinübergreifend und stringent wie der Schweizer Uhrenhersteller. Ein idealer Zeitpunkt, um den Ursprüngen dieser Verbindung nachzuspüren.

Der chinesische Kalender basiert bekanntermaßen auf dem Zyklus von zwölf Tierkreiszeichen, die sich jedes Jahr ablösen. Die Symbolkraft dieser mythischen Zeichen, aber auch die zunehmende Relevanz der asiatischen Märkte hat dazu geführt, dass das Tierkreisjahr auch im Geschäft europäischer Luxushäuser zu einem festen Bezugspunkt geworden ist. Jahr um Jahr interpretieren besondere Kollektionen das jeweilige Tier neu. Als kulturelles Motiv, gestalterisches Element und nicht zuletzt auch: als strategischen Impuls.

2026 – das Jahr des Pferdes – bietet dafür eine besonders kraftvolle Vorlage. Denn kaum ein Tier vereint so universell verstandene Attribute wie das Pferd: Energie, Freiheit, Eleganz und ungebändigte Dynamik. Eigenschaften, die kulturübergreifend geschätzt werden und in der Welt der schönen Dinge eine nahezu natürliche Entsprechung finden.

Was auf den ersten Blick oft wie eine marketinggetriebene Geste scheint, ist im Fall von Longines Ausdruck einer lang gewachsenen gestalterischen Affinität. Wie kaum ein anderes Haus verkörpert der Schweizer Uhrenhersteller die Verbindung zwischen Pferd und Produkt. Schließlich ist seine Geschichte seit nahezu 150 Jahren eng mit dem Reitsport verwoben – einer Disziplin, die Präzision und Anmut vereint, genau wie die Fertigung hochwertiger Zeitmesser.

Die Ursprünge des Unternehmens führen ins schweizerische Saint-Imier, ein kleines Bergdorf im Berner Jura, unweit der Geburtswiege der Uhrmacherei. Hier gründete der Uhrmacher Auguste Agassiz in den 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts mit einigen Kollegen ein kleines Uhrmacher-Atelier, aus dem 1867 – unter der Führung von Agassiz’ Neffen Ernest Francillon – die nach ihrem Standort benannte Fabrik »Es Longines« hervorging. Aus dieser Zeit stammt auch das bis heute fast unveränderte Logo von Longines: eine geflügelte Sanduhr – 1889 eingetragen und somit eines der ältesten noch aktiven Markenzeichen der Uhrenwelt.

Die erste große Errungenschaft des Hauses war ein Chronographenwerk, eingebaut in ein Taschenuhr-Gehäuse mit Jockey-Gravur. Diese klassischen Stoppuhren mit einem Drücker in der Krone wurden in den 1880er-Jahren zu begehrten Accessoires an internationalen Pferderennbahnen. Weitere Entwicklungen und Instrumente, die Messungen bis zur Hundertstelsekunde ermöglichten, etablierten Longines schnell als Referenz bei der Zeiterfassung im Sport.

FREUND DES HAUSES: Der Schweizer Springreiter Edouard Schmitz in einer früheren Kampagne

1912 übernahm Longines erstmals offiziell die Rolle als Zeitnehmer bei einem Pferdesportevent, einem Springturnier in Lissabon. Unzählige Renn-, Spring-, aber auch Dressur- und Vielseitigkeitswettkämpfe sollten folgen. Bis heute. Seit 2013 fungiert Longines als offizieller Zeitnehmer der Fédération Équestre Internationale (FEI) und begleitet somit die bedeutendsten Pferdesportveranstaltungen der Welt, vom Royal Ascot bis zu den großen Meisterschaften. Gleichzeitig arbeitet das Haus mit den erfolgreichsten Dressur- und Springreitern zusammen. Eine Partnerschaft, die sich gegenseitig befruchtet und auf den gemeinsamen Grundwerten basiert: Disziplin, Präzision, Tradition und einer stillen Form von Eleganz.

Entsprechend ernsthaft erfolgte auch die Auseinandersetzung mit der Thematik bei der Entwicklung von Longines’ Verneigung vor dem Mondjahr des Pferdes. Das Sondermodell der »The Longines Master Collection« entstand in enger Abstimmung mit dem Peon Art Museum in Chongqing, China. Das Design basiert auf einer Tuschezeichnung des chinesischen Künstlers Xu Beihong – ein Meister der chinesischen Malerei, der als Erster westliche Stilelemente in seinen Werken zuließ. Gemeinsam mit Xu Qingping, dem Sohn des Künstlers, übersetzte Longines das Werk »Galloping Horse« in eine Uhr: Ein leuchtend rotes Zifferblatt mit sanftem Farbverlauf wird von vergoldeten Zeigern und Indizes akzentuiert; das Pferde­Motiv findet sich als Gravur auf dem goldenen Rotor des Uhrwerks, der durch den gläsernen Gehäuseboden sichtbar ist. Eine Hommage an die chinesische Kultur, an das Pferd – und daher auch an die eigene Geschichte.

TEXT: FRIEDERIKE WEISSBACH

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